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es regnet und mein Fenster steht offen, ich rieche den Regen und es regnet in mir. Und gestern als ich in einem Park gesessen habe, habe ich die Sonne gespürt. Aber nicht nur außen auf meiner Haut, sondern in meinem Herzen. So träumte ich mich weg von hier, einer Gesellschaft, wo man sein "Geld glücklich machen soll" (Werbung einer Sparkassen), wo man im Kaufland seine notwendigen und weniger notwendigen Lebensmittel kaufen soll, wo uns tagtäglich an Bushaltestellen irgendwelche Models anlächeln und uns suggerieren, was wir noch alles an Klamotten brauchen und welches Make up unser Gesicht und unsere Augen strahlender machen. Die vielen kleinen Pornoläden laden uns ein, uns künstliche Gegenstände aus weichen Silikonen und Plastikmasse in uns hineinzuschieben, damit wir noch bessere und längerer Orgasmen bekommen.
Die Friedhöfe liegen weit außerhalb der Stadt und sind mit einer Mauer umgeben. Damit wir nicht sehen können, dass das, was wir im Außen sehen und uns kaufen und denken zu brauchen, zuletzt nicht mitnehmen können.
Wir kommen mit leeren Händen, die meisten gehen mit leeren Händen und leeren Herzen.
Gestern habe ich ein Buch gelesen- das Leben der Tuareg.
Wie fremd kommt dann einem dieses Leben vor, was wir so selbstverständlich Tag für Tag leben...