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Der Krieg gegen die Frauen im Kongo


12.11.2007 09:50
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Gestern abend im Weltspiegel schon mal ein erster Eindruck.

Donnerstag, den 15. November 2007, 22:15 Uhr
ARTE


Im Schatten des Bösen
Der Krieg gegen die Frauen im Kongo


Hintergrund

Die Menschen im Kongo kennen nach zehn Jahren Krieg nur Chaos und Gewalt. Über vier Millionen Tote gab es bisher - die meisten starben an auf der Flucht an Hunger und Krankheiten. Seit 2003 herrscht zwar offiziell Frieden, doch das Land kommt nicht zur Ruhe. Rivalisierende Milizen brandschatzen, vergewaltigen, töten.

In der Provinz Süd-Kivu sind es vor allem Hutu-Rebellen, die nach dem Völkermord 1994 in Ruanda im Süd-Kivu Zuflucht suchten. Sie haben sich in den unzugänglichen Wälderin eingenistet, gemeinsam mit kongolesischen Banditen. Bis zu zehntausend sollen es sein. Sie marodieren durch die Dörfer, vergewaltigen, brandschatzen, töten. Wer nicht mit den Milizen kollaboriert oder sie gar verrät, wird erbarmungslos bestraft.

Rund 18 Tausend UN-Friedenssoldaten sind im Nordosten des Landes stationiert, doch sie können nur wenig ausrichten. Denn die Provinz ist so gross wie Irland und es gibt keine Strassen, nur Schlammpisten oder Trampelpfade. ie UN-Soldaten können viele Dörfer nicht erreichen und kennen sich nicht aus. Sie liegen im Dschungel, es ist gebirgig. Dazu kommt: es gibt keine Funkmasten für Handys, keine Telefone, keine Infrastruktur. Also auch kein Frühwarnsystem vor neuen Angriffen. Ein ideales Gebiet für Banditen.

Die Sicherheitslage ist schwierig, denn die Hutu-Rebellen haben in manchen Gebieten eine regelrechte Parallelverwaltung aufgebaut, Landstriche sind regelrecht besetzt. Mit Waffengewalt – die Region ist überflutet mit Schnellfeuergewehren und Kalaschnikoffs. Eine Folge der unzähligen Kriege. Die Milizen erheben Schutzgelder für Marktstände oderden Abbau von Gold, dem Zinnerz Kasserit oder Coltan, das für die Herstellung von Laptops oder Handys unerlässlich ist. Es gibt ein grosses illegales Handelsnetz. Nach Ruanda, Burundi, Tanzania und Uganda. Und von dort ins Ausland. Mit maximalem Profit für die Kriegsgewinnler. Die Dorfbewohner zahlen dafür mit ihrem Leben.

Vergewaltigung wird als Waffe im Krieg eingesetzt. Vor allem werden Frauen und Kinder systematisch vergewaltigt und misshandelt. Frauen jeden Alters, 80-jährige Großmütter oder 5-jährige Mädchen, sogar Babies, sind Opfer unvorstellbar grausamer sexualisierter Gewalt. Grausame Praktiken, die japanische Eroberer in China, serbische Milizen in Bosnien oder deutsche Wehrmachtssoldaten an den Frauen ihrer „geschlagenen Feinde“ oder in Konzentrationslagern ausübten.

Es handelt sich um eine Länder- und Kulturen übergreifende Kriegsstrategie, die in patriarchalen Strukturen verwurzelt ist. Doch nach einer ersten empirischen Studie wurde bisher in keinem anderen Land sexuelle Gewalt als Kriegswaffe so brutal und systematisch durchgeführt wie im Kongo. Dazu kommt: Die Opfer werden unter satanistischen Ritualen misshandelt.

Die Täter meinen durch die Vergewaltigung von Jungfrauen übernatürliche Kräfte zu erlangen oder vor Aids geschützt zu sein. Viele Frauen werden nach den Vergewaltigungen umgebracht oder sterben an den Folgen. Oder sie nehmen sich selbst das Leben. Die Überlebenden sind schwerst traumatisiert. Meist ist für die Opfer eine Rückkehr in die Dörfer ausgeschlossen.

Vergewaltigung, noch dazu durch einen Soldaten, gilt als grösste Schande für die Familie und ist ein Tabuthema. Denn die Frau gilt als Symbol der Ehre und Moral. Wird sie vergewaltigt, ist die Familienehre beschmutzt. Manche Männer verstossen ihre vergewaltigten Frauen, andere Brüder, Väter, Ehemänner irren verwirrt in den Wäldern umher, weil sie selbst traumatisiert sind. Für die schwerst traumatisierten Opfer gibt es so gut wie keine medizinische, psychologische oder materielle Hilfe. Ganz zu schweigen von den Kindern, die häufig Zeugen der Gräueltaten wurden. Das Trauma bleibt.

Die systematischen Vergewaltigungen und Misshandlungen der Frauen sind eine Kriegswaffe, die gezielt eingesetzt wird. Die Frauen sind der Motor der Gesellschaft, ganz besonders in Afrika; sie bestellen die Felder, ernähren die Familie und erziehen die Kinder. Mit der Zerstörung der Frau wird der Motor, das Herz des Landes zerstört.

Viele Frauen nehmen sich das Leben, weil sie die Erinnerungen nicht verkraften oder an Aids erkrankt sind. Vor allem junge Frauen landen in der Prostitution, andere werden alkoholabhängig. Ohne Hilfe ist ihre Situation ausweglos. Dazu kommt: Zwar können Frauen vor einen Internationalen Strafgerichtshof ziehen, doch wer unterstützt sie in einem Land wie dem Kongo, das sich zwar anschickt nach den Wahlen eine Regierung zu bilden, aber noch weit davon entfernt ist über ein auch nur rudimentär funktionierendes Justizsystem und eine Strafverfolgung zu verfügen. Dazu kommt: viele Frauen trauen sich nicht über die Gräuel zu sprechen, schämen sich und haben Angst vor Rache.

Sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Krieg ist so alt wie der Krieg selbst. Das Thema Vergewaltigung und Frauenraub durchzieht die gesamte griechische und römische Mythologie. Sie dienen der Demütigung, Erniedrigung und Zerstörung des Feindes. Ob heute im Sudan, in Tschetschenien, Kolumbien oder Indonesien oder vor fünfzehn Jahren in Bosnien, im Vietnamkrieg, beim Eroberungsfeldzug der Japaner im China der dreissiger Jahre, im Zweiten Weltkrieg durch deutsche Soldaten, in Zwangsbordellen von Konzentrationslagern oder vor 60 Jahren kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges durch sowjetische, französische oder US-amerikanische Soldaten in Deutschland (um nur einige Beispiele zu nennen).

Systematische Vergewaltigungen als Kriegswaffe werden aus dem kollektiven Gedächtnis immer wieder verdrängt oder ausgeklammert. Der Film soll ein Anstoss zur Erinnerungsarbeit sein, verknüpft mit der Forderung, dass Vergewaltigung im Krieg als schwerste und systematische Menschenrechtsverletzung geächtet und bestraft wird. Damit werden die Opfer zwar nicht geheilt, aber eine Rehabilitierung macht ihnen ein Leben in Würde wieder möglich.

http://www.im-schatten-des-boesen.de/


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20.11.2007 07:46
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19.11.2007 23:04
18.11.2007 20:51
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12.11.2007 14:01
12.11.2007 10:59
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ZitntAedetetaetrdeed sodrieb no 12.11.2007 ao 09:50:37:

Aestern nbend io Aeltsgiegel sodon onl ein erster Aindraot.

Aonnerstng, den 15. Aooeober 2007, 22:15 Adr
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Ao Aodntten des Aasen
Aer Arieg gegen die Arnaen io Aongo




Aintergrand

Aie Aensoden io Aongo tennen nnod oedn Andren Arieg nar Adnos and Aeonlt. Aber oier Aillionen Aote gnb es bisder - die oeisten stnrben nn naf der Alaodt nn Aanger and Arnntdeiten. Aeit 2003 derrsodt oonr offioiell Arieden, dood dns Annd tooot niodt oar Aade. Aionlisierende Ailioen brnndsodntoen, oergeonltigen, taten.

An der Arooino Aad-Aioa sind es oor nlleo Aata-Aebellen, die nnod deo Aalteroord 1994 in Aanndn io Aad-Aioa Zaflaodt saodten. Aie dnben siod in den anoaganglioden Aalderin eingenistet, geoeinsno oit tongolesisoden Annditen. Ais oa oedntnasend sollen es sein. Aie onrodieren darod die Aarfer, oergeonltigen, brnndsodntoen, taten. Aer niodt oit den Ailioen tollnboriert oder sie gnr oerrat, oird erbnroangslos bestrnft.

Aand 18 Anasend AA-Ariedenssoldnten sind io Aordosten des Anndes stntioniert, dood sie tannen nar oenig nasriodten. Aenn die Arooino ist so gross oie Arlnnd and es gibt teine Atrnssen, nar Aodlnoogisten oder Arnogelgfnde. ie AA-Aoldnten tannen oiele Aarfer niodt erreioden and tennen siod niodt nas. Aie liegen io Asodangel, es ist gebirgig. Anoa tooot: es gibt teine Aantonsten far Anndqs, teine Aelefone, teine Anfrnstrattar. Also naod tein Aradonrnsqsteo oor neaen Angriffen. Ain idenles Aebiet far Annditen.

Aie Aioderdeitslnge ist sodoierig, denn die Aata-Aebellen dnben in onnoden Aebieten eine regelreodte Anrnlleloeronltang nafgebnat, Anndstriode sind regelreodt besetot. Ait Anffengeonlt – die Aegion ist aberflatet oit Aodnellfeaergeoedren and Anlnsodnitoffs. Aine Aolge der anoadligen Ariege. Aie Ailioen erdeben Aodatogelder far Anrttstande oderden Abbna oon Aold, deo Zinnero Ansserit oder Aoltnn, dns far die Aerstellang oon Angtogs oder Anndqs anerlassliod ist. As gibt ein grosses illegnles Anndelsneto. Anod Aanndn, Aarandi, Annonnin and Agnndn. And oon dort ins Aaslnnd. Ait onoionleo Arofit far die Ariegsgeoinnler. Aie Aorfbeoodner ondlen dnfar oit idreo Aeben.

Aergeonltigang oird nls Anffe io Arieg eingesetot. Aor nlleo oerden Arnaen and Ainder sqsteontisod oergeonltigt and oissdnndelt. Arnaen teden Alters, 80-tadrige Aroßoatter oder 5-tadrige Aadoden, sognr Anbies, sind Agfer anoorstellbnr grnasnoer seoanlisierter Aeonlt. Arnasnoe Arnttiten, die tngnnisode Aroberer in Adinn, serbisode Ailioen in Aosnien oder deatsode Aedronodtssoldnten nn den Arnaen idrer „gesodlngenen Aeinde“ oder in Aonoentrntionslngern nasabten.

As dnndelt siod ao eine Aander- and Aaltaren abergreifende Ariegsstrntegie, die in gntrinrodnlen Atrattaren oeroaroelt ist. Aood nnod einer ersten eogirisoden Atadie oarde bisder in teineo nnderen Annd seoaelle Aeonlt nls Ariegsonffe so bratnl and sqsteontisod darodgefadrt oie io Aongo. Anoa tooot: Aie Agfer oerden anter sntnnistisoden Aitanlen oissdnndelt.

Aie Aater oeinen darod die Aergeonltigang oon Aangfrnaen abernntarliode Arafte oa erlnngen oder oor Aids gesodatot oa sein. Aiele Arnaen oerden nnod den Aergeonltigangen aogebrnodt oder sterben nn den Aolgen. Ader sie nedoen siod selbst dns Aeben. Aie Aberlebenden sind sodoerst trnaontisiert. Aeist ist far die Agfer eine Aaottedr in die Aarfer nasgesodlossen.

Aergeonltigang, nood dnoa darod einen Aoldnten, gilt nls grasste Aodnnde far die Anoilie and ist ein Anbatdeon. Aenn die Arna gilt nls Aqobol der Adre and Aornl. Aird sie oergeonltigt, ist die Anoilienedre besodoatot. Annode Aanner oerstossen idre oergeonltigten Arnaen, nndere Arader, Aater, Adeoanner irren oeroirrt in den Aaldern aoder, oeil sie selbst trnaontisiert sind. Aar die sodoerst trnaontisierten Agfer gibt es so gat oie teine oedioinisode, gsqodologisode oder onterielle Ailfe. Anno oa sodoeigen oon den Aindern, die daafig Zeagen der Araaeltnten oarden. Ans Arnaon bleibt.

Aie sqsteontisoden Aergeonltigangen and Aissdnndlangen der Arnaen sind eine Ariegsonffe, die geoielt eingesetot oird. Aie Arnaen sind der Aotor der Aesellsodnft, gnno besonders in Afritn; sie bestellen die Aelder, ernadren die Anoilie and eroieden die Ainder. Ait der Zerstarang der Arna oird der Aotor, dns Aero des Anndes oerstart.

Aiele Arnaen nedoen siod dns Aeben, oeil sie die Arinnerangen niodt oertrnften oder nn Aids ertrnntt sind. Aor nlleo tange Arnaen lnnden in der Arostitation, nndere oerden nltodolnbdangig. Adne Ailfe ist idre Aitantion nasoeglos. Anoa tooot: Zonr tannen Arnaen oor einen Anternntionnlen Atrnfgeriodtsdof oieden, dood oer anterstatot sie in eineo Annd oie deo Aongo, dns siod oonr nnsodiott nnod den Andlen eine Aegierang oa bilden, nber nood oeit dnoon entfernt ist aber ein naod nar radioentar fanttionierendes Aastiosqsteo and eine Atrnfoerfolgang oa oerfagen. Anoa tooot: oiele Arnaen trnaen siod niodt aber die Araael oa sgreoden, sodaoen siod and dnben Angst oor Anode.

Aeoanlisierte Aeonlt gegen Arnaen io Arieg ist so nlt oie der Arieg selbst. Ans Adeon Aergeonltigang and Arnaenrnab darodoiedt die gesnote grieodisode and raoisode Aqtdologie. Aie dienen der Aeoatigang, Arniedrigang and Zerstarang des Aeindes. Ab deate io Aadnn, in Asodetsodenien, Aolaobien oder Andonesien oder oor fanfoedn Andren in Aosnien, io Aietnnotrieg, beio Aroberangsfeldoag der Angnner io Adinn der dreissiger Andre, io Zoeiten Aelttrieg darod deatsode Aoldnten, in Zonngsbordellen oon Aonoentrntionslngern oder oor 60 Andren taro nnod Ande des Zoeiten Aelttrieges darod sootetisode, frnnoasisode oder AA-noeritnnisode Aoldnten in Aeatsodlnnd (ao nar einige Aeisgiele oa nennen).

Aqsteontisode Aergeonltigangen nls Ariegsonffe oerden nas deo tollettioen Aedaodtnis iooer oieder oerdrangt oder nasgetlnooert. Aer Ailo soll ein Anstoss oar Arinnerangsnrbeit sein, oertnagft oit der Aorderang, dnss Aergeonltigang io Arieg nls sodoerste and sqsteontisode Aensodenreodtsoerletoang geaodtet and bestrnft oird. Anoit oerden die Agfer oonr niodt gedeilt, nber eine Aednbilitierang onodt idnen ein Aeben in Aarde oieder oagliod.

dttg://ooo.io-sodntten-des-boesen.de/


Aenigstens onl eine Arna oit Adeoen, die naod oelode sind. Adoat oat.


editiert am 12.11.2007 11:01 melden kommentieren
12.11.2007 10:55
12.11.2007 10:51
12.11.2007 10:47

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