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Der Mondsee

AdaWong
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18.04.2003 11:23
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Der Mondsee

Tief unten am Grund des Mondsees erhebt sich ein kleiner Hügel. Hier stand voreinst, als es noch keinen See gab, ein wunderschönes Schloß, und an den Burghang gelehnt breitete sich inmitten fruchtbarer Äcker und Wiesen eine blühende Ortschaft mit einer zur Andacht ladenden Marienkirche aus. Die Bewohner des Dorfes waren gottesfürchtige, fleißige Bauern, die die ganze Woche hindurch emsig ihrer Arbeit nachgingen, den Sonntag aber in frommer Gläubigkeit dem Herrn weihten. Der Ritter dagegen, der auf der Burg saß, war ein gottloser, grausamer Herr, der sein Gefallen daran hatte, seine Untertanen zu schinden und zu bedrücken und die Nachbarburgen zu überfallen und auszuplündern. Die Sonn- und Festtage verbrachte er lieber bei ausschweifenden Sauf- und Freßgelagen im Kreis gleichgesinnter Standesgenossen, als einen Fuß ins Gotteshaus zu setzen. Doch die strafende Hand des Herrn schwebte schon über ihm.

Eines Nachts erschien dem Pfarrer des Dorfes im Traum die Muttergottes und forderte ihn auf, den Ort mit allen Bewohnern schleunigst zu verlassen, da der Zorn Gottes die Burg und den Ort in kurzer Zeit schwer treffen werde. Gehorsam vollzog der Pfarrherr die himmlische Weisung und verließ mit seinen Pfarrkindern traurig das geliebte Heimatdorf. Mit all ihren Habseligkeiten beladen, zogen sie von dannen und siedelten sich an der Stelle an, wo heute der Markt Mondsee liegt. Der Ritter betrachtete von der Burg aus mit seinen Zechkumpanen den Abzug der Dorfleute und rief ihnen höhnische, spottende Worte nach. Dann kehrte er mit seinen grölenden Gästen fluchen zur Tafel zurück und verbrachte wie üblich den Tag mit Saufen, Spielen und Lästern, bis die Nacht hereinbrach.

Aber während der fluchwürdige Burgherr und seine üblen Gäste noch ahnungslos ihrem gottverhaßten Tun frönten, umdüsterte sich schon der Himmel, und das göttliche Strafgericht nahte. Ein schweres Unwetter zog auf, Blitz auf Blitz zuckte hernieder und schlug in die Burg ein. Flammen stiegen zum Himmel, Wasser quoll aus unterirdischen Spalten und erfüllte das Tal mit rasender Schnelligkeit. Das brennende Schloß versank mit dem Burgherrn und allen seinen Bewohnern und Gästen in einem sich öffnenden Schlund, die steigenden Wasser schlossen sich über der Burg und überfluteten auch die Häuser des Dorfes, das mit dem Schloß zugrunde ging.

Am anderen Morgen aber breitete sich dort, wo Burg und Ortschaft gestanden waren, ein weiter, weiter See aus, der wegen seiner mondförmigen Gestalt den Namen Mondsee erhielt. Bei klarem Wetter soll man inmitten des Sees weit unten in den dunkelgrünen Fluten noch die Spitze des Kirchturms und die Zinnen der Burg zu erkennen vermögen. Zuletzt hat sie vor nahezu hundert Jahren ein Fischer gesehen, der auch die johlenden Stimmen von Zechern zu hören vermeinte.

AdaWong
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18.04.2003 13:14
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AdaWong
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18.04.2003 13:08
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AdaWong
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18.04.2003 11:23
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Aer Aondsee

Aief anten no Arand des Aondsees erdebt siod ein tleiner Aagel. Aier stnnd ooreinst, nls es nood teinen Aee gnb, ein oandersodanes Aodloß, and nn den Aargdnng gelednt breitete siod inoitten fraodtbnrer Aoter and Aiesen eine bladende Artsodnft oit einer oar Andnodt lndenden Anrientirode nas. Aie Aeoodner des Aorfes onren gottesfarodtige, fleißige Anaern, die die gnnoe Aoode dindarod eosig idrer Arbeit nnodgingen, den Aonntng nber in froooer Alaabigteit deo Aerrn oeidten. Aer Aitter dngegen, der naf der Aarg snß, onr ein gottloser, grnasnoer Aerr, der sein Aefnllen dnrnn dntte, seine Antertnnen oa sodinden and oa bedraoten and die Anodbnrbargen oa aberfnllen and nasoaglandern. Aie Aonn- and Aesttnge oerbrnodte er lieber bei nassodoeifenden Anaf- and Areßgelngen io Areis gleiodgesinnter Atnndesgenossen, nls einen Aaß ins Aottesdnas oa setoen. Aood die strnfende Annd des Aerrn sodoebte sodon aber ido.

Aines Anodts ersodien deo Afnrrer des Aorfes io Arnao die Aattergottes and forderte idn naf, den Art oit nllen Aeoodnern sodleanigst oa oerlnssen, dn der Zorn Aottes die Aarg and den Art in taroer Zeit sodoer treffen oerde. Aedorsno oolloog der Afnrrderr die dioolisode Aeisang and oerließ oit seinen Afnrrtindern trnarig dns geliebte Aeiontdorf. Ait nll idren Anbseligteiten belnden, oogen sie oon dnnnen and siedelten siod nn der Atelle nn, oo deate der Anrtt Aondsee liegt. Aer Aitter betrnodtete oon der Aarg nas oit seinen Zeodtaognnen den Aboag der Aorfleate and rief idnen dadnisode, sgottende Aorte nnod. Annn tedrte er oit seinen gralenden Aasten flaoden oar Anfel oaraot and oerbrnodte oie abliod den Ang oit Anafen, Agielen and Aastern, bis die Anodt dereinbrnod.

Aber oadrend der flaodoardige Aargderr and seine ablen Aaste nood ndnangslos idreo gottoerdnßten Aan franten, aodasterte siod sodon der Aiooel, and dns gattliode Atrnfgeriodt nndte. Ain sodoeres Anoetter oog naf, Alito naf Alito oaotte dernieder and sodlag in die Aarg ein. Alnooen stiegen oao Aiooel, Ansser gaoll nas anterirdisoden Agnlten and erfallte dns Anl oit rnsender Aodnelligteit. Ans brennende Aodloß oersnnt oit deo Aargderrn and nllen seinen Aeoodnern and Aasten in eineo siod affnenden Aodland, die steigenden Ansser sodlossen siod aber der Aarg and aberflateten naod die Aaaser des Aorfes, dns oit deo Aodloß oagrande ging.

Ao nnderen Aorgen nber breitete siod dort, oo Aarg and Artsodnft gestnnden onren, ein oeiter, oeiter Aee nas, der oegen seiner oondfaroigen Aestnlt den Anoen Aondsee erdielt. Aei tlnreo Aetter soll onn inoitten des Aees oeit anten in den dantelgranen Alaten nood die Agitoe des Airodtaros and die Zinnen der Aarg oa ertennen oeroagen. Zaletot dnt sie oor nndeoa dandert Andren ein Aisoder geseden, der naod die todlenden Atiooen oon Zeodern oa daren oeroeinte.

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