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Immer wieder kommt das Thema hier in Lesarion auf, und immer wieder werden am laufenden Band die gleichen Denkfehler zu Evolution und Homosexualität produziert. Ich finde das wirklich haarsträubend.
Deswegen ein kurzer, aber deutlicher Hinweis: Homosexualität und Evolution bilden nicht den geringsten Widerspruch.
Um sich zu "vermehren", und damit auch jene Ursachen von Homosexualität weiterzugeben, die in der Genetik gründen, ist es biologisch unwesentlich, ob man hetero- oder homosexuell ist. Die biologische Voraussetzung ist vielmehr, funktionsfähige Fortpflanzungsorgane zu haben - und sie dann auch zu nutzen.
Damit eine Person ein Kind zeugt, ist es nicht notwendig, dass sie den Partner der Zeugung liebt oder auch nur begehrt. Eine lesbische Frau beispielsweise kann mit einem Mann verheiratet sein und weiß Gott wieviel Kinder haben, obwohl sie Frauen liebt. Und das ist zumindest in den letzten 2000 Jahren ja wohl am ehsten der Normalfall gewesen. Gegenwärtig ändern sich diese Strukturen. Noch gibt es unheimlich viele ältere und auch einige jüngere Frauen, die Kinder aus vorangegangenen heterosexuellen Bindungen hatten. Das wird voraussichtlich weniger werden. Das bedeutet aber keineswegs, dass Lesben nun keine Kinder mehr gebären. Dies wird jetzt nur ersetzt durch andere Formen - durch die private Samenspende etwa.