FIVE ANGELS
Bill Viola zeigt im Gasometer (Oberhausen) "FIVE ANGELS FOR THE MILLENNIUM".
Eine 5 x 10x15 große Projektion bewegter Videosequenzen.
Weitere Informationen zum Gasometer unter: http://www.gasometer.de/geschichte01.htm
Als ich in der vergangenen Nacht in der Ausstellung war, durchfuhr ein sagenhafter Klang meinen Körper. Ein immer anhaltender Sound, ein Rauschen, schaffte Atmosphäre. In Verbindung mit den gezeigten Videos, die auf gleichgroße Leinwände projektiert wurden, und allesamt in High-Speed-Slowmotion (?) gedreht wurden, hingen unterschiedlich hoch, so dass sie den Raum zum einen noch pompöser erschienen ließen, zum anderen Raum schafften.
H²O
Zu sehen waren fünf sogenannte Engel – fünf männliche Personen im Wasser. Dieses Element beschreibt, wie Bill Viola selbst sagt, "Grenzsituationen menschlicher Existenzen. Es geht um Anfang und Ende. Vergänglichkeit und Wiedergeburt. Übergänge und Durchbrüche."
Die einzelnen Videosequenzen bestechen durch intensive Farben. Zudem wirken sie, durch die gezeigte Slowmotion, geradezu atemberaubend.
Ein einzelner Engel, um die Vorstellungskraft an dieser Stelle einmal zu unterstützen, fährt in ca. 7-15 Minuten in einem Farbspiel empor. Wenn man sich hierbei vorstellt, dass ein Fall ins Wasser aus naher Distanz nur wenige Sekunden dauert, wird die zeitliche Dimension deutlich.
Bill Viola nutzt keinen Schnitt. Ist ein Film durchlaufen, beginnt er nach einer kurzphasigen weißen Leinwand wieder von Neuem.
Die verschieden farbigen (divergierende Grüntöne, Blautöne – in der MITTE EIN ROTES, welches Blau umfasst) laufen in einem Zyklus nacheinander ab. Ist ein Engel "geboren", beginnt sogleich mit tiefem Bass, die Geburt des Nächsten.
Nach stundenlanger Beobachtung, empfand ich, die zuvor wahrgenommene Unruhe als Ruhe. Fünf Filme laufen scheinbar gemeinsam und doch nacheinander ab. Im Kern (Mittelpunkt des Betrachters) steht ein Rotfarbiges Video... Die Kamera sitzt unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Nachdem der Engel aus dem Wasser (der Film ist um 180° gekippt und läuft rückwärts, siehe unten) aufsteigt, verschwindet er langsam aus dem Bild, bis Wellen, die allmählich zur Ruhe kommen etwas pulsierendes zum Vorschein bringt. Es ist die Sonne, die, wie ein Herzschlag bebt und gen Ende erlischt.
Spiel mit der Perspektive.
Die Kameras waren in den fünf unterschiedlichen Videos an unterschiedlicher Stelle positioniert. Drei Videosequenzen wurden mit einer Unterwasserkamera gedreht. Das Bild und somit das gesamte Video wurde dann in 180° gedreht und rückwärts gezeigt.
Raum und Zeit.
Durch das Zeigen von Slowmotion ist das Zeitempfinden verändert. Die Zeit sowie der Raum, nimmt ein größeres Ausmaß an und gewinnt an Bedeutung. Die Zeit um die sich alles dreht? Der Raum, in welchem sich alles dreht...
Meiner Meinung nach, ist es eine gelungene Projektion von Videos.
Ich denke noch immer darüber nach, und doch finde ich keine Worte, die dem nahe kommen, was ich sah.
(Von fünf Leuten hat es leider nur Dreien gefallen- Moni hatte sogar Angst und zudem mit ihrer Höhenangst zu kämpfen)
Eine 5 x 10x15 große Projektion bewegter Videosequenzen.
Weitere Informationen zum Gasometer unter: http://www.gasometer.de/geschichte01.htm
Als ich in der vergangenen Nacht in der Ausstellung war, durchfuhr ein sagenhafter Klang meinen Körper. Ein immer anhaltender Sound, ein Rauschen, schaffte Atmosphäre. In Verbindung mit den gezeigten Videos, die auf gleichgroße Leinwände projektiert wurden, und allesamt in High-Speed-Slowmotion (?) gedreht wurden, hingen unterschiedlich hoch, so dass sie den Raum zum einen noch pompöser erschienen ließen, zum anderen Raum schafften.
H²O
Zu sehen waren fünf sogenannte Engel – fünf männliche Personen im Wasser. Dieses Element beschreibt, wie Bill Viola selbst sagt, "Grenzsituationen menschlicher Existenzen. Es geht um Anfang und Ende. Vergänglichkeit und Wiedergeburt. Übergänge und Durchbrüche."
Die einzelnen Videosequenzen bestechen durch intensive Farben. Zudem wirken sie, durch die gezeigte Slowmotion, geradezu atemberaubend.
Ein einzelner Engel, um die Vorstellungskraft an dieser Stelle einmal zu unterstützen, fährt in ca. 7-15 Minuten in einem Farbspiel empor. Wenn man sich hierbei vorstellt, dass ein Fall ins Wasser aus naher Distanz nur wenige Sekunden dauert, wird die zeitliche Dimension deutlich.
Bill Viola nutzt keinen Schnitt. Ist ein Film durchlaufen, beginnt er nach einer kurzphasigen weißen Leinwand wieder von Neuem.
Die verschieden farbigen (divergierende Grüntöne, Blautöne – in der MITTE EIN ROTES, welches Blau umfasst) laufen in einem Zyklus nacheinander ab. Ist ein Engel "geboren", beginnt sogleich mit tiefem Bass, die Geburt des Nächsten.
Nach stundenlanger Beobachtung, empfand ich, die zuvor wahrgenommene Unruhe als Ruhe. Fünf Filme laufen scheinbar gemeinsam und doch nacheinander ab. Im Kern (Mittelpunkt des Betrachters) steht ein Rotfarbiges Video... Die Kamera sitzt unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Nachdem der Engel aus dem Wasser (der Film ist um 180° gekippt und läuft rückwärts, siehe unten) aufsteigt, verschwindet er langsam aus dem Bild, bis Wellen, die allmählich zur Ruhe kommen etwas pulsierendes zum Vorschein bringt. Es ist die Sonne, die, wie ein Herzschlag bebt und gen Ende erlischt.
Spiel mit der Perspektive.
Die Kameras waren in den fünf unterschiedlichen Videos an unterschiedlicher Stelle positioniert. Drei Videosequenzen wurden mit einer Unterwasserkamera gedreht. Das Bild und somit das gesamte Video wurde dann in 180° gedreht und rückwärts gezeigt.
Raum und Zeit.
Durch das Zeigen von Slowmotion ist das Zeitempfinden verändert. Die Zeit sowie der Raum, nimmt ein größeres Ausmaß an und gewinnt an Bedeutung. Die Zeit um die sich alles dreht? Der Raum, in welchem sich alles dreht...
Meiner Meinung nach, ist es eine gelungene Projektion von Videos.
Ich denke noch immer darüber nach, und doch finde ich keine Worte, die dem nahe kommen, was ich sah.
(Von fünf Leuten hat es leider nur Dreien gefallen- Moni hatte sogar Angst und zudem mit ihrer Höhenangst zu kämpfen)