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17.06.2020 10:07
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@quilma ja ich erinnere mich noch gut an die Diskussion. Auch ein gutes Beispiel wie aus "anbrüllen" ne gute Diskussion werden kann.

17.06.2020 10:25
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thx max

ich mag es nicht im letzten thread abflachen lassen, dafür hat es mich zu sehr gecatched und ich kannte es vorher nicht..

https://youtu.be/BVpnrTkQqTI

dieser reinhard mey, ein held in wort und klang seiner zeit und so passend in jede zeit (leider immer noch)

19.06.2020 13:55
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ich mag es hier noch einmal aufgreifen, da in einem anderen thread entdeckt, und um die bitte der TE dort zu respektieren nicht weiter darauf eingehend..
.. es lässt mich nicht los, dieser artikel (einer von leider vielen) und er ist so gut geschrieben, leider mit viel tatsächlichem ohne einzelfall zu sein, ein echter wachrüttler, nur will anscheinend niemand ernsthaft wach werden 😕

ZitatÜberLeben mit Huschke Mau: “Alle Freier sind Täter”

https://huschkemau.de/ueber-mich/

(danke fürs verlinken rosedawson)
so beeindruckend und gleichzeitig abscheulich, jeder freier sollte sowas lesen MÜSSEN - mir is klar, daz es bei den wenigsten wirkung zeigt, doch es muss weiter verbreitet werden..

.. ich hab letztens ne kurt krömer show gesehen da war dieser gekauft adoptierte prinz markus?!? die sendung war durchweg lustig, dank krömer bis zu dem moment als dieser prinz (einst selbst bordellbesitzer) behauptete er kenne keine einzige prostituierte kenne, die es nicht freiwillig macht und er beharrte, argumentierte so dermaßen drauf, daz mir dabei echt schlecht wurde..

20.06.2020 11:44
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Da musste ich dezent schlucken, als ich las,
dass Schwulen und Lesben ein 50% ige geringere Chance haben zu einem Vorstellungsgespäch eingeladen zu werden. In Deutschland.

So hoch habe ich mir die Zahl nicht vorgestellt.

20.06.2020 11:57
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.06.2020 um 13:55:

(...)
so beeindruckend und gleichzeitig abscheulich, jeder freier sollte sowas lesen MÜSSEN - mir is klar, daz es bei den wenigsten wirkung zeigt, doch es muss weiter verbreitet werden..

(...)


Die Biographie führt gut auf, dass die zum größten Teil schlimmen Bedingungen von SexarbeiterInnen/Prostituierten offensichtlich(er) machen, was überall in der Gesellschaft schief läuft.

Patriachale Strukturen, auch unterstützt von Frauen, Frau* als "Eigentum, Ware", sei es als Kind (Stichwort sex. Kindesmissbrauch) oder als Erwachsene.



20.06.2020 13:32
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 20.06.2020 um 11:44:

Da musste ich dezent schlucken, als ich las,
dass Schwulen und Lesben ein 50% ige geringere Chance haben zu einem Vorstellungsgespäch eingeladen zu werden. In Deutschland.

So hoch habe ich mir die Zahl nicht vorgestellt.



Hättest du dazu noch eine Quellenangabe oder einen link? Auch gerne per PN. Interessiert mich gerade.

20.06.2020 13:41
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 20.06.2020 um 11:44:

Da musste ich dezent schlucken, als ich las,
dass Schwulen und Lesben ein 50% ige geringere Chance haben zu einem Vorstellungsgespäch eingeladen zu werden. In Deutschland.

So hoch habe ich mir die Zahl nicht vorgestellt.


wie geht daz?
schreibt man in seinen lebenslauf neuerdings die sexuelle orientierung rein ?_? oder steh ich aufm schlauch

20.06.2020 13:47
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an Highbrow

https://www.queer.de/deta [...] id=36390

Bitteschön

Im Artikel ist auch die Originalquelle verlinkt, aber ich fand auf die Schnelle keine Infos, vielleicht gelingt es dir, denn mich würde interessieren, wie diese Zahlen eroiert wurden.

editiert am 20.06.2020 13:49 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 13:48
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 20.06.2020 um 13:47:

https://www.queer.de/deta [...] le_id=36 390

Bitteschön

Im Artikel ist auch die Originalquelle verlinkt, aber ich fand auf die Schnelle keine Infos, vielleicht gelingt es dir, denn mich würde interessieren, wie diese Zahlen eroiert wurden.


Danke. Ich lese ihn mir gleich mal durch.

20.06.2020 13:55
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... das coming out ist doch "nur" bei eingetragener Lebenspartnerschaft vorhanden...

Unabhängig davon bin ich dazu übergegangen, bereits in der Probezeit zu erwähnen, dass ich eine Partnerin habe... die Reaktionen sind meist freundlich und offen... manchmal übertrieben freundlich ... da tun mir die Reagierenden fast schon leid mit ihrem inneren Kampf zwischen Offenheit und Schubladensortierung... mein Lieblingssatz ist "Ach, das hätte ich jetzt aber nicht gedacht!" Ich lache dann zurück und beobachte mit Humor, wie sie ihre contenance aufrecht erhalten i like it!

****

Musste Edith noch kurz erläutern, dass es einen Unterschied zwischen Regierenden und Reagierenden gibt... jetzt hat sie das "a" endlich rausgerückt

editiert am 20.06.2020 14:01 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 13:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 20.06.2020 um 13:41:

wie geht daz?
schreibt man in seinen lebenslauf neuerdings die sexuelle orientierung rein ?_? oder steh ich aufm schlauch


Es gibt ja verschiedene Methoden, eine davon ist z.B. PersonalerInnen zu fragen, ob sie Homosexuelle einladen würden. Und zig anderer Methoden, die es bei Erstellungen von Studien gibt. Welche hier angewandt wurde, weiß ich nicht.

Und das lässt Rückschlüsse zu, wie Homosexuelle bewertet/gewertet werden. Vielleicht sogar eher, als wenn man fragt: Tolerieren sie Homosexuelle an sich? Wenn es konkret wird, dann verschiebt sich die "Toleranz"...

Im Queerartikel wird auch gesagt, dass nur 37% ihre Homosex. im Job nicht verheimlichen, dahingegen würden gerne 85% offen leben. Und das hat mit Ängsten zu tun, die teilweise berechtigt sind.



editiert am 20.06.2020 14:00 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 14:09
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Und noch ein kleiner Hinweis:

PersonalerInnen durchforsten auch das Internet nach Infos über die BeweberInnen. Somit kann ein evtl. ungewolltes "Coming Out" schon passieren.

Deshalb: Weiter in die Hände spucken (corona safe), da sind noch viele Vorurteile aus dem Weg zu räumen.



editiert am 20.06.2020 14:10 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 14:15
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Die Vorurteile kann man am effektivsten ausräumen, wenn man offen geoutet und Werte lebt... was aber aus Gründen nicht überall möglich ist und sich auch aus Gründen nicht jede_r traut... ein Teufelskreis... ich geb mir zumindest Mühe, mit gutem Beispiel voran zu gehen... auch für (meine) Kinder

20.06.2020 14:32
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Ja, immer sichtbarer werden

Ich mag aber noch ein zweites in die Hände spucken hinzufügen:

Die Gesellschaft und Homofeindliche.

Es ist an sich nicht der Job einer diskriminierten Gruppe, irgendwas beweisen oder erklären zu müssen. Das wird Gott sei Dank dennoch getan, sei es über Einzelne, Gruppen oder Organisationen (für deren Finanzierung immer wieder gekämpft werden muss).

Nicht LGBTQ* haben ein Problem, sondern *feindliche und die Gesellschaft, so müssen sie sich mit ihrer *feindlichkeit beschäftigen und sie reflektieren. Hierfür gibt es Tonnen an Material.

Das Antidiskriminierungsgesetz ist gut, aber hilft wenig, wenn es nicht angewandt wird, weil einem nicht geglaubt, etwas nicht "ernst" genommen wird, oder weil man einfach nicht die Ressoucen hat sich zu wehren.

editiert am 20.06.2020 14:36 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 14:51
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.06.2020 um 13:55:

ich mag es hier noch einmal aufgreifen, da in einem anderen thread entdeckt, und um die bitte der TE dort zu respektieren nicht weiter darauf eingehend..
.. es lässt mich nicht los, dieser artikel (einer von leider vielen) und er ist so gut geschrieben, leider mit viel tatsächlichem ohne einzelfall zu sein, ein echter wachrüttler, nur will anscheinend niemand ernsthaft wach werden 😕

ZitatÜberLeben mit Huschke Mau: “Alle Freier sind Täter”

https://huschkemau.de/ueber-mich/

(danke fürs verlinken rosedawson)
so beeindruckend und gleichzeitig abscheulich, jeder freier sollte sowas lesen MÜSSEN - mir is klar, daz es bei den wenigsten wirkung zeigt, doch es muss weiter verbreitet werden..

.. ich hab letztens ne kurt krömer show gesehen da war dieser gekauft adoptierte prinz markus?!? die sendung war durchweg lustig, dank krömer bis zu dem moment als dieser prinz (einst selbst bordellbesitzer) behauptete er kenne keine einzige prostituierte kenne, die es nicht freiwillig macht und er beharrte, argumentierte so dermaßen drauf, daz mir dabei echt schlecht wurde..


Ich finde, dass das überhaupt alle mal lesen sollten, sich damit auseinander setzen. Und Huschke Mau ist ja keine einsame Ausnahme. Ich habe lange Zeit auch gedacht, sollen die Prostituierten es doch machen, wenn sie es gerne tun. Und es sei doch besser, wenn die Männer zu einer Prostituierten gehen, bevor mancheiner wohlmöglich anderswo eine Frau vergewaltigt. Das ist erstens QUATSCH und wäre es so, wärs dennoch nicht richtig, dass einige "wenige" das ausbaden müssten, diese Last auf sich nehmen. Genauso wenig wie es richtig ist, dass die wirklich nicht der Rede wert wenigen, die es aus ihrer Sicht freiwillig machen, für die überwiegenden vielen sprechen, die eben gezwungen werden(wodurch oder womit auch immer) dazu, sich tagein tagaus von zig Männern vergewaltigen zu lassen- immer und immer und immer wieder.


20.06.2020 14:54
HiddenNickname

So. Ich habe das entsprechende Kapitel (chapter 1) der OECD-Studie durchgelesen. Ich versuche es, kurz und übersichtlich zu beschreiben.

Die Ergebnisse zur Diskriminierung von Schwulen & Lesben bei der Einstellung basieren auf durchgeführten, experimentellen Studien, sogenannten „Korrespondenz-Studien“. Dabei wird so vorgegangen, dass Arbeitgebern (AG) fiktive Bewerbungen von jeweils einer LGBT und nicht LGBT-Person für ausgeschriebene Stellen vorgelegt wurden. Diese mussten sich dann entscheiden und begründen, wen sie nehmen würden. Dabei kam raus, dass auf folgende Angaben in Lebensläufen bzw. Bewerbungsanschreiben geachtet wurde, die auf Diskriminierung rückschließen lassen:
- Angaben des Namens bzw. Geschlechts des Partners/ Familienstand
- Angabe der bisherigen Beschäftigungen (z.B. LGBT-Organisationen, Beschäftigung Beratungsstellen, etc.)
- Angaben bei Hobbies und ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. im schwulen Fußballverein spielen, Engagement in LGBT-Gruppen während des Studiums, etc.)
- Analyse/ Angaben in social media accounts

Daraufhin haben AG sich dann 1.5 fach gegen Schwule & Lesben entschieden. Und das in verschiedenen Ländern. Für Deutschland liegt somit eine Diskriminierung von 50% gegenüber Schwulen & Lesben vor.

Andere Diskriminierungsraten liegen bei jeweiligen Berufen und Gehältern vor. Interessant dabei ist, dass sich bei Lesben eine teilweise Nichtigkeit der Diskriminierung ausmachen lässt, weil AG bei Lesben weniger eine Schwangerschaft befürchten. (Ja, Sexismus, Anti-Feminismus, das wurde aber nicht berücksichtigt). Eine Korrelation mit örtlichen, konservativen Einstellungen gab es für Deutschland auch. So wird in München stark diskriminiert gegenüber wenig diskriminiert in Berlin.

Wissenschaftliches random: Es liegen insg. 14 Studien aus 10 OECD-Mitgliedsstaaten aus den letzten 10 Jahren vor. Nur 1 Studie thematisierte Transgender (USA, Texas). Keine explizit Bisexuelle.

Ich hoffe, es war verständlich zusammengefasst.

Wer es selbst lesen möchte, hier der link zur pdf in Englisch: https://www.oecd-ilibrary [...] er/soc_g lance-2019-en.pdf?expires=1592656624&id=id& amp;accn ame=guest&checksum=3BFCA0CC5AE3F5BAE616116 F945 47229

Edit: Social media Angabe vergessen

editiert am 20.06.2020 14:57 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 15:40
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Wow, daaaaaaaaaaaaanke Highbrow für deine tolle Zusammenfassung! Regenbogenflagge schwing*

Beim Editieren hat es den Link zerschossen, deshalb hier nochmals:

https://www.oecd-ilibrary [...] 240-5-22

Und..gerade entdeckt, eine kurze Zusammenfassung auf deutsch (Highbrows tolle Zusammenfassung beinhaltet aber noch andere Dinge u. konzentriert sich auf die Bewerbungssituation)

https://www.oecd-ilibrary [...] e2ee9-de



editiert am 20.06.2020 15:49 Beitrag melden Zitatantwort
20.06.2020 19:43
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@QueerPower: Bitte und danke für das Einstellen der links.

22.06.2020 11:29
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Aus "was denkst du gerade" ausgeparkt, weil dort keine Reaktion erwünscht:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.06.2020 um 10:08:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.06.2020 um 09:57:

Saxophon ist auf jeden Fall durchdringender als Cello, es sei denn, du drehst das E dann echt VOLL durch...was auch IMMER geht, ist Schlagzeug...

(Oh...sorry, Eri...da wurde das Musiker-Gen angesprochen )

{...}


(ja, sry Eri)

Schlagzeug gibts hier schon im Haus. Ich könnte natürlich mein Akkordeon entstauben.

A pro pos Musikanekdoten:
In meiner ersten "WG" (die keine wirkliche war, hab die Bewohnerinnen nicht gesehen ) wurde gegen die Wand gebollert, bis ich es sein ließ mit meiner Elfenstimme zu Punkguitarre zu gröhlen. Das waren noch Zeiten als 3-4 Akkorde für mich Rebellion bedeuteten


Mahaha.

Eine gute Übung, seine eigene Akzeptanz zu trainieren.

Wir haben in der Nachbarschaft ein E-Piano, ein Saxophon (genau neben mir), eine Querflöte schräg gegenüber, eine manchmal völlig ausflippende Teenie-Tochter im EG (mit für mich zweifelhaftem Musikgeschmack) und eine Frau, die seit einer Weile Gesangsunterricht nimmt und gerne bei offenem Fenster übt...

Es muss (!) einfach in die Kategorie LEBEN fallen...

Und es MUSS die Möglichkeit geben, mal völlig durchzuflippen, weil die Musik gerade SO geil ist. Ich möchte auch mal alles aufdrehen können und mein Herz völlig ausleeren, weil SO toll...und ich möchte dann keinen Besenstiel hören. Genauso lasse ich unsere Nachbarstochter durchdrehen, weil sie das für den Moment braucht. Es dauert ja meist auch nie lange.

Mein Klavierstudio ist komplett schall-isoliert (Raum in Raum-Isolation) und die Nachbarn beschweren sich...weil sie NICHTS hören. Die würden sich wundern, könnten sie mehr hören als nichts... klar habe ich einige wirklich gute Schüler, aber auch viele, die halt noch rumstümpern. Das hältste MAL aus, aber sicher nicht dauernd.

Ich kann verstehen, dass es nerven kann, wenn jemand 345639565 Mal dasselbe dudelt...da kann man dann dran arbeiten, genauso daran, dass ein Durchdrehen mit Punkgitarre in der NachbarWG einfach nur ein Grinsen entlockt, wenn es nicht um Mitternacht erfolgt und nicht nen Tag lang geht.

Ich bin mir übrigens sicher, dass die, die instrumental gerade aufrüsten wollen, genau diese Akzeptanz ohne Probleme hinkriegen.

22.06.2020 11:38
HiddenNickname

Während meiner WG-Zeit hatte ich einen Gitarre-spielenden Nachbarn UND trommelnden Nachbarn UND Didgeridoo-lernenden Nachbarn, der es mir beigebracht hat. Unter meinem Zimmer hat damals ein Azubi gewohnt, der mehrere Wochen lang voll aufgedreht den „Wu-Tang Clan“ gehört hat. Das war tatsächlich so laut, dass mein Teller mit Besteck drauf über den Esstisch gewandert ist.
Jetzt höre ich aus der Nachbarschaft entweder Techno, oder Schlager, oder sogar auch mal laut Volksmusik. Dagegen helfen MEINE Kopfhörer.



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