Die Wölfin
Die Wölfin
Es ist lange her, daß ich das Bedürfnis hatte, zu schreiben. Aber die Ereignisse haben sich in der ersten Woche unseres "Kennenlernens" dermaßen gebündelt, ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, wenn ich daran denke...
Ich habe sie am 08.08.'98 im Stollwerk gesehen und sie ließ mir keine Wahl, ich wollte sie.
4,5 Monate hatte ich mich danach gesehnt, 4,5 Monate hatte ich nur Elend erlebt, die für mich uninteressante Heterowelt, psyschiche Abstürze um mich herum, ein sehr lieblos eingerichteter Rosengarten, den ich mir niemals so vorgestellt hatte, 4m Zigaretten jeden Tag, manchmal 5m, wenn die Nacht zum Tag wurde, und dann sie:
Mit ihren versteckten Grübchen, ihrem geheimnisvollen, sinnlichen Blickfang, ihren anmutigen Schultern; ich faßte allen Mut zusammen und sprach sie einfach an. Ich hatte es mir so vorgenommen jedenfalls. Die erste Möglichkeit hatte ich bereits vertan, die zweite auch, es gab mir umso mehr Zeit, sie weiterhin nur zu beobachten und mir vorzustellen, was ich ihr sagen könnte. Die Worte kamen wie von selbst über meine Lippen. "Es fehlen 2 Planeten auf Deinem T-Shirt!"---
"Wieso? Welche?"--"Sie sind erst vor etwa 2 Wochen entdeckt worden und jeweils größer, als Jupiter mit einem Durchmesser von 412000 km!" Der Anfang war geschafft, uff, ich fing ihre Blicke auf und merkte gar nicht mehr, worüber wir redeten, es war nicht weiter auffällig, weil sie ganz von selbst die Unterhaltung steuerte und so hatte ich Gelegenheit, den Klang ihrer Stimme aufzufangen. Sie war erotisch dunkel und hatte etwas von einer reifen Frau, ihre Augen durchdrangen mein Unterbewußtsein und ich mußte mich stark darauf konzentrieren, daß ihr unsere Konversation nicht zu langweilig wurde, weil ich es ungemein genoß, wie sie mich ansah. Ich konnte nicht anders als dahin abschweifen und es entstand eine geräumige Pause. Ich spürte die Spannung, die sie unterhalb meiner Gürtellinie auslöste und ignorierte sie, um weiter mit ihr zu reden...
6 Tage später, wir hatten uns fast jeden Tag geliebt, waren beide ausgepowert, wollte sie, was sie bereits schon nach 5 Tagen betonte, daß wir uns auf freundschaftlicher Basis nach einer Pause von einer Woche wiederbegegneten. Es wurde eine sehr lange Woche. In dieser Woche arbeitete ich weiterhin daran, mit einem Bein auf eigenen Füßen zu stehen, das andere war noch nicht gesund genug: Ich litt unter Depressionen, sagten sie, es hatte mich vor 4,5 Monaten umgehauen, als ich mich in diesem Loch der Schwerfälligkeit, Frustration, Todessehnsucht und Melancholie wiederfand.
Nun übte ich mich in Geduld, eigentlich eine mir sehr vertraute Eigenschaft durch die letzten 4,5 Monate. Wie oft hatte ich einfach nur dagesessen und gewartet, daß alles vorübergeht und besser werden würde. Ich war ohnmächtig vor Seelenschmerz.
Es ist lange her, daß ich das Bedürfnis hatte, zu schreiben. Aber die Ereignisse haben sich in der ersten Woche unseres "Kennenlernens" dermaßen gebündelt, ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht, wenn ich daran denke...
Ich habe sie am 08.08.'98 im Stollwerk gesehen und sie ließ mir keine Wahl, ich wollte sie.
4,5 Monate hatte ich mich danach gesehnt, 4,5 Monate hatte ich nur Elend erlebt, die für mich uninteressante Heterowelt, psyschiche Abstürze um mich herum, ein sehr lieblos eingerichteter Rosengarten, den ich mir niemals so vorgestellt hatte, 4m Zigaretten jeden Tag, manchmal 5m, wenn die Nacht zum Tag wurde, und dann sie:
Mit ihren versteckten Grübchen, ihrem geheimnisvollen, sinnlichen Blickfang, ihren anmutigen Schultern; ich faßte allen Mut zusammen und sprach sie einfach an. Ich hatte es mir so vorgenommen jedenfalls. Die erste Möglichkeit hatte ich bereits vertan, die zweite auch, es gab mir umso mehr Zeit, sie weiterhin nur zu beobachten und mir vorzustellen, was ich ihr sagen könnte. Die Worte kamen wie von selbst über meine Lippen. "Es fehlen 2 Planeten auf Deinem T-Shirt!"---
"Wieso? Welche?"--"Sie sind erst vor etwa 2 Wochen entdeckt worden und jeweils größer, als Jupiter mit einem Durchmesser von 412000 km!" Der Anfang war geschafft, uff, ich fing ihre Blicke auf und merkte gar nicht mehr, worüber wir redeten, es war nicht weiter auffällig, weil sie ganz von selbst die Unterhaltung steuerte und so hatte ich Gelegenheit, den Klang ihrer Stimme aufzufangen. Sie war erotisch dunkel und hatte etwas von einer reifen Frau, ihre Augen durchdrangen mein Unterbewußtsein und ich mußte mich stark darauf konzentrieren, daß ihr unsere Konversation nicht zu langweilig wurde, weil ich es ungemein genoß, wie sie mich ansah. Ich konnte nicht anders als dahin abschweifen und es entstand eine geräumige Pause. Ich spürte die Spannung, die sie unterhalb meiner Gürtellinie auslöste und ignorierte sie, um weiter mit ihr zu reden...
6 Tage später, wir hatten uns fast jeden Tag geliebt, waren beide ausgepowert, wollte sie, was sie bereits schon nach 5 Tagen betonte, daß wir uns auf freundschaftlicher Basis nach einer Pause von einer Woche wiederbegegneten. Es wurde eine sehr lange Woche. In dieser Woche arbeitete ich weiterhin daran, mit einem Bein auf eigenen Füßen zu stehen, das andere war noch nicht gesund genug: Ich litt unter Depressionen, sagten sie, es hatte mich vor 4,5 Monaten umgehauen, als ich mich in diesem Loch der Schwerfälligkeit, Frustration, Todessehnsucht und Melancholie wiederfand.
Nun übte ich mich in Geduld, eigentlich eine mir sehr vertraute Eigenschaft durch die letzten 4,5 Monate. Wie oft hatte ich einfach nur dagesessen und gewartet, daß alles vorübergeht und besser werden würde. Ich war ohnmächtig vor Seelenschmerz.