Gefeuert, weil sie lesbisch ist?
BERLIN –
Ende einer glanzvollen Karriere. Am Mittwoch teilte die DDR-Goldturnerin und langjährige Orthopädie-Chefärztin Karin Büttner-Janz (60) über ihren Anwalt mit, warum sie ihrer Meinung nach fristlos bei Vivantes gekündigt wurde (KURIER berichtete): Weil sie eine lesbische Beziehung zu einer Kollegin hat. Vor einem Jahr ging Prof. Büttner-Janz (verheiratet), Chefärztin der Orthopädie im Vivantes-Klinikum Friedrichshain, ein Verhältnis mit einer Frau ein. Das Pikante: Die Partnerin von Büttner-Janz soll der Führungsebene von Vivantes angehören.
Laut Anwalt Simon Bergmann führte Vivantes-Chef Joachim Bovelet im März zwei Gespräche mit Büttner-Janz. „Darin teilte er unserer Mandantin mit, dass sie aufgrund der dargelegten Beziehung nicht mehr als Chefärztin bei Vivantes arbeiten kann“, sagt der Anwalt. „Bovelet legte Frau Büttner-Janz nahe, das Arbeitsverhältnis kurzfristig und einvernehmlich zu beenden.“ Als Büttner-Janz deshalb den Vivantes-Aufsichtsrat um Hilfe bat, folgte die fristlose Kündigung am 3. April, so ihr Anwalt. Er sagt: „Ein Kündigungsgrund wurde in dem Schreiben nicht genannt.“
In der DDR war sie umjubelte Olympia-Siegerin: Karin Büttner-Janz machte auch Karriere als Orthopädin.
Gegen die fristlose Entlassung hat die Chefärztin Klage beim Arbeitsgericht Berlin eingereicht. Einen Gütetermin soll es im Mai geben.
Gegen die Vorwürfe wehrt sich Vivantes. „Der Kündigungsgrund war nicht eine Beziehung, erst recht nicht eine gleichgeschlechtliche“, sagt Vivantes-Sprecherin Kristina Tschenett zum KURIER. „Grund war eine Mail an den Aufsichtsrat, deren Inhalt nach unserer Auffassung die Tatbestände der Verleumdung und der üblen Nachrede erfüllte.“ Damit steht Aussage gegen Aussage.
http://www.berliner-kurie [...] 966.html
Ende einer glanzvollen Karriere. Am Mittwoch teilte die DDR-Goldturnerin und langjährige Orthopädie-Chefärztin Karin Büttner-Janz (60) über ihren Anwalt mit, warum sie ihrer Meinung nach fristlos bei Vivantes gekündigt wurde (KURIER berichtete): Weil sie eine lesbische Beziehung zu einer Kollegin hat. Vor einem Jahr ging Prof. Büttner-Janz (verheiratet), Chefärztin der Orthopädie im Vivantes-Klinikum Friedrichshain, ein Verhältnis mit einer Frau ein. Das Pikante: Die Partnerin von Büttner-Janz soll der Führungsebene von Vivantes angehören.
Laut Anwalt Simon Bergmann führte Vivantes-Chef Joachim Bovelet im März zwei Gespräche mit Büttner-Janz. „Darin teilte er unserer Mandantin mit, dass sie aufgrund der dargelegten Beziehung nicht mehr als Chefärztin bei Vivantes arbeiten kann“, sagt der Anwalt. „Bovelet legte Frau Büttner-Janz nahe, das Arbeitsverhältnis kurzfristig und einvernehmlich zu beenden.“ Als Büttner-Janz deshalb den Vivantes-Aufsichtsrat um Hilfe bat, folgte die fristlose Kündigung am 3. April, so ihr Anwalt. Er sagt: „Ein Kündigungsgrund wurde in dem Schreiben nicht genannt.“
In der DDR war sie umjubelte Olympia-Siegerin: Karin Büttner-Janz machte auch Karriere als Orthopädin.
Gegen die fristlose Entlassung hat die Chefärztin Klage beim Arbeitsgericht Berlin eingereicht. Einen Gütetermin soll es im Mai geben.
Gegen die Vorwürfe wehrt sich Vivantes. „Der Kündigungsgrund war nicht eine Beziehung, erst recht nicht eine gleichgeschlechtliche“, sagt Vivantes-Sprecherin Kristina Tschenett zum KURIER. „Grund war eine Mail an den Aufsichtsrat, deren Inhalt nach unserer Auffassung die Tatbestände der Verleumdung und der üblen Nachrede erfüllte.“ Damit steht Aussage gegen Aussage.
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