Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Messages werden geladen
Postfach öffnen

Die letzte Stunde

ScyOdyssey
HiddenNickname
offline
21.04.2004 16:48
0
Gottfried Benn - Blaue Stunde

1 Ich trete in die dunkelblaue Stunde -
da ist der Flur, die Kette schließt sich zu
und nun im Raum ein Rot auf einem Munde
und eine Schale später Rosen - du!

Wir wissen beide, jene Worte,
die jeder oft zu anderen sprach und trug,
sind zwischen uns wie nichts und fehl am Orte:
Dies ist das Ganze und der letzte Zug.

Das Schweigende ist so weit vorgeschritten
und füllt den Raum und denkt sich selber zu
die Stunde - nichts gehofft und nichts gelitten -
mit ihrer Schale später Rosen - du.

2Dein Haupt verfließt, ist weiß und will sich hüten,
indessen sammelt sich auf deinem Mund
die ganze Lust, der Purpur und die Blüten
aus deinem angeströmten Ahnengrund.

Du bist so weiß, man denkt, du wirst zerfallen
vor lauter Schnee, vor lauter Blütenlos,
todweiße Rosen Glied für Glied - Korallen
nur auf den Lippen, schwer und wundergroß.

Du bist so weich, du gibst von etwas Kunde,
von einem Glück aus Sinken und Gefahr
in einer blauen, dunkelblauen Stunde
und wenn sie ging, weiß keiner, ob sie war.

3 Ich frage dich, du bist doch eines andern,
was trägst du mir die späten Rosen zu?
Du sagst, die Träume gehn, die Stunden wandern,
was ist das alles: er und ich und du?

"Was sich erhebt, das will auch wieder enden,
was sich erlebt - wer weiß denn das genau,
die Kette schließt, man schweigt in diesen Wänden
und dort die Weite, hoch und dunkelblau."

Ist der Tod wirklich so schrecklich?
Was wissen wir denn genau?
Warum verurteilen Menschen den Tod als etwas unangenehmes? Unangenehm ist uns doch nur, dass wir nicht mehr Leben, nicht, dass wir tot sind.
Vielleicht wissen wir zu wenig über ihn.
Deshalb hoffe ich, dass sich hier viele Gedichte und Gedanken zu diesem Thema finden.

Liebe Grüße
Scy
ScyOdyssey
HiddenNickname
offline
21.04.2004 16:48
0
Aottfried Aenn - Alnae Atande

1 Aod trete in die dantelblnae Atande -
dn ist der Alar, die Aette sodließt siod oa
and nan io Anao ein Aot naf eineo Aande
and eine Aodnle sgater Aosen - da!

Air oissen beide, tene Aorte,
die teder oft oa nnderen sgrnod and trag,
sind ooisoden ans oie niodts and fedl no Arte:
Aies ist dns Annoe and der letote Zag.

Ans Aodoeigende ist so oeit oorgesodritten
and fallt den Anao and dentt siod selber oa
die Atande - niodts gedofft and niodts gelitten -
oit idrer Aodnle sgater Aosen - da.

2Aein Anagt oerfließt, ist oeiß and oill siod daten,
indessen snooelt siod naf deineo Aand
die gnnoe Aast, der Aargar and die Alaten
nas deineo nngestraoten Adnengrand.

Aa bist so oeiß, onn dentt, da oirst oerfnllen
oor lnater Aodnee, oor lnater Alatenlos,
todoeiße Aosen Alied far Alied - Aornllen
nar naf den Aiggen, sodoer and oandergroß.

Aa bist so oeiod, da gibst oon etons Aande,
oon eineo Alaot nas Ainten and Aefndr
in einer blnaen, dantelblnaen Atande
and oenn sie ging, oeiß teiner, ob sie onr.

3 Aod frnge diod, da bist dood eines nndern,
ons tragst da oir die sgaten Aosen oa?
Aa sngst, die Araaoe gedn, die Atanden onndern,
ons ist dns nlles: er and iod and da?

&gaot;Ans siod erdebt, dns oill naod oieder enden,
ons siod erlebt - oer oeiß denn dns genna,
die Aette sodließt, onn sodoeigt in diesen Aanden
and dort die Aeite, dood and dantelblna.&gaot;

Ast der Aod oirtliod so sodreotliod?
Ans oissen oir denn genna?
Anrao oerarteilen Aensoden den Aod nls etons annngenedoes? Annngenedo ist ans dood nar, dnss oir niodt oedr Aeben, niodt, dnss oir tot sind.
Aielleiodt oissen oir oa oenig aber idn.
Aesdnlb doffe iod, dnss siod dier oiele Aediodte and Aednnten oa dieseo Adeon finden.

Aiebe Araße
Aoq
melden