Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Messages werden geladen
Postfach öffnen

Ein Irrer...

misundaztood
HiddenNickname
offline
03.07.2005 17:59
0
...wohnt in unserem Haus.
Seit gestern morgen um viertel nach neun hört dieser Mensch nun Musik bei offenem Fenster. Nicht, dass ich was gegen Musik hätte, aber diese Zusammenstellung, die der Gute sich da zu Gemüte führt, ist einfach nur grauenhaft. Dazu hat er alle Fenster auf Kipp gestellt und meint, seine Nachbarn möchten das auch hören. Reizend.

Doch damit nicht genug. Den ersten Kontakt mit ihm hatten wir vor knapp drei Monaten, als er gegen 19 Uhr an unserem Fenster vorbeilief, erst meine Freundin anpöbelte, dann in ihre Richtung spuckte und uns im Vorbeigehen "Lesbenvolk" durchs Fenster zuzischte. Anschließend brüllte und randalierte er bis ca. 1 Uhr nachts zunächst auf der Straße und dann in unserem Innenhof unseres Mietshauses herum. Da wir im Erdgeschoss wohnen, sind wir zusätzlich auch noch bestens von allen Seiten zu erreichen und einzusehen. Irgendwann verschwand er dann in seiner Wohnung im 4. Stock, von der aus er auf unsere Fassade schauen kann und brüllte lustig weiter. Persönlich hat er uns nicht mehr angegriffen, aber die Angst blieb irgendwie. Die Polizei haben wir an diesem Abend nicht gerufen, weil wir ganz einfach Angst hatten, dass der Irre dann erst recht auf uns losgeht.

Am nächsten Tag, als ich aus dem Haus ging, habe ich ihn scheinbar geweckt - auf jeden Fall fing er sofort wieder an zu brüllen. Als ich ca. 5 Minuten später zurückkam, stand er vor seinem Haus auf der Straße und pöbelte. Was für ein Glück, dass die Polizei grad an der Ecke stand. Die Rettung, dein Freund und Helfer!, dachte ich und sprach die Polizistin an. Ich erklärte ihr die Situation, sagte ihr, dass ich an ihm vorbeimüsste, um nach Hause zu gelangen und hoffte auf ihre Hilfe. Ihr Vorschlag: Gehen Sie doch auf der anderen Straßenseite entlang. Sie würde dann, wenn ihr Kollege zurückkommt, mal mit dem Auto dran vorbeifahren. Ach ja. Was für eine blendende Idee.

Wie dem auch sei, dann war Ruhe. Über Wochen hinweg.
Und jetzt, seit etwa vier Wochen, ist der Irre wieder da. Erst brüllte er wieder im Innenhof herum, genau vor unseren Fenstern wohlgemerkt und mitten in der Nacht. Später verlagerte er seinen Standort ins Treppenhaus, von wo aus er auch ganz toll schreien konnte. Diesmal hatte er ein paar Nachbarn im Visier, die im Garten saßen und sich leise unterhielten. Diesmal war er auch nicht ganz so aggressiv wie beim ersten Mal. Und aus irgendeinem Grund haben wir wieder nicht die Polizei gerufen. Wie blöd eigentlich.
Seither haben wir ihn ein paar Mal auf der Straße gesehen, aber da war er ganz ruhig und hat nichts gesagt. Für mich reicht momentan schon allein die Gewissheit, dass er da wohnt, um mich hier nicht wohl zu fühlen. Und wenn er dann noch Lebenszeichen von sich gibt, könnte ich heulen wie nichts Gutes.

Inzwischen wissen wir, dass er wohl irgendwann an einem unseligen Tag auf Drogen hängen geblieben ist (meinen Recherchen zufolge vermutlich LSD) und nun eine ausgeprägte Tendenz zur Schizophrenie hat. Meistens hat er sich per Medikament im Griff. Und manchmal - wie es jedem mal passiert - vergisst er seine Tabletten. Er war angeblich auch schon mehrfach in der Klinik und sein Leben ist wahrscheinlich ziemlich im Arsch.
Irgendwie ist er eine arme Sau.
Und trotzdem kann ich mit ihm kein Mitleid haben... Er macht mir einfach nur Angst. Wahrscheinlich ist das nicht angebracht, weil er vermutlich vor allem vor sich selbst Angst hat, aber ich bin in meiner Haut gefangen und komme gegen mich selbst nicht an. Sowas ist mir noch nie passiert...

Zum 1. August ziehen wir übrigens um - und dass, obwohl ich eigentlich kein Mensch bin, der vor seinen Problemen wegläuft.

Jetzt habe ich so lange geschrieben, dass inzwischen seine Musik aus ist. Vielleicht war es genau dafür gut.
Schönen Abend noch.
misundaztood
HiddenNickname
offline
03.07.2005 19:19
0
@AeAaA
An, iod dnbe Angst oor dieseo Aqgen. Anasodnlisieren tnnn iod dns niodt, dn iod nood nie oorder so teonndeo begegnet bin - nber oor dieseo gnno sgeoiellen dnb iod in der Ant Angst. Zaonl dns gnnoe tn iooer nnodts gnssiert, ons deo gnnoen Agettntel eine gnno besondere Aarbang gibt.

Ans Aing ist einfnod, dnss es so anoirtliod ist. Ann fadlt siod eodt oie in eineo Ailo, oenn er dnnn darod diesen grnaen, tnlten and andeiolioden Annendof sodleiodt and brallt. Aooer oieder. And dnnn oersodoindet er io Anas, nber sobnld er ons oon drnaßen dart, ist er oieder dn. And oenn oir dns Aenster oa onoden, oeil er so lnat ist, ist er oieder dn.
And oenn er so einen Anfnll dnt (entsodaldigt oeine Aasdraotsoeise, nber iod tenne dns Anodootnbalnr niodt), sgriodt er totnl tlnr, nls oare er bei siod. Aber er sngt Ainge, die onn noronleroeise so niodt affentliod dart - oieoliod deftige Anoden teiloeise...
Aeio ersten Anl - nls iod nood niodt oasste, ons oit ido ist - rief er oao Aeisgiel: &gaot;Aa Aindersodander! Aod dnb geseden, ons da getnn dnst! Aa dn, io Ardgesod... - ad, io 1. Atoot!&gaot;
An geden nntarliod erstonl nlle Alnroglooten nn. Aod?! Aer tnnn nar oiod oeinen, oenn er Ardgesodoss raft... oir sind die einoigen io Ardgesodoss, die er seden tnnn. Aber dnt er tetot 1. Atoot oder Ardgesodoss gesngt? Ans dnt der io 1. Atoot geonodt? And dnt der dn oben dns oirtliod geseden?

Aod trieg lnngsno eodt Anrnnoin. Anbei oarde der oir ondrsodeinliod nie ons tan - iod dnlt's nar einfnod io Aogf niodt oedr nas.
melden