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Die Verantwortung der Konsumentin


14.10.2008 22:26
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Hallo!

Der Kapitalismus ist suboptimal, keine Frage...;
Wir leben in ihm, womöglich leider...keine Frage;

Userinnen von Lesarion haben die verschiedensten Lebensbedingungen auch in Bezug auf eigenes Kapital/Einkommen, bestimmt!

Trotzdem Frage ich mich in vielen Threads, sind wir wirklich so ausgeliefert wie es manchmal zwischen/in den Zeilen erscheint...wo sind eigene Möglichkeiten in dem System und werden sie genutzt?

Wie oft lese ich, alles eine Frage des Geldes, geht es um konsumieren z.B. von Lebensmitteln;
Wie oft lese ich, vieles ist nur möglich, lebt Frau im Mittelstand, keine Frage, sicherlich ist vieles leichter und manches nur dann...trotzdem....;

Der Preis des Kapitalismus, böse und wiederum einfach gesagt: er verhindert, dass Unternehmen mehr Menschen beschäftigen, höhere Löhne bezahlen, bessere Arbeitsbedingungen schaffen, trotzdem ordentlich Steuern zahlen und soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.

Einfach?

Mehrwertstreben mit allen Nachteilen. Der Lohnfordernde Arbeiter der Anfang allen Übels für gewinnstrebende Unternehmen?

Ist es so einfach?

Man muss ihn einerseits möglichst schlecht bezahlen, den Arbeiter, damit die Gewinne stimmen, doch andererseits müsste man ihm auch genug geben, damit er von dem, was er erzeugt, so viel kaufen kann, wie es die Absatzplanung verlangt.
Vielleicht ... die Differenz zwischen Kaufkraft und Produktion vertuschen wir durch preiswerte Importe und rentable Exporte.

Exportieren können wir sehr gut, auch billig hereinholen.

Doch mit der Herstellung globaler Märkte wird das zunehmend schwieriger und wenn einst, im Endstadium der Globalisierung, alle Handelsschranken gefallen sind, muss das Kartenhaus zwangsläufig in sich zusammenbrechen.

Aber bricht es?

Ich denke Konsumenten fördern bestimmtest Verhalten, ja sie erzwingen es sogar. Weil auch Konsumenten wollen ihren Gewinn.
Sie wollen möglichst viel Ware für wenig Geld (etwas platt aber klar).

Unternehmen werden preiswert um Marktanteile zu gewinnen. Sie diktieren Einkaufspreise der Lieferanten und treiben sie im Zweifel in den Ruin, irgendjemand liefert schon für weniger Geld. Sie drücken Produktionskosten und auch Löhne soweit es geht......weil der (Arbeitnehmer) Konsument es will!

Die Folge ist, dass Kalkulation und Preisbildung des marktbeherrschenden Unternehmens im festen Bezugsrahmen der Konsumenten den Eindruck erwecken, es läge ein besonders preiswertes und faires Angebot vor.

Dabei kann das marktbeherrschende Unternehmen die niedrigen Preise nur deswegen anbieten, weil es gleichzeitig dem Markt in ganz erheblichem Maße Kaufkraft vorenthält.

Je rigoroser die Einkaufspreise gedrückt werden, je weiter die eigenen Beschäftigten und die Beschäftigten der Lieferanten zu Lohnverzicht gezwungen und in die Arbeitslosigkeit gedrängt werden, desto größer werden, trotz immer noch sinkender Verkaufspreise, die Gewinne.

Es lebe Aldi und Schlecker.

Wenn nun die Konkurrenz ihrerseits versuchen muss, die Preise zu senken, um den Umsatz und damit die Basis für den Gewinn nicht zu verlieren, muss auch sie die im Markt verfügbare Kaufkraft noch weiter beschneiden.

Wer trägt Verantwortung für was?

Wer kauft was und wieviel bei Tante Emma und was kaufen wir von Aldi und Discountern? Recherchieren wir nicht bei sehr vielem wo's günstig zu haben ist? Ändert sich das mit dem eigenem Kapital, ich würde nicht denken dass es hieran festzumachen ist. Auch begünstigte Menschen kaufen gerne preisgünstig ein.



Verkürzt gesagt, ein Arbeiter hat wenig ohne die Möglichkeit seine Arbeitskraft an jemanden zu verkaufen. Beide, Unternehmer und Arbeiter bedingen sich, mit den ihnen eigenen Machtverhältnissen.


Die Albrechtbrüder sind die reichsten Unternehmer in Deutschland...;

Ok, manche Läden sind teuer, Bioläden z.B.;
Für mich ist nicht so, dass Bioläden die einzige Möglichkeit sind hochwertige Güter einzukaufen. Sie stellen lediglich eine schnell zu erwerbende Produktpalette aus, sie sparen Zeit.

Ich selbst wohne in Hannover, Cityring. Will ich günstig und gut einkaufen kann ich direkt von Bauern kaufen, sehr günstig, hochwertig, will ich es noch günstiger kann ich es selbst ernten...beim Bauern nebenan;

Will ich günstig, eben nicht beim Diskounter einkaufen, kostet mich das Zeit, ich muß Preise auswerten und in verschiedenen Läden kaufen.

Nur ein kleines Beispiel...aber Geld alleine ist für mich oft kein Grund und zu kurz gedacht in der Verantwortung des Einzelnen....



editiert am 14.10.2008 22:29 melden

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17.10.2008 13:04
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editiert am 17.10.2008 12:47 melden kommentieren
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editiert am 17.10.2008 11:28 melden kommentieren
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