Die Augen sind noch immer schön - aber fast e
Sie hat Philosophie studiert, hätte fast über Nietzsche promoviert und war eine beliebte Fernsehmoderatorin. Nach dem Tod ihrer Tochter Alexandra aber ist Petra Schürmann, die heute siebzig Jahre alt wird, buchstäblich verstummt.
#####psychoreaktive Sprachstörung.
Petra Schürmann leidet darunter. Wenn sie sich etwas wünschen dürfe, sagt sie schriftlich, möchte sie wieder sprechen können.
Petra Schürmann hat vom Sprechen gelebt. Vor allem aber hat sie für ihr einziges Kind gelebt: Alexandra. Als sie bei einem Autounfall, den ein Geisterfahrer und Selbstmörder verursacht, am 21. Juni 2001 umkommt, stirbt auch ein Teil von Petra Schürmann.
Ein Jahr später erscheint ein Buch, in dem sehr viel von Alexandra und ihrer Mutter steht. Es liest sich wie eine Selbsttherapie, ja teilweise wie Autosuggestion und heißt: "Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr." Gerade hat der Bayerische Rundfunk einen kleinen Film über sie gezeigt. Petra Schürmann sagt nichts darin, weil sie nichts sagen kann.
Sie kommentiert die Bilder nur mit ihren Blicken. Petra Schürmanns Augen sind immer noch schön, aber fast erloschen. Als seien sie eine Illustration zu den letzten Zeilen von Mahlers Lied: "Ich bin gestorben dem Weltengetümmel, und ruh in einem stillen Gebiet, ich leb allein in meinem Himmel, in meinem Lieben, in meinem Lied."
#####psychoreaktive Sprachstörung.
Petra Schürmann leidet darunter. Wenn sie sich etwas wünschen dürfe, sagt sie schriftlich, möchte sie wieder sprechen können.
Petra Schürmann hat vom Sprechen gelebt. Vor allem aber hat sie für ihr einziges Kind gelebt: Alexandra. Als sie bei einem Autounfall, den ein Geisterfahrer und Selbstmörder verursacht, am 21. Juni 2001 umkommt, stirbt auch ein Teil von Petra Schürmann.
Ein Jahr später erscheint ein Buch, in dem sehr viel von Alexandra und ihrer Mutter steht. Es liest sich wie eine Selbsttherapie, ja teilweise wie Autosuggestion und heißt: "Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr." Gerade hat der Bayerische Rundfunk einen kleinen Film über sie gezeigt. Petra Schürmann sagt nichts darin, weil sie nichts sagen kann.
Sie kommentiert die Bilder nur mit ihren Blicken. Petra Schürmanns Augen sind immer noch schön, aber fast erloschen. Als seien sie eine Illustration zu den letzten Zeilen von Mahlers Lied: "Ich bin gestorben dem Weltengetümmel, und ruh in einem stillen Gebiet, ich leb allein in meinem Himmel, in meinem Lieben, in meinem Lied."