Biog. einer Außenseiterin
hallo, weiß nicht, ob es sonderlich gut geschrieben ist, ist auch ein wenig lang, aber ich musste das einfach mal verfassen...
Biografie einer Außenseiterin
Als sie mit 3 in den Kindergarten kam,
hänselten sie die anderen, weil sie rote Haare hatte
sie kam jeden Tag weinend nach Hause
weil es ihr kleines Herz verletzte
die Kinder lachten sie aus
und stempelten sie als Heulsuse ab
Als sie in die Schule kam, hatte sie schon den Ruf der Heulsuse
Die anderen mieden sie, schlossen sie aus
Sie versuchte am Anfang noch dazu zu gehören, doch es hatte keinen Sinn
Denn sie war auch schlecht in Mathe und die andren ärgerten sie deswegen
Zuhause lag sie ihrer Mutter weinend in den Armen
Als sie von der Grundschule auf die Realschule wechselte
Startete sie einen letzten Versuch sich anzupassen
Doch die anderen mieden und mobbten sie auf heftigste Art
Weil sie die falschen Klamotten trug
Und die falsche Musik hörte
Sie gab es auf und kapselte sich
Sie bemühte sich nicht mehr um die anderen
Die sie ausschlossen, weil sie war, wie sie ist
Lieber alleine als ständig verletzt zu werden
Der Lehrer schrieb in ihr Zeugnis:
Sozialverhalten 6 –
Und: sie kann sich nicht in die Klassengemeinschaft integrieren
Heimlich weinte sie Tränen in ihrem Zimmer
Als sie nach der Realschule einen Ausbildungsplatz suchte
Hatte sie es schwer einen zu finden
Weil die Arbeitgeber gehört hatten, dass sie ein schlechtes Sozialverhalten an den Tag legte
Bestimmt vertickt sie auch noch Drogen oder verprügelt Kinder...
Als sie endlich einen Ausbildungsplatz gefunden hatte
War ihr ihr Ruf schon vorrausgeeilt
Die Kollegen mieden sie
Niemand redete mit ihr , niemand saß mit ihr am Mittagstisch
Denn eine, die nicht versucht sich der Gemeinschaft anzupassen
Hat auch keine Gemeinschaft verdient
Ein paar mal versuchte sie Freundschaften zu knüpfen
Doch sie wurde ausgeschlossen
Als sie daheim in ihrem Zimmer saß, verbot sie sich zu weinen
Weil sie glaubte, alles sei ihre Schuld, weil sie anders war
Sie hatte keine Gemeinschaft verdient, weil sie anders war, als die Masse
Sie fraß es in sich hinnein, schluckte es alles runter
Als sie mit 17 und schon ein halbes Jahr in der Ausbildung war
Stellte sie fest, dass sie lesbisch war
Als das ihre bis einzige Freundin erfuhr, die sie noch hatte
Kündigte sie ihr die Freundschaft, weil das abnormal wäre
Und erzählte Lügen über sie
Sie kämpfte um ihre Freundschaft und verlor
Leute erzählten sich auf der Straße:
Es ist kein Wunder, die konnte sich ja schon im Kindergarten nicht benehmen
Heimlich in der Nacht schnitt sie mit einem Messer kleine Wunden in ihre Haut
Weil sie den Schmerz nicht mehr ertragen konnte
Als sie mit 19 ihre erste Freundin hatte
Und sie Händchenhaltend durch die Straßen liefen
Wurden sie von den Leuten angepöbelt
Dass es so was in der Gesellschaft gibt
Aber sie wäre ja schon immer komisch gewesen
Und konnte sich noch nie anpassen
Sie war schon immer ein Sonderfall
Außerdem ritzt sie
Und wer so was tut, hat in der Gesellschaft nicht verloren
Das war der Moment, wo sie versuchte ihren Schmerz mit Drogen zu verdrängen
Als sie mit 21 nach einer Überdosis Heroin ins Krankenhaus eingeliefert worden war
Waren die Leute geschockt!
Wie kann ein Mensch nur so tief sinken?
Bestimmt verkauft sie das Zeug auch
Wer Drogen nimmt ist assozial
Aber das war ja schon klar, so wie sie sich seit der Kindheit benahm
Immer anders! Da musste sie irgendwann abstürzen
Die Leute schauten sie nicht mehr an!
Sprachen kein Wort mehr mit ihr
Und ihre geliebte kleine Schwester
Sie fing an sich abzumagern, um wenigstens ein bisschen dazuzugehören
Als sie mit 22 nach einem Leben voller Qual
Nach SVV, Drogenabhängigkeit und Magersucht
Und vielen Tränen
Und fehlgeschlagenen Versuchen dazu zu gehören
Aus dem Fenster sprang
Schüttelten die Leute nur den Kopf!
Sie sagten da sähe man mal wieder, was dabei rauskommt
Wenn man sich partout nicht anpassen kann
Wenn man sich nicht anpassen will
Sie sagten typisch Außenseiter
Kind, das nicht dazu gehören will
Sie gaben den Eltern die Schuld an ihrem Tod
Denn die hätten das Kind ja schon in der Grundschule verzogen
Es dauerte keine 3 Tage, bis ihr Grabstein den Grafity- Schriftzug
„asozial“ trug und damit die Gedanken der Leute aussprach
Erst Jahre später fand man ihren Abschiedsbrief:
Im Kindergarten hab ich versucht dazu zu gehören und wurde verstoßen, weil ich rote Haare hatte
In der Grundschule hab ich versucht dazu zu gehören und wurde verstoßen weil ich über das Verstoßenwerden weinte und schlechte Noten schrieb
In der Realschule wusste ich schon, dass sie mich verstoßen würden, doch ich habe noch versucht dazu zu gehören und wurde wieder verstoßen, weil ich einen anderen Musik- und Klamottengeschmack hatte. Und weil ich den Schmerz über das verstoßen werden nicht mehr ertragen konnte, zog ich mich zurück. Mein Lehrer schrieb „schlechtes sozialverhalten“ doch wie soll ich mich einfügen in eine Gesellschaft, die mich nicht will?
Als ich einen Ausbildungsplatz suchte, hatte ich es schwer, weil ich nicht zur Gemeinschaft gehörte, die mich verstieß.
Als ich einen Arbeitsplatz hatte, mieden sie mich, weil mich die Gemeinschaft, zu der ich gehören wollte, aber es aufgegeben hatte, verstieß.
Als ich erkannte, dass ich Frauen liebte, verstieß mich meine einzige Freundin, nur weil ich anders war, dabei hätte ich diese Freundschaft gewollte. Andere Freunde hatte ich nicht, weil wie gesagt, ihr mich verstoßen habt. Weil ich den Schmerz nicht mehr ertragen konnte, fing ich an zu ritzen. Und ihr habt mich wieder verstoßen, weil ich anders bin und weil ich in meinem Schmerz anfing zu ritzen. Als ich es nicht mehr ertragen konnte, wie sehr ihr mich ausschließt, weil ich ritze und weil ich anders bin, weil es so weh tat, fing ich an Drogen zu nehmen. Doch wieder habt ihr mich nur noch mehr verstoßen. Als ich alles nicht mehr aushielt und eine Überdosis nahm, habt ihr mich auch wieder verstoßen. Und kein Wort mehr mit mir geredet, ihr sagtet, ich sei assozial!
Ist es etwa sozial jemanden aus einer Gemeinschaft rauszuwerfen, weil er ein wenig anders ist?
Ist es etwa fair, mir Vorwürfe zu machen, dass ich mich abkapsel, wenn ich durch euch nur verletzt werde?
Ich habe immer wieder und immer wieder und immer wieder versucht dazu zu gehören
Und immer und immer wieder habt ihr mich ausgeschlossen
Mehr noch: ihr habt mich psychisch und körperlich verletzt
Bis ich nicht mehr konnte!
Und selbst da habt ihr mir noch Vorwürfe gemacht
Wenn ihr das sozial nennt, wenn ihr das Gesellschaft nennt.
Wenn ihr andere verstoßt, nur weil sie anders sind als ihr,
dann will ich in dieser Welt eurer Lügen nicht mehr leben
machts gut!
Biografie einer Außenseiterin
Als sie mit 3 in den Kindergarten kam,
hänselten sie die anderen, weil sie rote Haare hatte
sie kam jeden Tag weinend nach Hause
weil es ihr kleines Herz verletzte
die Kinder lachten sie aus
und stempelten sie als Heulsuse ab
Als sie in die Schule kam, hatte sie schon den Ruf der Heulsuse
Die anderen mieden sie, schlossen sie aus
Sie versuchte am Anfang noch dazu zu gehören, doch es hatte keinen Sinn
Denn sie war auch schlecht in Mathe und die andren ärgerten sie deswegen
Zuhause lag sie ihrer Mutter weinend in den Armen
Als sie von der Grundschule auf die Realschule wechselte
Startete sie einen letzten Versuch sich anzupassen
Doch die anderen mieden und mobbten sie auf heftigste Art
Weil sie die falschen Klamotten trug
Und die falsche Musik hörte
Sie gab es auf und kapselte sich
Sie bemühte sich nicht mehr um die anderen
Die sie ausschlossen, weil sie war, wie sie ist
Lieber alleine als ständig verletzt zu werden
Der Lehrer schrieb in ihr Zeugnis:
Sozialverhalten 6 –
Und: sie kann sich nicht in die Klassengemeinschaft integrieren
Heimlich weinte sie Tränen in ihrem Zimmer
Als sie nach der Realschule einen Ausbildungsplatz suchte
Hatte sie es schwer einen zu finden
Weil die Arbeitgeber gehört hatten, dass sie ein schlechtes Sozialverhalten an den Tag legte
Bestimmt vertickt sie auch noch Drogen oder verprügelt Kinder...
Als sie endlich einen Ausbildungsplatz gefunden hatte
War ihr ihr Ruf schon vorrausgeeilt
Die Kollegen mieden sie
Niemand redete mit ihr , niemand saß mit ihr am Mittagstisch
Denn eine, die nicht versucht sich der Gemeinschaft anzupassen
Hat auch keine Gemeinschaft verdient
Ein paar mal versuchte sie Freundschaften zu knüpfen
Doch sie wurde ausgeschlossen
Als sie daheim in ihrem Zimmer saß, verbot sie sich zu weinen
Weil sie glaubte, alles sei ihre Schuld, weil sie anders war
Sie hatte keine Gemeinschaft verdient, weil sie anders war, als die Masse
Sie fraß es in sich hinnein, schluckte es alles runter
Als sie mit 17 und schon ein halbes Jahr in der Ausbildung war
Stellte sie fest, dass sie lesbisch war
Als das ihre bis einzige Freundin erfuhr, die sie noch hatte
Kündigte sie ihr die Freundschaft, weil das abnormal wäre
Und erzählte Lügen über sie
Sie kämpfte um ihre Freundschaft und verlor
Leute erzählten sich auf der Straße:
Es ist kein Wunder, die konnte sich ja schon im Kindergarten nicht benehmen
Heimlich in der Nacht schnitt sie mit einem Messer kleine Wunden in ihre Haut
Weil sie den Schmerz nicht mehr ertragen konnte
Als sie mit 19 ihre erste Freundin hatte
Und sie Händchenhaltend durch die Straßen liefen
Wurden sie von den Leuten angepöbelt
Dass es so was in der Gesellschaft gibt
Aber sie wäre ja schon immer komisch gewesen
Und konnte sich noch nie anpassen
Sie war schon immer ein Sonderfall
Außerdem ritzt sie
Und wer so was tut, hat in der Gesellschaft nicht verloren
Das war der Moment, wo sie versuchte ihren Schmerz mit Drogen zu verdrängen
Als sie mit 21 nach einer Überdosis Heroin ins Krankenhaus eingeliefert worden war
Waren die Leute geschockt!
Wie kann ein Mensch nur so tief sinken?
Bestimmt verkauft sie das Zeug auch
Wer Drogen nimmt ist assozial
Aber das war ja schon klar, so wie sie sich seit der Kindheit benahm
Immer anders! Da musste sie irgendwann abstürzen
Die Leute schauten sie nicht mehr an!
Sprachen kein Wort mehr mit ihr
Und ihre geliebte kleine Schwester
Sie fing an sich abzumagern, um wenigstens ein bisschen dazuzugehören
Als sie mit 22 nach einem Leben voller Qual
Nach SVV, Drogenabhängigkeit und Magersucht
Und vielen Tränen
Und fehlgeschlagenen Versuchen dazu zu gehören
Aus dem Fenster sprang
Schüttelten die Leute nur den Kopf!
Sie sagten da sähe man mal wieder, was dabei rauskommt
Wenn man sich partout nicht anpassen kann
Wenn man sich nicht anpassen will
Sie sagten typisch Außenseiter
Kind, das nicht dazu gehören will
Sie gaben den Eltern die Schuld an ihrem Tod
Denn die hätten das Kind ja schon in der Grundschule verzogen
Es dauerte keine 3 Tage, bis ihr Grabstein den Grafity- Schriftzug
„asozial“ trug und damit die Gedanken der Leute aussprach
Erst Jahre später fand man ihren Abschiedsbrief:
Im Kindergarten hab ich versucht dazu zu gehören und wurde verstoßen, weil ich rote Haare hatte
In der Grundschule hab ich versucht dazu zu gehören und wurde verstoßen weil ich über das Verstoßenwerden weinte und schlechte Noten schrieb
In der Realschule wusste ich schon, dass sie mich verstoßen würden, doch ich habe noch versucht dazu zu gehören und wurde wieder verstoßen, weil ich einen anderen Musik- und Klamottengeschmack hatte. Und weil ich den Schmerz über das verstoßen werden nicht mehr ertragen konnte, zog ich mich zurück. Mein Lehrer schrieb „schlechtes sozialverhalten“ doch wie soll ich mich einfügen in eine Gesellschaft, die mich nicht will?
Als ich einen Ausbildungsplatz suchte, hatte ich es schwer, weil ich nicht zur Gemeinschaft gehörte, die mich verstieß.
Als ich einen Arbeitsplatz hatte, mieden sie mich, weil mich die Gemeinschaft, zu der ich gehören wollte, aber es aufgegeben hatte, verstieß.
Als ich erkannte, dass ich Frauen liebte, verstieß mich meine einzige Freundin, nur weil ich anders war, dabei hätte ich diese Freundschaft gewollte. Andere Freunde hatte ich nicht, weil wie gesagt, ihr mich verstoßen habt. Weil ich den Schmerz nicht mehr ertragen konnte, fing ich an zu ritzen. Und ihr habt mich wieder verstoßen, weil ich anders bin und weil ich in meinem Schmerz anfing zu ritzen. Als ich es nicht mehr ertragen konnte, wie sehr ihr mich ausschließt, weil ich ritze und weil ich anders bin, weil es so weh tat, fing ich an Drogen zu nehmen. Doch wieder habt ihr mich nur noch mehr verstoßen. Als ich alles nicht mehr aushielt und eine Überdosis nahm, habt ihr mich auch wieder verstoßen. Und kein Wort mehr mit mir geredet, ihr sagtet, ich sei assozial!
Ist es etwa sozial jemanden aus einer Gemeinschaft rauszuwerfen, weil er ein wenig anders ist?
Ist es etwa fair, mir Vorwürfe zu machen, dass ich mich abkapsel, wenn ich durch euch nur verletzt werde?
Ich habe immer wieder und immer wieder und immer wieder versucht dazu zu gehören
Und immer und immer wieder habt ihr mich ausgeschlossen
Mehr noch: ihr habt mich psychisch und körperlich verletzt
Bis ich nicht mehr konnte!
Und selbst da habt ihr mir noch Vorwürfe gemacht
Wenn ihr das sozial nennt, wenn ihr das Gesellschaft nennt.
Wenn ihr andere verstoßt, nur weil sie anders sind als ihr,
dann will ich in dieser Welt eurer Lügen nicht mehr leben
machts gut!