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Bi - hin und her gerissen

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07.05.2019 19:59
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 18:15:

Offen und ehrlich Bi auszuleben heißt eine Dreier Beziehung zu führen und zu leben. So ...und Weihnachten sitzt man zu dritt also Zwei bi Frauen und ein Mann bei den Schwiegereltern beim Weihnachtsbraten

Das ist ehrlich und korrekt Das finde ich dann Richtig
Alle wissen von einander und sind glücklich.


Das ist schlichtweg falsch und obendrein reichlich diskriminierend.

Nicht alle Bi-Menschen sind poly und / oder wollen gleichzeitig Beziehungen (egal welcher Art) mit mehreren Gendern führen.

Bisexuelle gehören zu den Menschen, die innerhalb der Community mit am meisten stigmatisiert und ausgeschlossen werden.

Ich wünsche mir eine inklusive Community, in der sich alle LGBTTIQA* wohl und aufgehoben fühlen, ganz egal, warum sie der Heteronorm nicht entsprechen. Und in welcher Welt willst Du leben?

In diesem Link kannst Du Dich informieren, damit Du nicht weiterhin diskriminierendes Gedankengut verbreitest, das obendrein sachlich auch noch falsch ist: https://ze.tt/warum-wir-a [...] isieren/

Ablehnung von Menschen aufgrund angeborener Merkmale macht nämlich dumm und hässlich, ganz egal, um welches angeborene Merkmal es sich handelt - Hautfarbe, Gender, sexuelle Orientierung,...



07.05.2019 20:01
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:59:

Bisexuelle gehören zu den Menschen, die innerhalb der Community mit am meisten stigmatisiert und ausgeschlossen werden.



vielleicht warst du sehr lange nicht mehr in der community... (in der realen)



- das gros der frauen kommt sowiesos aus vorhergehenden männerbeziehungen, schätzungsweise 90%, die eigenbezeichnung ist im lebensverlauf dann selbstdefiniert.

editiert am 07.05.2019 20:06 Beitrag melden Zitatantwort
07.05.2019 20:08
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 20:01:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:59:

Bisexuelle gehören zu den Menschen, die innerhalb der Community mit am meisten stigmatisiert und ausgeschlossen werden.



vielleicht warst du sehr lange nicht mehr in der community... (in der realen)



- das gros der frauen kommt sowiesos aus vorhergehenden männerbeziehungen, schätzungsweise 90%, die eigenbezeichnung ist im lebensverlauf dann selbstdefiniert.


Doch, war ich schon, und ich erlebe das anders. Ich wohne allerdings auch in einer wesentlich kleineren Stadt als Du, vielleicht liegt's daran.

07.05.2019 20:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:40:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 18:19:

Ja aber hier ist es ein Forum für Lesben und jetzt auch für Bi Frauen also kann ich doch auch antworten wo ist das Problem Ist halt das was ich denke und erlebt habe auch von vielen anderen Lesben die ich kenne.


Na klaro gilt hier die Meinungsfreiheit! Ich stimme Konsortium nur insofern zu, als dass ich mich frage, inwieweit du der TE, die in ihrem Eingansbericht um Rat und Unterstützung bat, weiterhilfst. Oder ist dein konstruktiver Vorschlag, dass sie sich nur nach anderen Bi-Frauen umschauen soll?


Ja, ich denke, wenn sie ihrem Bedürfnis nach Nähe zu einer Frau nach gibt, was sie auch leben sollte finde ich, dann doch offen mit einer Bi Frau, beide haben die gleiche Lebenseinstellung und können es für sich erlebn und leben
Das es wichtig ist offen damit umzugen und klar zu werden

07.05.2019 20:27
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:27:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 18:15:

Offen und ehrlich Bi auszuleben heißt eine Dreier Beziehung zu führen und zu leben. So ...und Weihnachten sitzt man zu dritt also Zwei bi Frauen und ein Mann bei den Schwiegereltern beim Weihnachtsbraten

Das ist ehrlich und korrekt Das finde ich dann Richtig
Alle wissen von einander und sind glücklich.


Es könnten auch noch zwei bi Frauen und zwei Männer sein oder zwei bi Frauen und zwei bi Männer auch Polyamore könnten auch noch dazu gezählt werden.

Dann würde es auch noch ehrlich sein , ja Ehrlichkeit wäre ja dann wohl das A und O... sehe ich auch so


Jupp

07.05.2019 20:27
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:30:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 18:31:

Und.. das war jetzt das Thema der TE? Also, sie wollte Erfahrungsberichte?
Muss ich überlesen haben, aber ich kiek nochmal


Die TE hatte ja dann wohl ihren Spass...so ernst sah mir die Frage ja nicht aus, schreiben tut sie ja so wie so nicht mehr und verschiedene Antworten bekam sie zu genügend.




07.05.2019 20:29
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:37:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 18:15:

Offen und ehrlich Bi auszuleben heißt eine Dreier Beziehung zu führen und zu leben. So ...und Weihnachten sitzt man zu dritt also Zwei bi Frauen und ein Mann bei den Schwiegereltern beim Weihnachtsbraten

Das ist ehrlich und korrekt Das finde ich dann Richtig
Alle wissen von einander und sind glücklich.


Was für eine tolle Vorstellung! Vllt könnten wir alle, egal ob hetero, homo-, bi- oder wieauchimmer-sexuell unsere Beziehungen mit Offenheit und Ehrlichkeit führen!
Also auch Bisexuelle eine monogame Zweierbeziehung oder ein Lesben-Dreier. Ein Träumchen!!


So sollte es doch sein
Jeder so wie er es braucht aber offen und ehrlich und dann wird niemand verletzt

07.05.2019 20:37
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 20:08:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 20:01:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 19:59:

Bisexuelle gehören zu den Menschen, die innerhalb der Community mit am meisten stigmatisiert und ausgeschlossen werden.



vielleicht warst du sehr lange nicht mehr in der community... (in der realen)



- das gros der frauen kommt sowiesos aus vorhergehenden männerbeziehungen, schätzungsweise 90%, die eigenbezeichnung ist im lebensverlauf dann selbstdefiniert.


Doch, war ich schon, und ich erlebe das anders. Ich wohne allerdings auch in einer wesentlich kleineren Stadt als Du, vielleicht liegt's daran.


habe gelebt in 4-5 grossstädten, 3 kleinstädten und auf dem land - das problem bei beiden letzteren ist es, überhaupt ähnlich (sexuell) orientierte aufzufinden ... überhaupt jemanden und das MUSS (auch hier) geachtet werden!

das lässt sich aus einer grossstadtperspektive nicht nachvollziehen.
minoritätenprobleme.

bei bi zu behaupten, das wäre so klasse oder besser, weil es da ein wahl im sinne einer angenommenen gleichzeitigkeit gibt oder gäbe, ist grundfalsch.

07.05.2019 20:42
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Nun eine lesbische Lebenseinstellung ist ja nun wohl ganz anders als eine Bi Lebenseinstellung und da muss ich ja nun wirklich nicht drauf eingehen sondern, dass wissen wir ja wohl alle
Das ist ja nun in vielen Punkten ersichtlich und vorallem wir merken das doch schon in der Kindheit. Und wenn man als Kind schon merkt, dass man lesbisch ist erfährt man die Welt um sich herum ganz anders. Das ist doch wohl logisch und ich denke, dass weißt doch auch jeder für sich, welche lesbischen Aspekte ausgelebt werden und in wiefern sich diese nicht mit einer Bi Lebenseinstellung deckt.
Das sind ja wohl zwei unterschiedliche Welten
Das muss ich jetzt nicht im Detail erörtern

Jeder so wie er es für richtig hält ob nun poly oder monogam ob bi oder homo, für mich ist eins Wichtig, dass man sich selbst nicht betrügt und andere

Liebe ist schön, so oder so

07.05.2019 20:52
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 20:42:

Nun eine lesbische Lebenseinstellung ist ja nun wohl ganz anders als eine Bi Lebenseinstellung und da muss ich ja nun wirklich nicht drauf eingehen sondern, dass wissen wir ja wohl alle
Das ist ja nun in vielen Punkten ersichtlich und vorallem wir merken das doch schon in der Kindheit. Und wenn man als Kind schon merkt, dass man lesbisch ist erfährt man die Welt um sich herum ganz anders. Das ist doch wohl logisch und ich denke, dass weißt doch auch jeder für sich, welche lesbischen Aspekte ausgelebt werden und in wiefern sich diese nicht mit einer Bi Lebenseinstellung deckt.
Das sind ja wohl zwei unterschiedliche Welten
Das muss ich jetzt nicht im Detail erörtern

Jeder so wie er es für richtig hält ob nun poly oder monogam ob bi oder homo, für mich ist eins Wichtig, dass man sich selbst nicht betrügt und andere

Liebe ist schön, so oder so


Ich glaube zu verstehen, wo du argumentativ hinwillst, aber ich brauche doch nochmal Erklärung, denn ich stehe auf dem Schlauch - ganz ehrlich, ohne dich trollen zu wollen. Vllt liegt das an mir, weil ich erst vor kurzem meinen Platz unterm Regenbogen gefunden habe, da habe ich keinerlei Vorerfahrungen, ich habe die Welt als Kind nicht schon als Lesbe erlebt.
Was ist denn eine lesbische Lebenseinstellung? Heißt das, alle Männer* und alles "männliche"* per definitionem abzulehnen? Ich dachte immer eine Lebenseinstellung setzt sich aus mehr als einem Aspekt meines Ichs zusammen, also sozusagen eine lesbische-akademische-bebrillte-braunhaarige- rückengeplagte Lebenseinstellung. Oder meinst du mit bisexuelle Lebenseinstellung, dass man eben für Frauen* und Männern* offen ist?

Würde mich über eine ehrliche und ernstgemeinte Erhellung meinerseits freuen.

Denn ich stimme dir absolut zu: Liebe ist schön!

07.05.2019 21:03
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@FemmeLoveButch

Jetzt hast du mich wirklich getriggert! Gibt es dann auch einen genuin lesbischen Lifestyle, der sich von einem heterosexuellen Lifestyle unterschiedet? Wie sieht der aus bzw wo kann ich sowas nachlesen?!
Ich frage dich das, weil du dich da ja anscheinend auskennst - oder aber alle kennen sich aus und ich Neuling bin noch so ahnungslos und die erfahrenen Lesben lachen sich gerade schlapp.
Würde ich gerne mehr zu erfahren!
(Auch hier wieder: Das ist ernst gemeint und ironiefrei geschrieben.)

...sorry, das ist ja jetzt iwie offtopic, aber ich bin angefixt...


editiert am 07.05.2019 21:05 Beitrag melden Zitatantwort
07.05.2019 21:30
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Krasse Wurst, Lesben haben es echt drauf.



07.05.2019 21:48
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je später der abend umso hornberg - ventidue, thread lesbendiskriminierungen auf lesarion.

07.05.2019 22:14
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.05.2019 um 20:42:
(...)
Das sind ja wohl zwei unterschiedliche Welten
(...)


Ich erhöhe auf Universen, mindestens.

So ging es mir in der ersten Zeit in der Lesbenwelt. Ich dachte nur - Himmel, dat passt ja so mal gar nicht, Lichtjahre dazwischen. Aber, Lesbischsein kann man ja nicht einfach umtauschen. Und auch noch ohne Kassenzettel. Bis dann die Sonne hinterm Horizont aufging Erkenntnis, Halleluja. Lesben sind auch nur Menschen.

Also, liebe bisexuellen Frauen - nicht unterkriegen lassen. Nobody is perfect, selbst Lesben nicht.

Edith und ich entschuldigen sich Hatte nicht bemerkt, dass aus Versehen der falsche user*innenname genannt wurde. Sorry Jetzt ist Zitat mit richtigem Namen versehen.

editiert am 13.05.2019 18:30 Beitrag melden Zitatantwort
08.05.2019 00:17
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 06.05.2019 um 15:01:

Ich frage mich wirklich, warum tut man sich so was an, ich lese das immer wieder,....und es klingt alles etwa gleich....ich war noch jung, da hatte ich bereits schon Gefühle für Frauen und konnte schon meine Erfahrungen damit sammeln.

Dann kommt das Beste......ich hab mich dann aber in einen Mann verliebt, er ist so ein lieber guter Mann.

Ich gehe ehre davon aus, ihr wolltet nicht auf Familie , Ansehen und Kinder verzichten und das Lesbisch sein stand da gewaltig im Weg.

Dann kam das erste Kind schwups und dann noch das zweite, da war Frau dann eher beschäftigt mit Kinder Erziehung und die Sexualität stand dann im Hintergrund, doch wie man weiß, werden Kinder auch größer und oft kommen Belastungen mit den Jahren in einer Beziehung noch da zu, bock auf den Mann schwindet immer mehr, die Lust noch sexuell aktiv zu werden fällt in den Keller, da werden plötzlich die verdrängten Gefühlen wieder aktiv, Frau verliebt sich in eine andere Frau, so nun will Frau das ausleben hat sie doch Jahrzehntelang darauf verzichtet, dem Umfeld und dem Mann erzählt man was von Bi sexuell, ist immer noch Gesellschaftsfähiger als Lesbisch zu sein...oder es wird einfach nicht in Kategorien gedacht denn es gibt ja kein weiß oder schwarz, also ist man immer noch Hetero mit Bisexuellen Neigungen.

Nein mich stört es nicht dass Frauen die vorher schon auf Frauen gestanden sind, sich ein Mann schnappen um Kinder zu bekommen und zwar mit einem Mann und nicht mit einer Frau, wegen der Gesellschaft, mich stört die ganzen Märchenstunden danach die dann kommt um sich was zusammen zu basteln um glaubwürdiger da zu stehen. Das ist die Standartgeschichte schlecht hin von Frauen die nicht zugeben möchten warum sie den Mann damals bevorzugten.





Was für eine unsägliche Vorurteilssammlung!

Es ist wieder einmal die Frage,

Subjekt oder Objekt,

wird über Bedürfnisse offen gesprochen und diese akzeptiert,
oder nicht.
Akzeptanz kann auch bedeuten,
die Eine teilt am Beziehungsanfang mit,
wonach ihr im Leben und im Lieben ist,
und die Andere nimmt sich und die Andere so ernst,
dass sie ggf. merkt und akzeptiert:
"Ok, das passt nicht."

Leid entsteht dann,
wenn Eine ihre Bedürfnisse nicht kennt, oder äussert
und/oder die Andere diese Bedürfnisse nicht ernst nimmt.

Um dieses völlig unnötige Leid verhindern zu können,
helfen solche homozentrische Denkweisen

in keinster Weise,

im Gegenteil,
das eigene Gefühlsleben
wird zum Standard erklärt,

und alle die anders leben und fühlen
verleugnen ja nur sich selbst.

Und wenn die Andere dann, oh wunder: doch
nach ihren Bedürfnissen lebt,
ist sie die Böse...


08.05.2019 06:47
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Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen, sehe ich darin die äquivalente Frage, was man denn tuen solle, wenn Gelüste nach jemand anders aufkämen, unabhängig vom Geschlecht.
Ich würde meine Gedanken kontrollieren, weil aus Gedanken Emotionen entstehen. Wenn ich meine Gedanken unter Kontrolle habe, kann ich Emotionen erzeugen oder vermeiden. Ausserdem würde ich brenzlige Situationen vermeiden. Gedanken haben die Eigenschaft, aus dem Nichts aufzupoppen. Das ist kein Problem und völlig normal. Es liegt an jedem selbst, ob er darauf eingeht oder nicht. So setzt man seinen freien Willen ein und ist nicht Sklave seiner Gefühle.
Man könnte aus der anfänglichen Frage auch herauslesen, was speziell bisexuelle Frauen in besagten Situationen machen sollten. Soweit mir bekannt ist, gibt es keine DIN Norm und auch kein ISO Zertifikat, das genau festlegt, wann eine Frau exakt das bisexuelle Level erreicht hat. Rein statistisch betrachtet hat ein Großteil der lesbischen Welt sex. Kontakt zu Männern gehabt, sie werden aber nicht automatisch zur bi Frau. Tja, leider gibt es keine schriftlich festgelegten Standards. Also ist meiner Ansicht nach ist die ursprüngliche Frage sehr schwer zu beantworten, wenn man nicht genau sagen kann, was bi ist.
Es gibt auf der Welt eine Gruppe von Personen, die von einer sex. Beziehung in die andere schlittern, ohne viel Zeit als Single zu verbringen. In diesem Falle ist tiefe Liebe eher unwahrscheinlich, da Liebe und Vertrauen mit der Zeit wachsen. Zu behaupten bi Frauen wären generell untreu und könnten nicht tief lieben wie reine Lesben ist eine freie Meinungsäusserung, die begründet und klar formuliert wurde. Man kann dem zustimmen oder auch nicht.
Der Einwurf man solle sich sowas verkneifen ist eher verkneifungswürdig, da hier im Forum Gedanken ausgetauscht werden wollen. Viel schlimmer ist es, Diskusionen zu stören und vom Thema abzuweichen, nur weil einem grad danach ist oder gar anderen die Meinung zu verbieten. (Siehe Emotionen kontrollieren)
Die besagte Risikogruppe ist die, die von einer Beziehung in die andere hüpft und emotionsgesteuert ist, unabhängig vom Geschlecht.
Da es keine Zufälle gibt und man an so jemanden gerät, sollte man sich dieser Situation stellen und daraus lernen. Man trifft niemanden zufällig.

08.05.2019 07:42
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@Emuna

Wie war das?

Aus Gedanken entstehen Gefühle?

Ja, da stimme ich Dir zu:

ebenso entstehen sie auch aus gedachten Vorurteilen:

Solche Gefühle wie Hass, Wut, Zorn und Angst.

Das ist natürlich viel "besser" als Gedanken und Gefühlen
der Lust und Liebe nachzugehen.

Ich denke, an welcher Stelle man/frau/divers
auf seine/ihre Gedanken
mehr achten sollte, wird klar.



08.05.2019 09:05
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Jetzt muss ich mich doch nochmal kurz einklinken. Ich habe jetzt hier still weiter mit gelesen und bin wahnsinnig hin- und hergerissen zwischen Verständnis und Entsetzen über so manche Aussagen.

Um vielleicht mal etwas Licht in (m)eine Gefühlwelt einer Bisexuellen Frau in einer festen Beziehung zu bringen: Ich wusste schon sehr früh, dass ich mich emotional und sexuell zu Männern und zu Frauen hingezogen fühle. Ich bin damit immer sehr offen umgegangen, obwohl ich dafür oft angefeindet wurde. Sätze wir "Entscheide dich doch einfach für ein Geschlecht" sind hier nur ein Beispiel von vielen. Aber es ist ein treffendes Beispiel, denn genau das - entscheiden - kann ich nun mal nicht. Ich kann nicht sagen, ich finde nur Frauen toll oder ich finde nur Männer toll - ich kanzel immer ein Stück von mir ab. Das ist ein fürchterlicher Zwiespalt.

Mein Mann wusste von Anfang an über meine Bisexualität Bescheid. ABER: Er hat nie verstanden, was das tatsächlich bedeutet. Wie auch? Er kennt das Problem nicht. Ich hatte nun gestern ein langes Gespräch mit ihm. Ich habe ihm versucht zu erklären, was in mir vorgeht. Das mir einfach etwas fehlt, was er mir nicht geben kann. Das bedeutet aber auf der anderen Seite nicht, dass ich mit ihm unglücklich bin. Ich liebe ihn und ich bin glücklich und zufrieden mit dem was wir haben. Aber es fehlt einfach trotzdem ein Teil von mir.
Er hatte ordentlich daran zu knabbern, weil er sich das, wie gesagt, nicht vorstellen kann. Wir haben sehr offen über verschiedene Möglichkeiten gesprochen, bei denen er nicht weiß, ob er das kann. Und für mich ist eine Sache glasklar (und das habe ich ihm auch gesagt): Ich mache nichts, wenn er damit nicht leben kann! Lieber unterdrücke ich weiterhin diesen Teil von mir, als dass ich riskiere, ihn zu verlieren!

So viel mal zum Thema Treue.
Soll ich mich nun gegen einen Menschen, den ich liebe, entscheiden, nur weil dieser mich vielleicht nicht teilen kann? Ja, die Vorstellung, eine offene, ehrliche Dreierbeziehung zu führen ist toll! Ich wäre glücklich und dankbar, wenn das ginge. Aber es ist eben auch nicht immer möglich. Und trotzdem kann ich doch eine Beziehung führen, die eben nicht polyamorös o.ä. ist.
Ich verstehe wirklich nicht, wie man behaupten kann, Bisexuelle lieben nicht so tief wie Lesben oder können nicht treu sein. Sorry, Leute, aber das ist Bullshit! Ich liebe meinen Partner (und es ist tatsächlich Zufall, dass es ein Mann ist) so sehr, dass ich bereit bin, einen Teil von mir für immer abzukanzeln, um ihn nicht zu verletzen oder gar zu verlieren.

Ich habe mich bei Lesarion angemeldet, um Gleichgesinnte zu finden. Um eine mögliche Lösung für meine Zerissenheit zu finden. Um mich einfach auszutauschen mit Frauen, die verstehen was in mir vorgeht. Neben einigen wenigen netten Antworten werde ich aber hier mit Vorurteilen, Beleidigungen, Verallgemeinerungen konfrontiert, die auch negative Erfahrungen nicht mehr rechtfertigen. Im Übrigen wurde ich auch schon übel von Lesben verletzt. Trotzdem käme ich nie auf den Gedanken, Lesben deswegen schlecht zu reden.

Ich habe viel Verständnis für persönliche schlechte Erfahrungen mit individuellen Frauen - ob nun Bi, Homo, Hetero oder was auch immer ist aber dafür irrelevant. Ihr wurdet von einer Person verletzt, unabhängig von der Sexualität. Und von dieser Person dann auf alle zu schließen, die zufällig die gleiche sexuelle Orientierung haben ist schon echt hart. Diese Kritik hat im Übrigen nichts damit zu tun, dass man angeblich in der heutigen Zeit nichts mehr sagen darf (@Norvirginia), sondern schlichtweg damit, dass Verallgemeinerungen nie zutreffend sind. Wie gesagt, nur weil ich mit Lesben schon echt miese Erfahrungen gemacht habe sage ich deswegen nicht, alle Lesben sind Kontrollfreaks - kommt nie mit einer Zusammen. Sorry,Leute, das geht einfach garnicht.

So, das war mein Wort zum Mittwoch und nu bin ich wieder raus und versuche weiter tatsächlich hilfreiche Gleichgesinnte zu finden.

editiert am 08.05.2019 09:09 Beitrag melden Zitatantwort
08.05.2019 09:51
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@mendocinostar..

Ich sehe das anders mit der Verallgemeinerung und besonders dann, wenn sich deutlich mir ein Muster sich zeigt und ich gehe nie nach Standartregeln sondern schöpfe nach meinen Erfahrungen und danach wäge ich ab, ich sehe uns Menschen einfach nicht als Einheitsbrei an, die einten schmeißen gleich die ganze Menschheit in einen einzigen Topf und ich lieber in vielen kleine Töpfe, da hat es zu viele verschiedene Einflüsse. Und kommt bitte nicht mit Brillenträgerin oder alle mit braunen Haaren, das hat nichts mit der inneren Eigenschaften zu tun.

Ich verstehe auch deine Seite, so ist das nicht und auch ich wurde hier mit vergangenem konfrontiert was sehr unschön für mich war, also wenn du entsetzt bist was da so geschrieben wurde ist das deine recht deine Wahrnehmung, mich hat auch schon einiges nicht gepasst.

Du hast den ersten Schritt gemacht mit deinem Mann zusammen, jetzt kannst du entweder was neues erleben oder wenigstens damit abschließen, das ist doch das wichtigste vom ganzen, vorher konntest du das nicht.


editiert am 08.05.2019 09:54 Beitrag melden Zitatantwort
08.05.2019 10:38
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Hallo mendocinostars,

schön, dass du dich wieder gemeldet hast und ich finde es sehr gut, dass du über das "m" in " (m)eine Gefühlswelt" betonst, dass es um dich geht und nicht um alle bisexuellen Frauen dieser Welt. Und ich wünsche dir viel Glück, dass du einen Erfahrungsaustausch mit bisexuellen Frauen findest, die ähnlich fühlen.

Und danke dir, dass du nicht alle Lesben in einen Topf wirfst. Manche Statements erinnern mich an die Homoheilung - einfach mal die Gedanken kontrollieren und dann verschwindet das Begehren.

Da ich selbst mit bisexuellen Frauen zusammen war, kenne ich zumindest einen Teil der Gefühlswelten -.manche hatten den Wunsch der (partiellen) Gleichzeitigkeit und manche übehaupt nicht.

Ich weiß nicht, wie der Stand der Forschung im Bereich der Bisexualität aktuell ist, aber ich las (damals), dass bei manchen bisexuellen Menschen der Wunsch nach beiden Geschlechtern so stark ist, dass sie für eine erfüllte Sexualität partiell oder permanent mit einer Frau und einem Mann zusammen sein wollen. Es wurde aber explizit betont, dass dies nur bei einem Teil der Bisexuellen wäre und es nicht eine Frage von Moral wäre, sondern ein Teil der Sexualität ist.

Für mich als eher monogam veranlagten Menschen, wäre es also sehr wichtig zu wissen, ob eine Lesbe, eine Bisexuelle oder, oder, an sich mit einem Menschen glücklich werden kann. Und deshalb ist es ungeheuer wichtig offen zu sein - das warst du mit deinem Partner, aber wie so oft, ist man sich dessen Konsequenzen nicht bewußt. Kann man das oder nicht. Vielleicht würde es ihm und euch helfen, wenn ihr euch gemeinsam der Bisexualität über die wissenschaftliche Seite nähert - über Bücher, Artikel etc. Das heißt nicht, dass dadurch alles gut wird, aber er würde vielleicht eher verstehen oder zumindest ginge es nicht um das Thema Treue (somit um Moral), sondern um deine Sexualität und auch seine. Und ich wünsche euch sehr, dass es vielleicht doch einen gemeinsamen Weg gibt.

editiert am 08.05.2019 10:39 Beitrag melden Zitatantwort

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