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Dampf ablassen

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Seite: 1 |

02.04.2020 20:17
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Hallo zusammen,

Bis vor kurzen war ich blind! Blind vor Liebe! Oder verliebt in eine Narzisstin oder doch Borderlinerin? Keine Ahnung! Schwer zu sagen. Ich habe viel zu lange gebraucht, um davon loszukommen! Mir selbst war nach 3 Monaten eigentlich klar, dass es nichts von langer dauer sein wird, jedoch ging ich immer wieder zurück! Anfangs (3 Monate) war alles super, viele unternehmungen, viel spaß, super sex. Dann mit einem Mal, als ich mal wieder, wie abgesprochen, zu ihr fuhr, sagte Sie mir auf halber Strecke, ich solle umdrehen, ich brauche nicht zu ihr kommen. Sollte ich bei ihr dennoch auftauchen, würde sie die Polizei rufen. Es hat sich erledigt. Von jetzt auf gleich. Also fuhr ich heim! Ich war so doof und bin der Frau noch hinterhergelaufen! Wie kann man nur, denke ich heute! Naja, wie dem auch sei! wir wohnten anfangs 300 km auseinander!Zuhause Weinte ich, und zog mich zurück. 2 Tage später, nach lager bettelei von mir, durfte ich zu ihr kommen. ICh ließ alles stehen und liegen (verlor deshalb meinen Job) und fuhr zu ihr. Wieder 2-3 Monate alles super. Solange ich machte, was sie wollte (DAS WEIß ICH JETZT!) Das ganze lief fast 4 Jahre! Immer hin und her, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich nach dem 1. halben Jahr, im Auto geschlafen habe, oder sie mich nachts vor die Tür setzte, ich dann nachts heim fuhr um am nächsten / übernächsten Tag wieder zu ihr zu fahren! Ich war einfach DUMM! Das kann ich heute sagen, dumm vor liebe, war es liebe? fühlte ich mich vielleicht eher abhängig? KEINE AHNUNG! Jedenfalls ist sie, trotz des ganzen hin und her, irgendwann zu mir gezogen, wenn ich heute darüber nachdenke, habe ich damals schon gewusst, dass es eine ganz scheiß idee war und ich eigentlich nur angst davor hatte alleine zu sein! Naja, somit wohnten wir zusammen. Ihre Sachen hat sie bis jetzt nicht ausgepackt, und das obwohl sie schon über 1 Jahr bei mir wohnt. In diesem Jahr, bin ich schon 3 mal gegangen! Gegangen, weil sie mich ständig anschrie, geschlagen hat und mich dermaßen beschimpfte, sodass die Nachbarn mehrfach die Polizei gerufen haben. 2x musste sie auch die Wohnung verlassen! Es war ja schließlich meine Wohnung! Jetzt, da ich weiß, dass ich sehr gut alleine sein kann, DANKE AN DIE EX: die mich immer alleine ließ und ich ständig auf dem Sofa schlafen musste, obwohl es meine WOhnung, mein Schlafzimmer, mein Bett ist!, habe ich die Wohnung gekündigt und habe zum Glück ganz schnell eine super niedliche Wohnung im Nachbarort gefunden. Wo ich gesterrn offiziell eingezogen bin. Ich bin einfach so glücklich, dass ich nicht mehr den ganzen Tag mit 200 % laufen muss und immer aufpassen muss, es ihr recht zu machen, ich muss nicht mehr aufpassen, dass ich das Messer direkt abspüle, dass ich auch mal etwas einfach auf dem Tisch liegen lassen kann, ohne 2 min später dafür angemault und beleidigt zu werden. Ich bin so glücklich, dass ich endlich mich selbst gefunden habe und ich einfach alleine sein kann.

Hättet ihr eure Wohnung auch aufgegeben?

Sie warf mir so oft vor, ich sei nicht treu, dabei hat sie heimlich mit Frauen geschrieben oder telefoniert. Heimlich, eingeschlossen im Schlafzimmer. Ich bin ja nicht taub!

Warum kam ich von der Frau so lange nicht los?

Jetzt ist sie seit 3 Monaten blockiert, mir geht es besser denn je und ich führe wieder mein Leben!

LG Patti

02.04.2020 22:07
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Man möchte WEINEN, wenn man deinen Text liest.
Meine Güte, armes Mädel.

Möchtest du wirklich nur die Frage beantwortet haben, ob wir unsere Wohnung aufgegeben hätten?

(Unter diesen Umständen übrigens NIE IM LEBEN, ich hätte sie weder einziehen lassen, noch wäre ich geflüchtet, sondern hätte sie rausgeworfen.).

Was möchtest du, dass wir mit deinem Text tun? Inhaltlich drauf eingehen?

Was ich dir sagen möchte, ist auf jeden Fall: GLÜCKWUNSCH zum Ablösen.
Viel zu spät. Viele, viele Wunden zu spät. ABER geschafft.

Ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal, dass du in Zukunft eine viel größere Ich-Liebe aufbauen kannst... zur Not tatsächlich mal mit einer Verhaltenstherapie. Das ist nichts Peinliches, manchmal ist es einfach nötig, um sich selbst im Alltag zu stärken.

Die erste Phase der Stärkung hast du mit dem Blockieren schon hinbekommen.

NIEMAND ist es wert, so behandelt zu werden.
Niemand.

editiert am 02.04.2020 22:08 Beitrag melden Zitatantwort
02.04.2020 22:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.04.2020 um 20:17:

Hallo zusammen,

Bis vor kurzen war ich blind! Blind vor Liebe! Oder verliebt in eine Narzisstin oder doch Borderlinerin? Keine Ahnung! Schwer zu sagen. Ich habe viel zu lange gebraucht, um davon loszukommen! Mir selbst war nach 3 Monaten eigentlich klar, dass es nichts von langer dauer sein wird, jedoch ging ich immer wieder zurück! Anfangs (3 Monate) war alles super, viele unternehmungen, viel spaß, super sex. Dann mit einem Mal, als ich mal wieder, wie abgesprochen, zu ihr fuhr, sagte Sie mir auf halber Strecke, ich solle umdrehen, ich brauche nicht zu ihr kommen. Sollte ich bei ihr dennoch auftauchen, würde sie die Polizei rufen. Es hat sich erledigt. Von jetzt auf gleich. Also fuhr ich heim! Ich war so doof und bin der Frau noch hinterhergelaufen! Wie kann man nur, denke ich heute! Naja, wie dem auch sei! wir wohnten anfangs 300 km auseinander!Zuhause Weinte ich, und zog mich zurück. 2 Tage später, nach lager bettelei von mir, durfte ich zu ihr kommen. ICh ließ alles stehen und liegen (verlor deshalb meinen Job) und fuhr zu ihr. Wieder 2-3 Monate alles super. Solange ich machte, was sie wollte (DAS WEIß ICH JETZT!) Das ganze lief fast 4 Jahre! Immer hin und her, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich nach dem 1. halben Jahr, im Auto geschlafen habe, oder sie mich nachts vor die Tür setzte, ich dann nachts heim fuhr um am nächsten / übernächsten Tag wieder zu ihr zu fahren! Ich war einfach DUMM! Das kann ich heute sagen, dumm vor liebe, war es liebe? fühlte ich mich vielleicht eher abhängig? KEINE AHNUNG! Jedenfalls ist sie, trotz des ganzen hin und her, irgendwann zu mir gezogen, wenn ich heute darüber nachdenke, habe ich damals schon gewusst, dass es eine ganz scheiß idee war und ich eigentlich nur angst davor hatte alleine zu sein! Naja, somit wohnten wir zusammen. Ihre Sachen hat sie bis jetzt nicht ausgepackt, und das obwohl sie schon über 1 Jahr bei mir wohnt. In diesem Jahr, bin ich schon 3 mal gegangen! Gegangen, weil sie mich ständig anschrie, geschlagen hat und mich dermaßen beschimpfte, sodass die Nachbarn mehrfach die Polizei gerufen haben. 2x musste sie auch die Wohnung verlassen! Es war ja schließlich meine Wohnung! Jetzt, da ich weiß, dass ich sehr gut alleine sein kann, DANKE AN DIE EX: die mich immer alleine ließ und ich ständig auf dem Sofa schlafen musste, obwohl es meine WOhnung, mein Schlafzimmer, mein Bett ist!, habe ich die Wohnung gekündigt und habe zum Glück ganz schnell eine super niedliche Wohnung im Nachbarort gefunden. Wo ich gesterrn offiziell eingezogen bin. Ich bin einfach so glücklich, dass ich nicht mehr den ganzen Tag mit 200 % laufen muss und immer aufpassen muss, es ihr recht zu machen, ich muss nicht mehr aufpassen, dass ich das Messer direkt abspüle, dass ich auch mal etwas einfach auf dem Tisch liegen lassen kann, ohne 2 min später dafür angemault und beleidigt zu werden. Ich bin so glücklich, dass ich endlich mich selbst gefunden habe und ich einfach alleine sein kann.

Hättet ihr eure Wohnung auch aufgegeben?

Sie warf mir so oft vor, ich sei nicht treu, dabei hat sie heimlich mit Frauen geschrieben oder telefoniert. Heimlich, eingeschlossen im Schlafzimmer. Ich bin ja nicht taub!

Warum kam ich von der Frau so lange nicht los?

Jetzt ist sie seit 3 Monaten blockiert, mir geht es besser denn je und ich führe wieder mein Leben!

LG Patti


Ich kann mich weder in Deine Motive für Dein Verhalten bis zur Wohnungskündigung wirklich 'reindenken noch würde Dir meine Antwort auf Deine erste Frage weiter helfen.
Dass Du die, zuerst Deine dann zuletzt gemeinsame, Wohnung gekündigt hast, finde ich past in das Spektrum dessen, was m.M.n. in das Verhalten eines Menschen passt, der die geschilderte 4-jährige "Vorgeschichte" mitgetragen hat.

Ich finde es sehr, sehr gut, dass Du jetzt in einer Umgebung bist in der Du Dich wohl fühlst.
Hilfreich mag es sein mit neutraler Hilfe die 4-jährige "Odyssee" zumindest dahingehend aufzuarbeiten, als dass Du erkennst, wie s dazu kommen konnte - wie Du solche & ähnliche "Fallen" viel früher erkennen, und, viel wichtiger, Dich davor schützen kannst und mußt.
Deine Freude am "Zocken" zeigt, dass Du auch eine andere Seite hast.
U.a. diese andere Seite kann und wird Dir helfen gute Ansprechpartnerinnen für die Aufarbeitung der "Odyssee" etc. zu finden, da bin ich mir sicher.

.
Hanna


03.04.2020 02:02
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ich würde eine neue Wohnung suchen und beziehen nicht als flüchten bezeichnen. 'man' muß nicht an allen Fronten kämpfen, oder alle gleich. ich finde weggehen eine super Idee und es durchziehen: gut gemacht!!


03.04.2020 08:43
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Ja, ich hätte meine Wohnung aufgegeben.
Alles andere hätte zu mehr Streit und Drama geführt,
und das hätte ihr wohl so gefallen.

Und Du bist nicht von ihr losgekommen, weil sie mit Dir Jojo gespielt hat.
Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, ein ständiges Hinundher, bei dem Du nicht mehr zum Nachdenken kommst.

Und drittens, Du bist immer noch in der Erholungsphase von dieser Beziehung, und die kann durchaus ein bis zwei Jahre dauern, und es kann (muß nicht) dabei auch noch Einbrüche geben. Das ist völlig normal, und Du bist völlig in Ordnung.
Lerne daraus, damit Du Dich in Zukunft vor sowas schützen kannst.
Erstmal friedliche Ostern,
Gruß, trix


editiert am 03.04.2020 08:46 Beitrag melden Zitatantwort
03.04.2020 10:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.04.2020 um 22:07:

Man möchte WEINEN, wenn man deinen Text liest.
Meine Güte, armes Mädel.

Möchtest du wirklich nur die Frage beantwortet haben, ob wir unsere Wohnung aufgegeben hätten?

(Unter diesen Umständen übrigens NIE IM LEBEN, ich hätte sie weder einziehen lassen, noch wäre ich geflüchtet, sondern hätte sie rausgeworfen.).

Was möchtest du, dass wir mit deinem Text tun? Inhaltlich drauf eingehen?

Was ich dir sagen möchte, ist auf jeden Fall: GLÜCKWUNSCH zum Ablösen.
Viel zu spät. Viele, viele Wunden zu spät. ABER geschafft.

Ich wünsche dir auf jeden Fall schon mal, dass du in Zukunft eine viel größere Ich-Liebe aufbauen kannst... zur Not tatsächlich mal mit einer Verhaltenstherapie. Das ist nichts Peinliches, manchmal ist es einfach nötig, um sich selbst im Alltag zu stärken.

Die erste Phase der Stärkung hast du mit dem Blockieren schon hinbekommen.

NIEMAND ist es wert, so behandelt zu werden.
Niemand.


Hallo Isa,
danke für deine Worte.
Gern könnt ihr auch auf den Text eingehen. Verarbeitung tut mir glaube ich ganz gut.
Bzgl. der Wohnung: ich habe versucht, sie mehrfach rauszuschmeißen, jedoch drohte sie mir mit Polizei, Anwalt und schläge, wenn ich sie vor die Tür setze. Sie schloss sich dann ins Zimmer ein und beleidigte.



03.04.2020 10:31
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.04.2020 um 08:43:

Ja, ich hätte meine Wohnung aufgegeben.
Alles andere hätte zu mehr Streit und Drama geführt,
und das hätte ihr wohl so gefallen.

Und Du bist nicht von ihr losgekommen, weil sie mit Dir Jojo gespielt hat.
Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt, ein ständiges Hinundher, bei dem Du nicht mehr zum Nachdenken kommst.

Und drittens, Du bist immer noch in der Erholungsphase von dieser Beziehung, und die kann durchaus ein bis zwei Jahre dauern, und es kann (muß nicht) dabei auch noch Einbrüche geben. Das ist völlig normal, und Du bist völlig in Ordnung.
Lerne daraus, damit Du Dich in Zukunft vor sowas schützen kannst.
Erstmal friedliche Ostern,
Gruß, trix


Vielen lieben dank,

ich denke auch, dass ich noch in der Erholungsphase bin, jedoch komme ich nun schon viel besser damit klar, als beim 1. Mal, als ich geflüchtet bin,.
Mir ist es jetzt wichtig, meine Freunde und Familie wieder zu finden, denen ich dank dieser Frau, 4 Jahre in den Allerwertesten getreten habe. Bei denen muss ich mich entschuldigen und vieles verarbeiten.

P.S: ich habe mir schon Hilfe in wöchentlichen Gesprächen (schon zum Ende der Beziehung) geholt.



03.04.2020 10:41
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Liebe Josie, dann werde ich mal auch etwas mehr schreiben.

Ich möchte eigentlich weniger auf deine "Beziehung" eingehen, die ich als desaströs bezeichnen möchte. Sie war alles andere als eine Partnerschaft, null auf Augenhöhe, ultrabelastend und eben einfach von Krankheit geprägt.

Ich hüte mich hier, deine Ex zu diagnostizieren, das wäre unprofessionell, aber sie bräuchte SCHLEUNIGST eine längere Therapie. Und du auch.

Du bist in der Beziehung Opfer...aber dir selbst gegenüber Täterin, denn du hast diesen ganzen Krieg VIEL zu lange mitgemacht, hast dich ihm immer wieder ausgesetzt... Dies übrigens nicht als Vorwurf, sondern als Tatsache.

Und da komme ich wieder zur Selbstliebe. Deine Ex hat in dir jemanden gefunden, den sie nach allen Regeln der Kunst herumschubsen konnte, ihre Krankheit an dir voll ausleben. Du hast dieses dauernde Heranziehen und Wegstoßen mitgemacht, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstschutz gleich null.

Man möchte dich sowohl in den Arm nehmen als auch sanft schütteln, weil du das SO lange zugelassen und dadurch SO lange gelitten hast. Ich habe das alles gelesen, auch jetzt nochmal und mir zieht es echt das Herz zusammen.

Mensch, Josie...SO schade, dass du dir selbst so wenig wichtig warst.

Hättekönntewäresollte sind jetzt eh fehl am Platz, es IST nunmal so gelaufen, wie es gelaufen ist...aber es sollte sich niemals wiederholen.

Das Problem, das ich hier sehe, ist, dass du anscheinend ein Muster bedient hast, das in dir ist. Niemand, der dieses Muster nicht hat, würde sich so behandeln lassen. Bei mir wäre sie beim ersten Mal Hand anlegen, mich rausschmeißen oder sonstiges tun sofort aus meinem Herzen geflogen. Kein Pardon, reiner Selbstschutz. Man kann mal Streit haben, man kann mal "etwas zuviel" sagen oder tun...das kann vergeben werden. Aber Schläge? Rausschmiss, dabei völlig egal, dass die Partnerin (!) im Auto schlafen muss?? Nee, da sieht man einfach zu tief was nicht stimmen.

Für mich bedeutet das die Wahrnehmung, dass du in dir drin ein Muster hast, das andere Menschen quasi die "Erlaubnis" gibt, dich so zu behandeln. Keine Ahnung, ob das aus deiner Familie kommt, oder woher...aber ich möchte dir wirklich dringend raten, dich in eine Verhaltenstherapie zu begeben, um an deiner Stärkung zu arbeiten. Das ist nicht peinlich, das ist nicht schlimm, das ist kein Selbsteingeständnis deines Scheiterns.

Im Gegenteil! Es ist ein selbstbewusster Schritt, eine Erkenntnis: ich brauche Hilfe und Unterstützung. Diese Wunden brauchen Heilung - und dies mit Fachhilfe. Und die Entscheidung, dies zu tun, erfordert einen geraden Rücken und Mut.

Und mal ganz logisch und ehrlich: Du würdest auch nie versuchen, einen Beinbruch selbst zu heilen. Warum einen Seelenbruch?

Du bist du.
Und so, wie du bist, bist du GUT.
KEINER hat das Recht, dich anders zu behandeln, keiner hat das Recht, dir weh zu tun und dich in deinem eigenen Leben so einzuengen.

Bis zu deinem Auszug hast du dich selbst aber noch so behandelt...einfach schlecht. Ich hoffe nicht, dass du auch noch gedacht hast, die Behandlung von deiner Freundin verdient zu haben... VIER JAHRE...oh Gott.

Daher möchte ich dir wirklich dringend raten, mal bei Google zu schauen, welche Verhaltenstherapeuten in deiner Nähe sind und welche gute Bewertungen haben.
Ersttermin ausmachen, Gespräch suchen (wenn du Vertrauen zu deinem Hausarzt hast, kann der dich überweisen, allerdings ist das nicht nötig) und schauen, ob die oder der Therapeut passt. Wichtig: nicht nach Psychologe googeln, denen fehlt die Therapeutenausbildung, sondern nach Psychotherapie, Verhaltenstherapie.

Meist haben die Therapeuten eine lange Warteliste, es dauert gerne mal ein halbes Jahr, bis die Therapie nach dem Erstgespräch losgehen kann. Lass dich davon nicht entmutigen, sondern werde aktiv...für dich.

Sicher, es gibt Menschen, die kriegen das für sich hin. Aber es sind die wenigsten. Die meisten behalten tiefe Wunden, die dann zuwachsen...aber zu den ungünstigsten Zeiten wieder aufbrechen.

Daher wirklich meine Bitte: sorge für dich. Du hast schon einen guten Start hingelegt, indem du das abgebunden hast, was dir dein Leben zur Hölle machte...nun geh weiter...und weiter... =) Fachliche Hilfe gibt dir einfach auf dem Weg eine Stütze und vielleicht Erkenntnisse und Hilfen, die du selbst in dir nicht findest.

ALLES Liebe, wirklich.

03.04.2020 11:03
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.04.2020 um 20:17:

Warum kam ich von der Frau so lange nicht los?


Weil es sozusagen ein Markenzeichen toxischer Beziehungen/Menschen ist, dass sie einen gut zu binden wissen, nicht zuletzt durch Gefühle der Verantwortung oder Schuldgefühle. Wenn und falls narzisstische Persönlichkeiten darin involviert sind, verstärkt sich das nochmal um so mehr und wird zu einem Sog dem man schwer entkommen kann. ... und ja, irgendwann glaubt man tatsächlich, dass der Fehler bei einem selbst liegt und man es verdient hat.
Es ist Manipulation. Und die ist um so leichter möglich, desto mehr Gefühle im Spiel sind.

Aber: Du hast es geschafft dich zu lösen und offenbar daraus gelernt. Sehr gut. Der nächste Schritt ist ein gesundes Selbstwertgefühl und eine gesunde Form der Selbstliebe. Beides schützt einen davor Beziehungen aus einer Bedürftigkeit heraus einzugehen und es sorgt dafür, dass man Menschen mit bestimmten Charakterzügen schon beim Kennenlernen "aussortiert" ... die Wahrscheinlichkeit, dass einem sowas dann zum wiederholten mal passiert sinkt damit weiter und weiter.

Es gibt viel Literatur zum Thema, die auf diesem Weg helfen kann.



03.04.2020 14:11
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Gewalt in der Partnerschaft geht gar nicht.
Da is besser allein bleiben.

03.04.2020 14:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.04.2020 um 10:41:

Liebe Josie, dann werde ich mal auch etwas mehr schreiben.

Ich möchte eigentlich weniger auf deine "Beziehung" eingehen, die ich als desaströs bezeichnen möchte. Sie war alles andere als eine Partnerschaft, null auf Augenhöhe, ultrabelastend und eben einfach von Krankheit geprägt.

Ich hüte mich hier, deine Ex zu diagnostizieren, das wäre unprofessionell, aber sie bräuchte SCHLEUNIGST eine längere Therapie. Und du auch.

Du bist in der Beziehung Opfer...aber dir selbst gegenüber Täterin, denn du hast diesen ganzen Krieg VIEL zu lange mitgemacht, hast dich ihm immer wieder ausgesetzt... Dies übrigens nicht als Vorwurf, sondern als Tatsache.

Und da komme ich wieder zur Selbstliebe. Deine Ex hat in dir jemanden gefunden, den sie nach allen Regeln der Kunst herumschubsen konnte, ihre Krankheit an dir voll ausleben. Du hast dieses dauernde Heranziehen und Wegstoßen mitgemacht, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstschutz gleich null.

Man möchte dich sowohl in den Arm nehmen als auch sanft schütteln, weil du das SO lange zugelassen und dadurch SO lange gelitten hast. Ich habe das alles gelesen, auch jetzt nochmal und mir zieht es echt das Herz zusammen.

Mensch, Josie...SO schade, dass du dir selbst so wenig wichtig warst.

Hättekönntewäresollte sind jetzt eh fehl am Platz, es IST nunmal so gelaufen, wie es gelaufen ist...aber es sollte sich niemals wiederholen.

Das Problem, das ich hier sehe, ist, dass du anscheinend ein Muster bedient hast, das in dir ist. Niemand, der dieses Muster nicht hat, würde sich so behandeln lassen. Bei mir wäre sie beim ersten Mal Hand anlegen, mich rausschmeißen oder sonstiges tun sofort aus meinem Herzen geflogen. Kein Pardon, reiner Selbstschutz. Man kann mal Streit haben, man kann mal "etwas zuviel" sagen oder tun...das kann vergeben werden. Aber Schläge? Rausschmiss, dabei völlig egal, dass die Partnerin (!) im Auto schlafen muss?? Nee, da sieht man einfach zu tief was nicht stimmen.

Für mich bedeutet das die Wahrnehmung, dass du in dir drin ein Muster hast, das andere Menschen quasi die "Erlaubnis" gibt, dich so zu behandeln. Keine Ahnung, ob das aus deiner Familie kommt, oder woher...aber ich möchte dir wirklich dringend raten, dich in eine Verhaltenstherapie zu begeben, um an deiner Stärkung zu arbeiten. Das ist nicht peinlich, das ist nicht schlimm, das ist kein Selbsteingeständnis deines Scheiterns.

Im Gegenteil! Es ist ein selbstbewusster Schritt, eine Erkenntnis: ich brauche Hilfe und Unterstützung. Diese Wunden brauchen Heilung - und dies mit Fachhilfe. Und die Entscheidung, dies zu tun, erfordert einen geraden Rücken und Mut.

Und mal ganz logisch und ehrlich: Du würdest auch nie versuchen, einen Beinbruch selbst zu heilen. Warum einen Seelenbruch?

Du bist du.
Und so, wie du bist, bist du GUT.
KEINER hat das Recht, dich anders zu behandeln, keiner hat das Recht, dir weh zu tun und dich in deinem eigenen Leben so einzuengen.

Bis zu deinem Auszug hast du dich selbst aber noch so behandelt...einfach schlecht. Ich hoffe nicht, dass du auch noch gedacht hast, die Behandlung von deiner Freundin verdient zu haben... VIER JAHRE...oh Gott.

Daher möchte ich dir wirklich dringend raten, mal bei Google zu schauen, welche Verhaltenstherapeuten in deiner Nähe sind und welche gute Bewertungen haben.
Ersttermin ausmachen, Gespräch suchen (wenn du Vertrauen zu deinem Hausarzt hast, kann der dich überweisen, allerdings ist das nicht nötig) und schauen, ob die oder der Therapeut passt. Wichtig: nicht nach Psychologe googeln, denen fehlt die Therapeutenausbildung, sondern nach Psychotherapie, Verhaltenstherapie.

Meist haben die Therapeuten eine lange Warteliste, es dauert gerne mal ein halbes Jahr, bis die Therapie nach dem Erstgespräch losgehen kann. Lass dich davon nicht entmutigen, sondern werde aktiv...für dich.

Sicher, es gibt Menschen, die kriegen das für sich hin. Aber es sind die wenigsten. Die meisten behalten tiefe Wunden, die dann zuwachsen...aber zu den ungünstigsten Zeiten wieder aufbrechen.

Daher wirklich meine Bitte: sorge für dich. Du hast schon einen guten Start hingelegt, indem du das abgebunden hast, was dir dein Leben zur Hölle machte...nun geh weiter...und weiter... =) Fachliche Hilfe gibt dir einfach auf dem Weg eine Stütze und vielleicht Erkenntnisse und Hilfen, die du selbst in dir nicht findest.

ALLES Liebe, wirklich.


Huhu isa,

wie du vielleicht schon gelesen hast, habe ich mir schon Therapeutische hilfe geholt. Aber vielen lieben Dank, für deine Worte.

Sprechen tut gut und lässt mich den ganzen Mist ganz gut verarbeiten.

Ich würde sagen, deine Worte passen! Ich habe wirklich kein Selbstbewusstsein gehabt, in der Partnerschaft. Normalerweise hätte ich sie direkt abgeschossen, beim ersten mal, wo sie mich schlug, doch das konnte ich nicht.

Gewalt unter Frauen habe ich nie wirklich für voll genommen, bis zu ihr!
Zwischenzeitlich war ich auch im Frauenhaus, wo man mir geholfen hat, jedoch waren viel zu lange ihre Worte für mich herzerwärmend, also bin ich (LEIDER!) immer wieder zu ihr zurück. Bis vor 3 Monaten :-)

Ich weiß, dass ich selbst der Mensch bin, den ich am meisten liebe und das ist keineswegs Egoistisch.

Grüßle



03.04.2020 14:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.04.2020 um 14:11:

Gewalt in der Partnerschaft geht gar nicht.
Da is besser allein bleiben.


Danke für deine Worte.

Heute (jetzt, wo ich wieder ein Mensch bin, der sich selbst liebt), würde ich das auch niemals wieder zulassen! Direkt anzeigen und abschießen. Hilfe holen und alleine bleiben. Denn alleine ist man nicht, es gibt genügend Frauen, denen es genau so ergeht. Und man hat noch immer Freunde und Familie, die einen in der schweren Zeit unterstützen.

LG

03.04.2020 15:01
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.04.2020 um 22:54:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.04.2020 um 20:17:

Hallo zusammen,

Bis vor kurzen war ich blind! Blind vor Liebe! Oder verliebt in eine Narzisstin oder doch Borderlinerin? Keine Ahnung! Schwer zu sagen. Ich habe viel zu lange gebraucht, um davon loszukommen! Mir selbst war nach 3 Monaten eigentlich klar, dass es nichts von langer dauer sein wird, jedoch ging ich immer wieder zurück! Anfangs (3 Monate) war alles super, viele unternehmungen, viel spaß, super sex. Dann mit einem Mal, als ich mal wieder, wie abgesprochen, zu ihr fuhr, sagte Sie mir auf halber Strecke, ich solle umdrehen, ich brauche nicht zu ihr kommen. Sollte ich bei ihr dennoch auftauchen, würde sie die Polizei rufen. Es hat sich erledigt. Von jetzt auf gleich. Also fuhr ich heim! Ich war so doof und bin der Frau noch hinterhergelaufen! Wie kann man nur, denke ich heute! Naja, wie dem auch sei! wir wohnten anfangs 300 km auseinander!Zuhause Weinte ich, und zog mich zurück. 2 Tage später, nach lager bettelei von mir, durfte ich zu ihr kommen. ICh ließ alles stehen und liegen (verlor deshalb meinen Job) und fuhr zu ihr. Wieder 2-3 Monate alles super. Solange ich machte, was sie wollte (DAS WEIß ICH JETZT!) Das ganze lief fast 4 Jahre! Immer hin und her, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich nach dem 1. halben Jahr, im Auto geschlafen habe, oder sie mich nachts vor die Tür setzte, ich dann nachts heim fuhr um am nächsten / übernächsten Tag wieder zu ihr zu fahren! Ich war einfach DUMM! Das kann ich heute sagen, dumm vor liebe, war es liebe? fühlte ich mich vielleicht eher abhängig? KEINE AHNUNG! Jedenfalls ist sie, trotz des ganzen hin und her, irgendwann zu mir gezogen, wenn ich heute darüber nachdenke, habe ich damals schon gewusst, dass es eine ganz scheiß idee war und ich eigentlich nur angst davor hatte alleine zu sein! Naja, somit wohnten wir zusammen. Ihre Sachen hat sie bis jetzt nicht ausgepackt, und das obwohl sie schon über 1 Jahr bei mir wohnt. In diesem Jahr, bin ich schon 3 mal gegangen! Gegangen, weil sie mich ständig anschrie, geschlagen hat und mich dermaßen beschimpfte, sodass die Nachbarn mehrfach die Polizei gerufen haben. 2x musste sie auch die Wohnung verlassen! Es war ja schließlich meine Wohnung! Jetzt, da ich weiß, dass ich sehr gut alleine sein kann, DANKE AN DIE EX: die mich immer alleine ließ und ich ständig auf dem Sofa schlafen musste, obwohl es meine WOhnung, mein Schlafzimmer, mein Bett ist!, habe ich die Wohnung gekündigt und habe zum Glück ganz schnell eine super niedliche Wohnung im Nachbarort gefunden. Wo ich gesterrn offiziell eingezogen bin. Ich bin einfach so glücklich, dass ich nicht mehr den ganzen Tag mit 200 % laufen muss und immer aufpassen muss, es ihr recht zu machen, ich muss nicht mehr aufpassen, dass ich das Messer direkt abspüle, dass ich auch mal etwas einfach auf dem Tisch liegen lassen kann, ohne 2 min später dafür angemault und beleidigt zu werden. Ich bin so glücklich, dass ich endlich mich selbst gefunden habe und ich einfach alleine sein kann.

Hättet ihr eure Wohnung auch aufgegeben?

Sie warf mir so oft vor, ich sei nicht treu, dabei hat sie heimlich mit Frauen geschrieben oder telefoniert. Heimlich, eingeschlossen im Schlafzimmer. Ich bin ja nicht taub!

Warum kam ich von der Frau so lange nicht los?

Jetzt ist sie seit 3 Monaten blockiert, mir geht es besser denn je und ich führe wieder mein Leben!

LG Patti


Ich kann mich weder in Deine Motive für Dein Verhalten bis zur Wohnungskündigung wirklich 'reindenken noch würde Dir meine Antwort auf Deine erste Frage weiter helfen.
Dass Du die, zuerst Deine dann zuletzt gemeinsame, Wohnung gekündigt hast, finde ich past in das Spektrum dessen, was m.M.n. in das Verhalten eines Menschen passt, der die geschilderte 4-jährige "Vorgeschichte" mitgetragen hat.

Ich finde es sehr, sehr gut, dass Du jetzt in einer Umgebung bist in der Du Dich wohl fühlst.
Hilfreich mag es sein mit neutraler Hilfe die 4-jährige "Odyssee" zumindest dahingehend aufzuarbeiten, als dass Du erkennst, wie s dazu kommen konnte - wie Du solche & ähnliche "Fallen" viel früher erkennen, und, viel wichtiger, Dich davor schützen kannst und mußt.
Deine Freude am "Zocken" zeigt, dass Du auch eine andere Seite hast.
U.a. diese andere Seite kann und wird Dir helfen gute Ansprechpartnerinnen für die Aufarbeitung der "Odyssee" etc. zu finden, da bin ich mir sicher.

.
Hanna


Hallo Hanna,

vielen dank für deine Ehrlichen Worte.

Das einzige was ich nicht so ganz verstehe ist:
Deine Freude am "Zocken" zeigt, dass Du auch eine andere Seite hast.

Gruß Patti

03.04.2020 16:17
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... naja, ich hatte mir Dein Profil - und damit auch Deine Antworten auf die Fragen - durchgelsen.
Dort stand, dass Du gerne zocken würdest.

.
Hanna


03.04.2020 17:07
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.04.2020 um 16:17:

... naja, ich hatte mir Dein Profil - und damit auch Deine Antworten auf die Fragen - durchgelsen.
Dort stand, dass Du gerne zocken würdest.

.
Hanna


Achsooooo, das hatte ich ganz vergessen. Denn gezockt habe ich schon lange nicht mehr, aber egal. *lol*



03.04.2020 17:57
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.04.2020 um 14:56:

wie du vielleicht schon gelesen hast, habe ich mir schon Therapeutische hilfe geholt. Aber vielen lieben Dank, für deine Worte.


Oh...das ist mir dann echt durch die Lappen gegangen, trotz genauen Lesens. Ich hab nochmal geguckt...meintest du, dass du in Gesprächen bist? Ok, wenn das die Therapie ist, habe ich das wahrscheinlich einfach nur nicht so interpretiert. GUT SO!

ZitatIch würde sagen, deine Worte passen! Ich habe wirklich kein Selbstbewusstsein gehabt, in der Partnerschaft. Normalerweise hätte ich sie direkt abgeschossen, beim ersten mal, wo sie mich schlug, doch das konnte ich nicht.


Aber jetzt kannst du es und lernst es immer weiter. So schlimm es ist, dass du so lange diese Qualen über dich hast ergehen lassen, so gut ist es jetzt, ihnen entkommen zu sein und zu gesunden.
Zitat
Gewalt unter Frauen habe ich nie wirklich für voll genommen, bis zu ihr!
Zwischenzeitlich war ich auch im Frauenhaus, wo man mir geholfen hat, jedoch waren viel zu lange ihre Worte für mich herzerwärmend, also bin ich (LEIDER!) immer wieder zu ihr zurück. Bis vor 3 Monaten :-)


Du hast ja jegliche Form der Gewalt erfahren. Die physische (Schlagen), die psychische (Beschimpfungen und Drohungen) und die ganze Palette auf der Missbrauchsebene. Das wird seine Zeit brauchen, bis du da durch bist. Nimm sie dir auf jeden Fall.
Zitat
Ich weiß, dass ich selbst der Mensch bin, den ich am meisten liebe und das ist keineswegs Egoistisch.


Du weißt jetzt nach drei Monaten schon, dass du der Mensch bist, den du am meisten liebst? Oder der, den du am meisten lieben SOLLTEST? Ich frage das deshalb, weil drei Monate Beziehungsende UND schon Therapie UND schon genau wissen, wie der Hase jetzt läuft...das mutet mir doch etwas arg flink an. Bei vielen Patienten dauert das Jahre...und manche knapsen auch viel später noch dran rum.

Wie ist es bei dir?


04.04.2020 07:31
HiddenNickname

vielleicht habe ich Die Worte falsch gewählt.

Ich bin der Mensch, den ich am meisten lieben sollte!

Klar, es ist schwer und in den letzten 3 Monaten der endgültigen Trennung und der insgesamt 9 Monate in denen ich anfing mich zu lösen und an mich selbst wieder zu denken, alles zu verarbeiten! Mir ist bewusst, dass es noch lange nicht vorbei ist und ich das ein oder andere mal wieder in ein kleines Loch fallen werde, jedoch habe ich nun die Stütze meiner Familie sowie die Hilfe meines Therapeuten um aus der ganzen Sache viel kräftiger raus zu kommen, als ich rein ging.

Auch lerne ich noch eine ganze Menge wieder dazu um die Gefahr schneller zu erkennen und mich nicht wieder auf ein solches Spiel einzulassen!

Lg



04.04.2020 10:42
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.04.2020 um 07:31:

vielleicht habe ich Die Worte falsch gewählt.

Ich bin der Mensch, den ich am meisten lieben sollte!

Klar, es ist schwer und in den letzten 3 Monaten der endgültigen Trennung und der insgesamt 9 Monate in denen ich anfing mich zu lösen und an mich selbst wieder zu denken, alles zu verarbeiten! Mir ist bewusst, dass es noch lange nicht vorbei ist und ich das ein oder andere mal wieder in ein kleines Loch fallen werde, jedoch habe ich nun die Stütze meiner Familie sowie die Hilfe meines Therapeuten um aus der ganzen Sache viel kräftiger raus zu kommen, als ich rein ging.

Auch lerne ich noch eine ganze Menge wieder dazu um die Gefahr schneller zu erkennen und mich nicht wieder auf ein solches Spiel einzulassen!

Lg



... Interessante Info.
Das erklärt Deinen Post und Dene Fragen sehr gut.

.
Hanna


04.04.2020 16:47
HiddenNickname

Liebe TE, erst einmal möchte ich dir zu deinem Schritt in die Unabhängigkeit gratulieren!
Du fragst nach dem Warum. Es ist nicht zufällig, in wen wir uns verlieben. Das sind stets Menschen, die unsere Muster bedienen. Meistens stammen unsere Muster aus unserer ersten großen Liebe, nämlich aus dem Verhältnis zu einem Elternteil. Aber das ist eine andere Sache.

Wir verlieben uns also in jemanden, der uns unser wichtigstes Thema spiegelt. Ost fragen wir: "Warum kann ich mich nicht in meine beste Freundin verlieben? Wir würden sooo gut zusammen passen!" Deshalb, weil sie andere Themen zu bearbeiten hat.

Du selbst hast schon gewusst, in welche Richtung eure Beziehung geht - und hast trotzdem weiter mitgemacht und dich schlecht behandeln lassen. Du musstest erst dein Muster leben, überdeutlich, damit du verstehst. Wäre es dir nicht so jämmerlich schlecht gegangen, hättest du vielleicht nicht genügend Motivation gehabt, um deine Unabhängigkeit durchzusetzen.

Es wirkt so, als sei ein kleines Selbstwertgefühl eines deiner Themen. Warum sonst lässt ein Mensch sich so behandeln? Vielleicht ist es eine gute Idee, trotz deiner Unabhängigkeit an dem Thema dran zu bleiben. Damit es das nächste Mal besser wird und du aus deinem Muster aussteigen kannst.
Alles Liebe!

06.04.2020 17:47
HiddenNickname

Teilweise kann ich dein Verhalten durchaus nachvollziehen. Wenn ich mit jemandem anfangs 3 super Monate gehabt hätte, und dann von jetzt auf gleich ein "es hat sich erledigt" zu hören bekäme, würde ich mich auch fragen, was das soll.

Ihre Drohung "Sollte ich bei ihr dennoch auftauchen, würde sie die Polizei rufen" hätte mich zwar einerseits stutzig gemacht, wenn ich ihr bis dahin nie einen Grund gegeben hätte zu befürchten, dass ich ihre Wünsche und Grenzen nicht respektieren könnte, andererseits hätte ich mir aber gedacht: Vielleicht hat sie in der Vergangenheit mit anderen Menschen erlebt, dass ihre Wünsche/Grenzen nicht respektiert werden, und sie droht mir deshalb vorsichtshalber, weil sie mich noch nicht genügend kennt und dementsprechend noch nicht weiß, dass man mir vertrauen kann und dass ich Wünsche/Grenzen respektiere.

Was ich dann aber anders gemacht hätte als du: Ich hätte nicht gebettelt, sondern ich hätte ihr sinngemäß mitgeteilt: Wenn du dir wirklich sicher bist, dann akzeptiere ich selbstverständlich die Trennung. Aber falls nur ein vielleicht lösbares Problem zwischen uns vorliegt, dann würde ich gerne versuchen, dieses Problem gemeinsam mit dir zu lösen, falls du das auch versuchen möchtest. Deine Entscheidung. Ich wäre gewillt, an unserer Beziehung zu arbeiten, da mir bewusst ist, dass es in jeder Beziehung ab und zu Konflikte gibt, aber wenn du nicht willst, dann akzeptiere ich die Trennung.

Dann hab ich eine Frage zu deinem Satz "ließ alles stehen und liegen (verlor deshalb meinen Job) und fuhr zu ihr"
War das ein reines "Vergnügungstreffen" oder war sie krank und brauchte deine Hilfe? (Wobei du mir darauf aber nicht zu antworten brauchst.)
Wenn sie wirklich deine Hilfe brauchte, dann hätte ich genauso gehandelt wie du, weil Menschen, die ich mag oder gar liebe und die gerade Hilfe brauchen, für mich auf alle Fälle wichtiger sind als ein Job. Aber ansonsten bin ich der Meinung "erst die Arbeit und dann das Vergnügen".
Also falls kein Notfall vorlag, dann hätte ich ihr gesagt, dass ich, sobald ich wieder frei habe, bei ihr vorbeikomme. Wenn sie mir daraufhin gedroht hätte, die Beziehung zu beenden, wenn ich nicht sofort vorbeikomme, dann hätte ich die Beziehung an dieser Stelle enden lassen, denn 1.) lasse ich mich nicht auf derartige Erpressungen ein, und 2.) würde ich keine Beziehung mit einem Menschen wollen, der ein derart infantiles Wertesystem von der Sorte "Vergnügen ist wichtiger als Arbeit" hat. Vergnügen mag ich zwar auch, und Vergnügen ist natürlich auch wichtig fürs Wohlbefinden, aber ab und zu hat halt auch mal die Arbeit Vorrang.

Und noch eine Verständnisfrage (auf die du aber auch nicht antworten brauchst): Hattest du deine Freunde und Familie freiwillig vernachlässigt oder wurde es von dir gefordert? Mir selbst wäre in einer Beziehung wichtig, Freunde und Familie nicht zu vernachlässigen. Da kommen wieder meine Werte ins Spiel. Entsprechend würde ich es mir von einer Partnerin auch nicht verbieten lassen, Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Sie dürfte gerne mitkommen, wenn sie nicht allein sein mag, aber wenn sie es mir verbieten wollen würde, dann wäre das ein Trennungsgrund für mich.

Aber es hat natürlich jeder andere Werte. Also wer Vergnügen vor die Arbeit stellt und eine romantische Beziehung vor Freundschaft und Verwandtschaft, darf das natürlich tun und sich eine Partnerin mit passenden Werten suchen.

Dass ihr trotz Problemen zusammengezogen seid, kann ich in gewisser Weise auch verstehen. Bei mir wäre der Grund für ein Zusammenziehen aber einzig die Hoffnung, dass die bisherigen Probleme durch die Fernbeziehung bedingt waren, und entsprechend durch ein Zusammenziehen hoffentlich automatisch verschwinden.
Aus Angst vor dem Alleinsein würde ich es dagegen nicht tun. Mein Motto war schon immer: Lieber allein als in einer schlechten Beziehung!

Aber Bedürfnisse unterscheiden sich natürlich von Mensch zu Mensch. Ich kann durchaus vom Verstand her nachvollziehen, dass für dich die Beziehung, die ja auch gute Phasen hatte, jahrelang besser war als sich zu trennen.

Aus Wut geschubst hat mich auch mal eine Frau bzw. ein Mädchen - wir waren damals erst ca. 15 Jahre alt. War zu dem Zeitpunkt zwar noch gar keine Beziehung, aber ich nenne den Kontaktabbruch in den folgenden Zeilen trotzdem Trennung.
Meine Reaktion war, ihr zu sagen, dass Schubsen und andere Formen von Gewalt (egal ob körperlich oder verbal) für mich ein Trennungsgrund sind, aber dass ich ihr zumindest dieses erste Mal als Ausrutscher verzeihe. Dann hab ich ihr klar gesagt: Wenn du ein Problem mit mir hast, dann rede sachlich mit mir, dann können wir versuchen, es zusammen zu lösen. Falls wir keine Lösung finden, die für uns beide befriedigend ist, können wir uns trennen. Aber wenn du mich noch mal angreifst, dann trenne ich mich sofort von dir.
Und die Trennung hab ich dann natürlich durchgezogen, als sie sich mal wieder nicht beherrschen konnte.
Ich bin zwar keine Psychologin, aber ich denke, dass klare Ansagen/Regeln bei Konflikten wichtig sind, damit jeder weiß, was erlaubt ist und was nicht. Und wichtig ist natürlich, die angekündigten Folgen dann auch wirklich umzusetzen.
Wobei ich aber, falls ich eine Trennung durchziehen würde, und später die Ex mit einer Entschuldigung ankäme und dem Versprechen, nie wieder gewalttätig zu mir zu sein, dann würde ich ihr vielleicht (falls meine Gefühle zustimmen) noch eine Chance geben. Aber dabei klar ankündigen, dass das ihre letzte Chance ist, und falls sie ihr Versprechen nicht halten kann, ich mich dann wieder von ihr trenne, und das dann aber wirklich endgültig.
Hab letzteres aber noch nie selbst erlebt.

Hinsichtlich Liebe würde ich sagen: Die Menschen, die ich liebe, liebe ich so sehr wie mich selbst. Nicht mehr und nicht weniger.
Bei unterschiedlichen Bedürfnissen ist mir dementsprechend wichtig, dass sowohl meine Bedürfnisse als auch die Bedürfnisse des geliebten Menschen bestmöglich befriedigt werden. Bei Bedürfniskonflikten innerhalb einer Partnerschaft kann das unter Umständen bedeuten, zu dem Schluss zu kommen, dass die Trennung die beste Lösung ist, um danach frei dafür zu sein, einen neuen Menschen zu finden, der besser zu einem passt.

Was die Wohnung angeht: Da ich bisher noch mit keiner Partnerin zusammengewohnt hab, hab ich leider keine Ahnung von der vertraglichen/rechtlichen Seite. Also keine Ahnung, ob ein Richter nicht vielleicht dir Recht gegeben hätte, wenn es wirklich zu einer Klage gekommen wäre.
Aber dass sie dir mit Schlägen drohte, ist ja heftig! In so einem Fall würde ich vermutlich heimlich eine neue Wohnung suchen und heimlich meine Sachen packen und ihr einen Zettel hinterlassen, dass nun das endgültige Ende unserer Beziehung eingetreten ist und ich nichts mehr von ihr wissen will. Schließlich ist mir meine körperliche Unversehrtheit wichtiger als eine Wohnung oder mögliche finanzielle Verluste.

Also auf alle Fälle gut, dass du nun von ihr weg bist!

editiert am 06.04.2020 17:54 Beitrag melden Zitatantwort

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