Friseurin in Hamburg gesucht
Schon wieder muss ich mich mit einem Verlust abfinden. Vor ca. 1,5 Jahren musste ich nach neun wunderbaren Jahren Sandra verlassen. Trotzdem es nicht leicht war, darüber hinweg zu kommen, fand ich irgendwann Anna und verbrachte ein Jahr mit ihr. Nun hat sie mich verlassen. Nicht nur, dass sie mich verlassen hat - sie ist einfach gegangen! Ohne ein Wort, einen Hinweis. Nichts. Nur ihr Chef, der mir am Telefon kurz und emotionslos sagt: „Anna ist zurück nach Berlin und arbeitet hier nicht mehr.“ Ja, verd... - wer soll mir denn nun die Haare schneiden?
Natürlich hat der Chef gleich eine Lösung. Noch während ich überlege, wie ich Annas neuen Arbeitsplatz in Berlin ausfindig machen kann und ob es sich lohnt, für einen Haarschnitt nach Berlin zu fahren, dringt seine Stimme an mein Ohr: „Du kannst einen Termin bei Ulf machen.“ Ulf? Ulf... Beim ersten Termin im Salon fragte ich noch am Telefon nach Ulf und bekam als Antwort: „Ulf ist aber nur Azubi - willst Du nicht lieber zu Anna?“. Nun ist Anna weg und plötzlich ist Ulf en vogue?
Ein Blick in den Spiegel und der Gedanke an die langwierige Suche nach einem anderen Friseursalon überzeugt mich vom Termin bei Ulf. Aber wie das so ist: Glücklich bin ich damit irgendwie nicht. Mit dem Thema scheine ich auch nicht alleine zu sein. (Also: Dem allgemeinen Thema - unabhängig von Ulf.) Vielen geht es so. Einen neuen Friseur zu finden ist neben der Suche nach einem neuen Zahnarzt so ziemlich die unbeliebteste Pflicht, die viele sich vorstellen können. Spreche ich das Thema eines neuen Friseurs an, ernte ich im Regelfall Augenrollen, genervte Seufzer und ängstliche „Bloss nicht“-Reaktionen. Zumindest vom Teil meines Freundeskreises, der sich die Haare nicht selbst schneidet. Selbst schneiden kommt bei mir nicht in Frage. Erinnert ihr euch noch an die Fanta-Werbung mit den durchgeknallten Frisuren? Wahrscheinlich würde ich so enden - sollte ich jemals auf die Idee kommen, mit einer Schere und einem Spiegel selbstständig tätig zu werden. Also nein, die Möglichkeit ist defintiv nicht gegeben.
Zurück zu Ulf: Innerlich zitternd sitze ich auf dem Stuhl vor ihm. Meine Beschreibung ist eigentlich recht einfach. Eine Bob-Variation, die von hinten nach vorne länger wird. Hinten angestuft und in etwa auf der Höhe meiner Ohren und vorne etwas länger als kinnlang. Dazu ein paar Stufen, da mein schweres Haar sonst einfach runterhängt. Gesagt, geschnitten. Ulf geht recht vorsichtig ans Werk. Am Ende sind die Haare zwar gestuft, jedoch vorne und hinten deutlich zu lang. Ich bin unsicher. Er schlägt mir vor, den Schnitt ein-zwei Tage auf mich wirken zu lassen und dann wieder zu kommen. Was ich mache. Woraufhin ich wieder komme, nach zwei Tagen.
Kürzen wir das Ganze ab: Ich habe nun einen Bob. Einen verschnittenen Bob. Mit unterschiedlichen Längen - diese allerdings mitten drin, nicht etwa wie gewünscht von hinten nach vorne länger werdend. Noch dazu ist die Maximallänge nun deutlich kürzer als kinnlang. Ich bin so genervt! Das sieht in meinen Augen so... schlecht aus.
Ach Anna - warum hast Du mich verlassen? Und wie soll ich Dich wieder finden? Oder sollte ich reumütig zu Sandra zurück kehren? Das Ruhrgebiet ist doch überhaupt nicht weit weg und wenn ich den Friseurbesuch mit anderen Besuchen verbinde, kann ich das vielleicht sogar noch vor mir rechtfertigen? Sollte ich mich alternativ mit der Suche nach einem neuen Friseur abfinden? Aber wie findet man einen adäquaten Ersatz ohne viel auszuprobieren? Ein Internet-Hilfe-Aufruf vielleicht? „Friseurin in Hamburg verzweifelt gesucht“ klingt dramatisch, aber angemessen. Vielleicht probiere ich das mal. Hat eine von euch einen guten Vorschlag? Her damit! Wobei ich ja nun erstmal Zeit habe. Zumindest bis das Haar gewachsen ist...
Natürlich hat der Chef gleich eine Lösung. Noch während ich überlege, wie ich Annas neuen Arbeitsplatz in Berlin ausfindig machen kann und ob es sich lohnt, für einen Haarschnitt nach Berlin zu fahren, dringt seine Stimme an mein Ohr: „Du kannst einen Termin bei Ulf machen.“ Ulf? Ulf... Beim ersten Termin im Salon fragte ich noch am Telefon nach Ulf und bekam als Antwort: „Ulf ist aber nur Azubi - willst Du nicht lieber zu Anna?“. Nun ist Anna weg und plötzlich ist Ulf en vogue?
Ein Blick in den Spiegel und der Gedanke an die langwierige Suche nach einem anderen Friseursalon überzeugt mich vom Termin bei Ulf. Aber wie das so ist: Glücklich bin ich damit irgendwie nicht. Mit dem Thema scheine ich auch nicht alleine zu sein. (Also: Dem allgemeinen Thema - unabhängig von Ulf.) Vielen geht es so. Einen neuen Friseur zu finden ist neben der Suche nach einem neuen Zahnarzt so ziemlich die unbeliebteste Pflicht, die viele sich vorstellen können. Spreche ich das Thema eines neuen Friseurs an, ernte ich im Regelfall Augenrollen, genervte Seufzer und ängstliche „Bloss nicht“-Reaktionen. Zumindest vom Teil meines Freundeskreises, der sich die Haare nicht selbst schneidet. Selbst schneiden kommt bei mir nicht in Frage. Erinnert ihr euch noch an die Fanta-Werbung mit den durchgeknallten Frisuren? Wahrscheinlich würde ich so enden - sollte ich jemals auf die Idee kommen, mit einer Schere und einem Spiegel selbstständig tätig zu werden. Also nein, die Möglichkeit ist defintiv nicht gegeben.
Zurück zu Ulf: Innerlich zitternd sitze ich auf dem Stuhl vor ihm. Meine Beschreibung ist eigentlich recht einfach. Eine Bob-Variation, die von hinten nach vorne länger wird. Hinten angestuft und in etwa auf der Höhe meiner Ohren und vorne etwas länger als kinnlang. Dazu ein paar Stufen, da mein schweres Haar sonst einfach runterhängt. Gesagt, geschnitten. Ulf geht recht vorsichtig ans Werk. Am Ende sind die Haare zwar gestuft, jedoch vorne und hinten deutlich zu lang. Ich bin unsicher. Er schlägt mir vor, den Schnitt ein-zwei Tage auf mich wirken zu lassen und dann wieder zu kommen. Was ich mache. Woraufhin ich wieder komme, nach zwei Tagen.
Kürzen wir das Ganze ab: Ich habe nun einen Bob. Einen verschnittenen Bob. Mit unterschiedlichen Längen - diese allerdings mitten drin, nicht etwa wie gewünscht von hinten nach vorne länger werdend. Noch dazu ist die Maximallänge nun deutlich kürzer als kinnlang. Ich bin so genervt! Das sieht in meinen Augen so... schlecht aus.
Ach Anna - warum hast Du mich verlassen? Und wie soll ich Dich wieder finden? Oder sollte ich reumütig zu Sandra zurück kehren? Das Ruhrgebiet ist doch überhaupt nicht weit weg und wenn ich den Friseurbesuch mit anderen Besuchen verbinde, kann ich das vielleicht sogar noch vor mir rechtfertigen? Sollte ich mich alternativ mit der Suche nach einem neuen Friseur abfinden? Aber wie findet man einen adäquaten Ersatz ohne viel auszuprobieren? Ein Internet-Hilfe-Aufruf vielleicht? „Friseurin in Hamburg verzweifelt gesucht“ klingt dramatisch, aber angemessen. Vielleicht probiere ich das mal. Hat eine von euch einen guten Vorschlag? Her damit! Wobei ich ja nun erstmal Zeit habe. Zumindest bis das Haar gewachsen ist...