Tja, Dresden am 13.2.,
jedes Jahr das Gleiche.
Das Gleiche?
Nein, diesmal nicht.
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Ich hätte ganz gerne...dass ihr das lest,
- weil es ein SPITZENbericht ist,
und so ganz und gar UNdemagogisch.
Und weil Kinderwagen drin vorkommen,... und ältere Leute, ...und Mütter,... und die Oma,... und ein Schriftsteller....
Lest selbst:
Dresden: Bomben vor 65 Jahren Keinen Raum den Faschisten
15.02.2010
Auf die Straße zu gehen, wenn es
nicht erlaubt ist:
Wie der Schriftsteller Ingo Schulze am Jahrestag der Zerstörung Dresdens zum Radikalen wurde und den Neonazi-Aufmarsch verhinderte.
Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden, ist ein deutscher Schriftsteller. Zuletzt erschien von ihm der Band "Was wollen wir? Essays, Reden Skizzen" (Berlin 2009).
Der Zug nach Dresden fährt um 6.36 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof ab.
Bin ich ein Radikaler, ein Linker, weil ich mich trotz des Versammlungsverbots auf den Weg mache, um mich mit anderen zusammen dem Neonazi-Aufmarsch in den Weg zu stellen oder notfalls zu setzen?
Ich hätte jetzt gern jemanden, mit dem ich mich unterhalten könnte.
Ich würde gern von dem Erlebnis erzählen, das ich in Berlin am 8. Mai 2005, zum 60. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus, hatte,
als Rechtsradikale durch Berlin marschieren wollten.
Wir hatten lange nicht gewusst,
was wir tun sollten.
Als aber die Polizei verbreiten ließ, sie werde die Straße Unter den Linden nicht räumen, sollten sich dort zu viele Gegendemonstranten versammeln, zogen wir los, damals noch mit Kinderwagen.
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