Geld für alle!
um 23:30 heute auf ARD kommt folgendes:
Geld für alle!
Gibt es eine bessere Welt?
Gibt es realistische Möglichkeiten, den Zyklus der Krisen zu sprengen? Jenseits der aktuellen Diskussion über Banken, Bonuszahlungen und Finanzprodukte zeigt "Geld für alle!" unkonventionelle Ideen und praktische Modelle zur Krisenabwehr.
US-Städte sind verwahrlost, Dubai ist pleite, Spekulanten taumeln im Gold- oder Zinsrausch, Unternehmer sitzen in der Kreditklemme. Die deutsche Kanzlerin ist sauer auf die Banker, der Bundespräsident besorgt. "Bad Boys" agieren, "Bad Banks" reagieren. Was hat sich seit der globalen Finanzkrise eigentlich geändert, außer, dass die Staaten unglaublich viel ärmer geworden sind und die Arbeitenden um ihre Jobs bangen? Warum scheinen nationale und internationale Regeln nicht zu greifen? Experten streiten über die Folgen der Finanzkrise und über neue Chancen. Politiker laborieren an den Symptomen. Die Frage bleibt: Ist unser Finanzsystem im Kern "gut und funktional"? Gehen wir mit unserem Geld richtig um? Taugen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeit" noch als praktische Symbole für den Weg in eine bessere Welt? Die Reporter Tobias Schlegl und York Pijahn machten sich auf die Suche nach Alternativen und trafen zum Beispiel Götz Werner. Der Unternehmer formte eine milliardenschwere Drogeriemarktkette und vertritt heute vehement das "bedingungslose Grundeinkommen". "1 500 Euro für jeden ohne Einschränkungen von der Geburt bis zum Tod, denn heute leisten Maschinen so viel, dass jeder am Leben teilnehmen kann", ist seine Meinung. Vision, Illusion, Spinnerei? Unter Stichworten wie "Grundeinkommen", "Grundsicherung" oder "Bürgergeld" finden sich heute Politiker der Linken und der SPD ebenso wie Vertreter der CDU und der FDP zusammen. Finanzexperten haben nachgerechnet: Das Modell ist finanzierbar. Die Reporter besuchen auch Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von ergänzenden Währungen wie dem "Chiemgauer" und dem "Sterntaler" in Bayern. Diese "andere Währung" soll nicht nur die regionale Wirtschaft fördern, sie soll auch einen gesellschaftlichen und sozialen Beitrag leisten. Wie sieht das in der Praxis aus? Was bringen solche Währungen tatsächlich? Der frühere belgische Zentralbanker und Hedge-Fonds-Gründer Bernard Lietaer hält nur noch eine Währung für zukunftsfördernd, die allein die Produktion und den Konsum fördert und regelt. Beispiele gefällig? Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 schafften viele deutsche und österreichische Gemeinden neuen Wohlstand durch die Einführung einer "zweiten Währung". Ohne eine „Pflegewährung“ wäre auch die japanische Altersversorgung schon längst zusammengebrochen. Tobias Schlegl und York Pijahn suchen und finden Antworten auf ihre Fragen nicht nur in Deutschland. Sie setzen sich auch mit Konzepten in Kuba oder den Vereinigten Arabischen Emiraten auseinander. York Pijahn reiste nach Dubai, weil in der islamischen Welt das Konzept des "islamischen Geldwesens" immer populärer wird. Dabei darf das Geld nicht für riskante oder zweifelhafte Spekulationen benutzt werden. Die Investitionen müssen nachvollziehbar sein. Alle Partner sollen gemeinsam davon profitieren. Zinslose Finanzierung wird hoch bewertet. Beim "islamischen Geldanlegen" werden ethische Prinzipien vor den Profit gestellt, ein Prinzip, das einst auch im Christentum galt. Tobias Schlegl reiste nach Havanna. Dort wollte er erfahren, was die Regierung nach dem Ende des Sozialismus in der „alten Welt“ gelernt hat. Die neue kubanische Wirtschaftspolitik versucht, selbstständige Bauern zu fördern und Eigeninitiative zu unterstützen. Oswaldo Martinez, der Vorsitzende des Wirtschaftsauschusses im kubanischen Parlament, gibt Auskunft darüber, selbstständige Bauern in Bayeros zeigen, wie es funktioniert. Ein alter, neuer, "dritter Weg" zwischen Sozialismus und Kapitalismus? Auch andere lateinamerikanische Länder denken schon an "Aufbruch".
Geld für alle!
Gibt es eine bessere Welt?
Gibt es realistische Möglichkeiten, den Zyklus der Krisen zu sprengen? Jenseits der aktuellen Diskussion über Banken, Bonuszahlungen und Finanzprodukte zeigt "Geld für alle!" unkonventionelle Ideen und praktische Modelle zur Krisenabwehr.
US-Städte sind verwahrlost, Dubai ist pleite, Spekulanten taumeln im Gold- oder Zinsrausch, Unternehmer sitzen in der Kreditklemme. Die deutsche Kanzlerin ist sauer auf die Banker, der Bundespräsident besorgt. "Bad Boys" agieren, "Bad Banks" reagieren. Was hat sich seit der globalen Finanzkrise eigentlich geändert, außer, dass die Staaten unglaublich viel ärmer geworden sind und die Arbeitenden um ihre Jobs bangen? Warum scheinen nationale und internationale Regeln nicht zu greifen? Experten streiten über die Folgen der Finanzkrise und über neue Chancen. Politiker laborieren an den Symptomen. Die Frage bleibt: Ist unser Finanzsystem im Kern "gut und funktional"? Gehen wir mit unserem Geld richtig um? Taugen Begriffe wie "Wachstum" und "Arbeit" noch als praktische Symbole für den Weg in eine bessere Welt? Die Reporter Tobias Schlegl und York Pijahn machten sich auf die Suche nach Alternativen und trafen zum Beispiel Götz Werner. Der Unternehmer formte eine milliardenschwere Drogeriemarktkette und vertritt heute vehement das "bedingungslose Grundeinkommen". "1 500 Euro für jeden ohne Einschränkungen von der Geburt bis zum Tod, denn heute leisten Maschinen so viel, dass jeder am Leben teilnehmen kann", ist seine Meinung. Vision, Illusion, Spinnerei? Unter Stichworten wie "Grundeinkommen", "Grundsicherung" oder "Bürgergeld" finden sich heute Politiker der Linken und der SPD ebenso wie Vertreter der CDU und der FDP zusammen. Finanzexperten haben nachgerechnet: Das Modell ist finanzierbar. Die Reporter besuchen auch Christian Gelleri und Franz Galler, die Initiatoren von ergänzenden Währungen wie dem "Chiemgauer" und dem "Sterntaler" in Bayern. Diese "andere Währung" soll nicht nur die regionale Wirtschaft fördern, sie soll auch einen gesellschaftlichen und sozialen Beitrag leisten. Wie sieht das in der Praxis aus? Was bringen solche Währungen tatsächlich? Der frühere belgische Zentralbanker und Hedge-Fonds-Gründer Bernard Lietaer hält nur noch eine Währung für zukunftsfördernd, die allein die Produktion und den Konsum fördert und regelt. Beispiele gefällig? Mitten in der Weltwirtschaftskrise von 1929 schafften viele deutsche und österreichische Gemeinden neuen Wohlstand durch die Einführung einer "zweiten Währung". Ohne eine „Pflegewährung“ wäre auch die japanische Altersversorgung schon längst zusammengebrochen. Tobias Schlegl und York Pijahn suchen und finden Antworten auf ihre Fragen nicht nur in Deutschland. Sie setzen sich auch mit Konzepten in Kuba oder den Vereinigten Arabischen Emiraten auseinander. York Pijahn reiste nach Dubai, weil in der islamischen Welt das Konzept des "islamischen Geldwesens" immer populärer wird. Dabei darf das Geld nicht für riskante oder zweifelhafte Spekulationen benutzt werden. Die Investitionen müssen nachvollziehbar sein. Alle Partner sollen gemeinsam davon profitieren. Zinslose Finanzierung wird hoch bewertet. Beim "islamischen Geldanlegen" werden ethische Prinzipien vor den Profit gestellt, ein Prinzip, das einst auch im Christentum galt. Tobias Schlegl reiste nach Havanna. Dort wollte er erfahren, was die Regierung nach dem Ende des Sozialismus in der „alten Welt“ gelernt hat. Die neue kubanische Wirtschaftspolitik versucht, selbstständige Bauern zu fördern und Eigeninitiative zu unterstützen. Oswaldo Martinez, der Vorsitzende des Wirtschaftsauschusses im kubanischen Parlament, gibt Auskunft darüber, selbstständige Bauern in Bayeros zeigen, wie es funktioniert. Ein alter, neuer, "dritter Weg" zwischen Sozialismus und Kapitalismus? Auch andere lateinamerikanische Länder denken schon an "Aufbruch".