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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadFRAUEN und FLUCHT
22.08.2008 16:42
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0 "Fällt es uns wirklich auf, daß vier Fünftel aller Flüchtlinge Frauen und Mädchen sind? Und wie kommt es , daß unter den Asylbewerbern, die es bis nach Europa schaffen, fast nur Männer sind?", fragte Angelika Gardiner in ihrem Artikel "Angst ist ihr ständiger Begleiter" (Jahrbuch der Deutschen Stiftung für UNO Flüchtlingshilfe 1998/99 mit dem Titel "Flucht"Vierig von den weltweit rund fünfzig millionen Flüchtlingen waren damals Frauen und Mädchen. "Ihre Ehemänner, Väter, Brüder wurden getötet oder gefangengenommen oder schlagen sich irgendwo als Rebellen oder Soldaten durch, während Frauen, Kinder und Alte versuchen müssen mit notunterkünften und lebensmittelhilfe klarzukommen. angst ist ihr ständiger begleiter: sie haben angst vor gewalt und sexuellen übergriffen, vor hungersnot und dem verlust von angehärigen, vor schutzlosigkeit und einer ungewissen zukunft. Frauen aus traditiomellen Kulturen, die zu hause nie ohne männliche begleitung auf die straße gehen durften, sind auf der flucht plötzlich auf sich allein gestellt, freiwild, rechtlos. Sie brauchen besondere Fürsorge, doch die gibt es nur selten. Vielfach ist es eher umgekehrt: Die männliche Minderheit in den Flüchtlingslagern versteht es, ihre Interessen durchzusetzen. Das muß nicht gleichbedeutend mit absichtlicher Böswilligkeit sein, aber auch Gedankenlosigkeit und eine Tradition der Nichtbeachtung weiblicher Belange können schlimme Auswirkungen haben. Ein Beispiel aus dem Nordirak: Während der Krise von 1991 übernahmen kurdische Männer im Lager die Verteilung der gespendetzen Lebensmittel. Erst nach Tagen fiel den Hilfsorganisationen a´f, daß das Essen nur männlichen Familienvorständen zugeteilt wurde. Alleinstehende Frauen oder Witwen mit Kindern gingen leer aus, denn irgendwie galten sie nicht als richtige Haushalte: Die Männer in den Verteilerstellen hatten sicvh nichts weiter dabei gedacht....."
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