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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadDistanzierung vom ev. luth. Glauben
30.03.2008 22:18
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0 Ich gestehe hiermit öffentlich Mitglied der ev. Lutherischen Kirche zu sein. Nach dem Fitna-Thread sind mir die Augen aufgegangen und ich halte es für dringend geboten, mich öffentlich von dem Gründer dieser Glaubensrichtung zu distanzieren. Es handelt sich um einen Frauenfeind und Antisemiten der schlimmsten Sorte. Sein ungebrochenes Verhältnis zur Obrigkeit tut ein Übriges. Insbesondere möchte ich mich von folgenden Aussagen distanzieren: „Erst am Jüngsten Tag wird Gott die Sünder strafen und den Gläubigen Gerechtigkeit widerfahren. Im Hier und Jetzt gibt es keine Erlösung. Man muss die Dinge nehmen, wie Gott sie geschaffen hat – einschließlich Fürsten, Kaiser und Päpste. Der einfache Christ hat nicht das Recht, Dinge zu verändern.“ „Deutschland musste vom Papismus befreit werden, aber das war Sache der Fürsten. Für das Volk gilt: „Darum hab acht auf die Obrigkeit .... so halt du stille mit Hand, Mund und Herz.“ „Ich bin der Meinung: es ist besser, dass alle Bauern erschlagen werden als die Fürsten und Obrigkeiten und zwar deshalb, weil die Bauern ohne Gewalt von Gott das Schwert nehmen: Deshalb gebührt den Bauern keine Barmherzigkeit, keine Geduld, sondern der Zorn und Unwillen Gottes.“ „Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da.“ „Ein toter Sohn ist besser als ein ungezogener.“ „Ja, was wollen wir Christen nun tun mit diesem verworfenen, verdammten Volk der Juden? Erstens soll man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecken und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufen und zuschütten. Zum anderen soll man auch ihre Häuser zerbrechen und zerstören. Zum dritten soll man ihnen alle ihre Gebetbücher nehmen. Zum vierten soll man ihnen verbieten, bei uns öffentlich Gott zu loben, zu danken, zu beten, zu lehren, bei Verlust des Leibes und Lebens. Fünftens soll man den Juden das freie Geleit auf der Straße ganz untersagen. Sechstens soll man ihnen den Wucher verbieten und ihnen alle Barschaft und Kleinodien in Silber und Gold nehmen. Siebtens soll man den jungen, starken Juden und Jüdinnen Flegel, Axt, Spaten, Rocken und Spindel in die Hand geben und sie ihr Brot verdienen lassen im Schweiße des Angesichts“ Ich entschuldige mich vielmals, dass ich bis jetzt offiziell Mitglied dieser Kirche bin, obwohl ich mich nicht mit diesem Glauben identifizieren kann. Bisher habe ich gern meine Kirchensteuer bezahlt, weil die Kirchen zu den wenigen gesellschaftlichen Kräften gehören, die mitunter mal ein wenig Geld für Flüchtlinge hergeben und diese z.B. durch Kirchenasyl zu unterstützen bereit sind. Es tut mir sehr leid, diese pragmatische Haltung eingenommen zu haben.
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