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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadEurovision Song Contest Friedensbotschaft
20.04.2009 00:38
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0 Gerade im Musik-Forum über NOA gelesen... da setzt ich glatt (nochmal?) rein: ICH bin zwar kein Schlagerlulliflulli, und guck i.d. Regel auch keinen Eurovision Song Kontest (außer MIT schwulen Junx! ),aber das ist 1. schön und 2. erwähnenswert. Unten an häng ich noch den Beitrag dazu, den ich persönlich sehr gut finde, -YouTube-Link ______________________________ _____________ Jüdisch-arabisches Duo beim Eurovision Song Contest Friedensbotschaft gegen den Teufelskreis Ein Teufelskreis aus Bomben, Raketen und Drohungen bestimmt den Alltag zwischen Israelis und Palästinensern. Dass es auch anders geht, zeigt das jüdisch-arabische Duo Noa und Mira. "Es muss einen anderen Weg geben", heißt ihr Grand-Prix-Song für Israel - gesungen auf Hebräisch und Arabisch. Von Sebastian Engelbrecht, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv Ein Duett für Israel: Noa und Mira treten beim Grand Prix in Moskau an. ] "There must be another way" - "Es muss einen anderen Weg geben". Eigentlich ein schöner, ein erlösender Satz, der allen im Nahen Osten, Israelis wie Palästinensern, aus dem Herzen sprechen könnte: "Es muss einen anderen Weg geben", werden Achinoam Nini, die Jüdin, und Mira Awad, die Araberin, beim Eurovision Song Contest in Moskau am 16. Mai singen, auf Hebräisch, Arabisch und Englisch. Es muss doch einen anderen Weg geben als den bekannten Teufelskreis aus Drohungen, Raketen, Bomben, Toten und Verletzten hüben wie drüben. Seit sechs Jahren arbeiten die beiden Sängerinnen zusammen und treten gemeinsam auf. "Sollen wir schweigen? Nein!" Die Jüdin Achinoam Nini, in Europa als "Noa" bekannt, sieht mit ihrem dunklen Teint und ihren langen schwarzen Locken aus wie eine Araberin, und Mira Awad mit ihrer hellen Haut und den grünen Augen wie eine Jüdin. Sinnvoller kann eine Verwirrung nicht sein als diese. Sie passt zur universalen "Freude, schöner Götterfunken"-Botschaft des europäischen Schlagerwettbewerbs. Die beiden Israelinnen wollen dem1 Publikum, jüdischen wie arabischen Israelis und Europäern, eine Friedensbotschaft zurufen. Trotz Teufelskreis, trotz Gaza-Krieg. Noch während des Krieges im Januar entschied sich ein Komitee der israelischen Rundfunkbehörde dafür, das Duo nach Moskau zu schicken. Achinoam Nini hatte keine Bedenken: "Wir haben uns dafür entschieden, eine positive Botschaft rüberzubringen, keine negative. Und zu sagen, dass im Krieg nicht die richtige Zeit dafür ist - wann ist denn dann die richtige Zeit? Jetzt ist die beste Zeit - Leute sterben, wir weinen - sollen wir da schweigen? Nein! Wir machen jetzt weiter und verbreiten eine Botschaft des Friedens, trotz und wegen und mit dem Krieg. Und auch ohne ihn, nach ihm und vor ihm." Erste Araberin, die Israel vertreten soll Auch Mira Awad, die israelische Araberin, zweifelte nicht lange an ihrer Zusage. In einem Interview mit dem zweiten israelischen Fernsehkanal erinnert sie sich an den Augenblick, in dem sie erfuhr, dass Nini und sie als erste Araberin Israel vertreten sollen. Awad: "Das war ein emotional sehr verwirrender Moment. Weil er während des Krieges kam. Ich saß vor dem Fernseher - und dachte: soll ich die Gegner zufriedenstellen - oder die Chance nutzen?" Die Gegner, eine Gruppe israelisch-arabischer Künstler und Intellektueller riefen das Schlager-Duo kurz nach dem Ende des Gaza-Krieges dazu auf, nicht für Israel anzutreten. Wenn sie sich an der israelischen Propaganda-Maschine beteiligten, dann entstehe der falsche Eindruck einer funktionierenden Koexistenz von jüdischen und arabischen Israelis. Dieser falsche Eindruck werde dazu genutzt, so die Kritiker, den Tod hunderter palästinensischer Zivilisten im Gaza-Krieg zu übertünchen. Aber Mira Awad, die arabische Christin mit israelischer Staatsbürgerschaft, hielt an ihrer Entscheidung fest: "Ich habe es satt, immer gegen etwas zu sein. Ich will nicht mehr 'gegen' sagen. Ich will für etwas sein." http://www.tagesschau.de/ [...] 100.html
editiert am 20.04.2009 00:42
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