Bin ich dumm oder einfach "nur" verliebt?
Vor einigen Jahren, während ich gerade Abitur machte, bin ich schwer erkrankt. Einige Monate vor der Prüfung musste ich die Schule verlassen, weil ich den Anforderungen aufgrund meiner Erkrankung nicht mehr gewachsen war.
Während der Abi-Zeit gab es an meiner Schule eine Lehrerin, die mir all die Jahre "still" gefallen hat. Sie hat mich zwar nie unterrichtet, aber ich habe sie oft gesehen und mich auch mal mit ihr unterhalten. Es war schön für sie zu schwärmen und gab meinen Tagen in der Schule ein besonderes, süßes Hochgefühl.
In den letzten Monaten vor meinem Abgang in der Schule, hat sie sich, als meine Beratungslehrerin, im Besonderen um mich gekümmert: Sie hat mich zum persönlichen Gespräch gebeten, versucht mit mir einen Ausgleich für meine vielen Fehlzeiten zu finden; Sie ermahnte mich auch, rief mich auf meinem Handy an, wenn ich nicht in der Schule war. Auch in den "schlimmsten" Monaten meldete sie sich und versuchte mir Mut zu machen. Ich war kurz vor meinem Abgang von der Schule sehr verzweifelt, weil ich nichts anderes als mein Abitur schaffen wollte und dann irgendwann feststellen musste, dass es nicht mehr ging. An einem Abend rief meine Lehrerin mich an und machte mir einen Vorschlag, der meinem Leben wieder einen Sinn gab: Sie schlug mir vor ein Jahr auszusetzen und danach die Dreizehnte Klasse zu wiederholen.
Plötzlich ging alles ganz schnell: Ich ging von der Schule, ohne mich zu verabschieden. Von heute auf morgen. Es hat mir leid getan, ich war aber auch erstmal befreit.
In den Wochen nach meinem Abgang und noch viele Monate danach, dachte ich oft meine Lehrerin und ihr Engagement. Ich dachte an sie persönlich, ihre Schönheit, ich dachte auch zärtlich an sie. Auch als es mir längst viel besser ging.
Die 13. Klasse habe ich nie wiederholt, sondern habe eine Ausbildung begonnen, die ich gut beendet habe. Danach habe ich mich drei Jahre an einer FH weitergebildet und habe heute einen guten Job mit dem ich sehr zufrieden bin.
Lange Rede....
Vor vier Jahren bin ich umgezogen und wohne nun (was ich vorher nicht wusste) in der Nähe meiner damaligen Lehrerin. Ich sehe sie nun gelegentlich und es hat mich von anfang an sehr bewegt. Ich hatte damals versäumt mich bei ihr zu verabschieden, mich bei ihr zu bedanken. Sie erkannte mich zuerst nicht wieder, als wir uns die ersten Male begegneten, weil ich mich äußerlich sehr verändert habe. Nach unzähligen zufälligen Begegnungen, war ich mutig und sprach sie an. Sie erinnerte sich nun prompt. Ich lud sie zu mir nach Hause ein, wir tranken Tee, ich bedankte mich bei ihr. Ich sagte ihr liebe Dinge, lobte sie und war später selbst erstaunt über meinen Mut.
Sie gefällt mir noch immer genauso wie damals. Sie ist wunderschön, voller Herzensgüte und immer freundlich. Manchmal etwas verirrt, aber immer authentisch.
Nun bin ich keine 16 mehr und weiß, dass ihr Engagement von damals zu ihrer "Aufgabe" als Lehrerin gehörte. Trotzdem aber ihre "Herzensgüte" auch eine Rolle gespielt hat.
Sie weiß nicht, dass ich sie so sehr mag, dass sie mir gefällt und ich auch zärtlich an sie denke.
Sie ist um drei Jahrzehnte älter als ich, ebenso lange verheiratet.
Ich bin nicht so egoistisch um nicht auch an sie zu denken. Mir geht es nicht mal schlecht. Im Gegenteil. Wenn ich sie sehe, dann füllt sich jedesmal mein Herz mit ihr auf. Es springt mir fast aus der Brust, mein Atem setzt aus. Gestern begegneten wir uns und wir unterhielten uns kurz. Alles, was sie sagt ist immer sehr liebevoll und gescheit. Sie lächelt unentwegt. Manchmal möchte ich sie einfach in den Arm nehmen und nie wieder loslassen. Es fühlt sich für den Moment entsetzlich an, wenn sie sich dann wieder von mir verabschiedet.
Wertvolle Menschen habe ich gern in meiner Nähe! Sie ist mir wertvoll. In Anbetracht der Für und Wider und unserer beider Lebensgeschichten, habe ich nicht vor ihr den Hof zu machen. Ganz egal, ob sie dafür empfänglich wäre. Ich möchte die Zeit mit ihr genießen und weiß nicht recht, wie ich es anstellen soll, ihr öfter zu begegnen, sie einzuladen, ihr zu schreiben.... OHNE aufdringlich zu sein.
Dann habe ich Angst, vor meiner eigenen Unberechenbarkeit. Würde ich mich vor ihre Füße werfen und ihr sagen, dass ich sie gern habe?
Liebe muss man nicht immer hinter sich lassen, um überleben zu können. Kann man sie nicht auch schweigend genießen? Sie als einen Wert sehen? Etwas, dass immer im Herzen bleibt, ohne dass man es herauslässt. Dort herauslässt, wo es nicht hin gehört.
Sollte man hier lieber genießen? Schweigen?
Oder versuchen, wie weit es gehen könnte?
Bin ich dumm oder einfach "nur" verliebt?
Während der Abi-Zeit gab es an meiner Schule eine Lehrerin, die mir all die Jahre "still" gefallen hat. Sie hat mich zwar nie unterrichtet, aber ich habe sie oft gesehen und mich auch mal mit ihr unterhalten. Es war schön für sie zu schwärmen und gab meinen Tagen in der Schule ein besonderes, süßes Hochgefühl.
In den letzten Monaten vor meinem Abgang in der Schule, hat sie sich, als meine Beratungslehrerin, im Besonderen um mich gekümmert: Sie hat mich zum persönlichen Gespräch gebeten, versucht mit mir einen Ausgleich für meine vielen Fehlzeiten zu finden; Sie ermahnte mich auch, rief mich auf meinem Handy an, wenn ich nicht in der Schule war. Auch in den "schlimmsten" Monaten meldete sie sich und versuchte mir Mut zu machen. Ich war kurz vor meinem Abgang von der Schule sehr verzweifelt, weil ich nichts anderes als mein Abitur schaffen wollte und dann irgendwann feststellen musste, dass es nicht mehr ging. An einem Abend rief meine Lehrerin mich an und machte mir einen Vorschlag, der meinem Leben wieder einen Sinn gab: Sie schlug mir vor ein Jahr auszusetzen und danach die Dreizehnte Klasse zu wiederholen.
Plötzlich ging alles ganz schnell: Ich ging von der Schule, ohne mich zu verabschieden. Von heute auf morgen. Es hat mir leid getan, ich war aber auch erstmal befreit.
In den Wochen nach meinem Abgang und noch viele Monate danach, dachte ich oft meine Lehrerin und ihr Engagement. Ich dachte an sie persönlich, ihre Schönheit, ich dachte auch zärtlich an sie. Auch als es mir längst viel besser ging.
Die 13. Klasse habe ich nie wiederholt, sondern habe eine Ausbildung begonnen, die ich gut beendet habe. Danach habe ich mich drei Jahre an einer FH weitergebildet und habe heute einen guten Job mit dem ich sehr zufrieden bin.
Lange Rede....
Vor vier Jahren bin ich umgezogen und wohne nun (was ich vorher nicht wusste) in der Nähe meiner damaligen Lehrerin. Ich sehe sie nun gelegentlich und es hat mich von anfang an sehr bewegt. Ich hatte damals versäumt mich bei ihr zu verabschieden, mich bei ihr zu bedanken. Sie erkannte mich zuerst nicht wieder, als wir uns die ersten Male begegneten, weil ich mich äußerlich sehr verändert habe. Nach unzähligen zufälligen Begegnungen, war ich mutig und sprach sie an. Sie erinnerte sich nun prompt. Ich lud sie zu mir nach Hause ein, wir tranken Tee, ich bedankte mich bei ihr. Ich sagte ihr liebe Dinge, lobte sie und war später selbst erstaunt über meinen Mut.
Sie gefällt mir noch immer genauso wie damals. Sie ist wunderschön, voller Herzensgüte und immer freundlich. Manchmal etwas verirrt, aber immer authentisch.
Nun bin ich keine 16 mehr und weiß, dass ihr Engagement von damals zu ihrer "Aufgabe" als Lehrerin gehörte. Trotzdem aber ihre "Herzensgüte" auch eine Rolle gespielt hat.
Sie weiß nicht, dass ich sie so sehr mag, dass sie mir gefällt und ich auch zärtlich an sie denke.
Sie ist um drei Jahrzehnte älter als ich, ebenso lange verheiratet.
Ich bin nicht so egoistisch um nicht auch an sie zu denken. Mir geht es nicht mal schlecht. Im Gegenteil. Wenn ich sie sehe, dann füllt sich jedesmal mein Herz mit ihr auf. Es springt mir fast aus der Brust, mein Atem setzt aus. Gestern begegneten wir uns und wir unterhielten uns kurz. Alles, was sie sagt ist immer sehr liebevoll und gescheit. Sie lächelt unentwegt. Manchmal möchte ich sie einfach in den Arm nehmen und nie wieder loslassen. Es fühlt sich für den Moment entsetzlich an, wenn sie sich dann wieder von mir verabschiedet.
Wertvolle Menschen habe ich gern in meiner Nähe! Sie ist mir wertvoll. In Anbetracht der Für und Wider und unserer beider Lebensgeschichten, habe ich nicht vor ihr den Hof zu machen. Ganz egal, ob sie dafür empfänglich wäre. Ich möchte die Zeit mit ihr genießen und weiß nicht recht, wie ich es anstellen soll, ihr öfter zu begegnen, sie einzuladen, ihr zu schreiben.... OHNE aufdringlich zu sein.
Dann habe ich Angst, vor meiner eigenen Unberechenbarkeit. Würde ich mich vor ihre Füße werfen und ihr sagen, dass ich sie gern habe?
Liebe muss man nicht immer hinter sich lassen, um überleben zu können. Kann man sie nicht auch schweigend genießen? Sie als einen Wert sehen? Etwas, dass immer im Herzen bleibt, ohne dass man es herauslässt. Dort herauslässt, wo es nicht hin gehört.
Sollte man hier lieber genießen? Schweigen?
Oder versuchen, wie weit es gehen könnte?
Bin ich dumm oder einfach "nur" verliebt?