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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadGoogle Street View
13.05.2010 11:16
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0 Selbstschutz vor Google-Street-View-Fotos So widersprechen Sie richtig Wollen Sie, dass ihre heimische Topfpflanze von allen gesehen wird? Falls nein: Eine Handreichung für die, die nicht auf Google Street View erscheinen wollen. Google Street View ist an seinem Ziel, von allen öffentlichen Straßen Aufnahmen zu machen, so gut wie angekommen. Jetzt werden "nur noch Lücken gefüllt", erklärt die Pressesprecherin von Google Deutschland Lena Wagner. Alle 16 Bundesländer, alle Landkreise und alle kreisfreien Städte waren dabei. Gärten, Häuser, Mietwohnungen und Autos - alles ist digitalisiert und soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden. Wer das nicht will, kann bei Google Widerspruch einlegen. Und wer sich beeilt und das bis einen Monat vor der Veröffentlichung macht, dessen Widerspruch - so Google - wird noch vor der Veröffentlichung bearbeitet. Absurderweise ist nicht klar, wann genau die Veröffentlichung sein soll. Auf Anfrage heißt es bei der Pressestelle von Google nur "noch im Jahr 2010". Wer also nicht abwarten will, bis Google sich zu einer Bekanntgabe bemüht, und dann womöglichh riskiert, das entsprechende Zeitfenster zu verpassen, sollte jetzt in sich hineinhorchen und seine Fortschrittsmündigkeit bemühen. Kommt man dann zu dem Ergebnis, dass man nicht seinen tollen gelben Liegestuhl im Garten oder die Balkonpflanze kartografisch verortet haben will, auf zum Widerspruch. Und so geht's: Anzeige Alle, die ein Fahrzeug halten, ein Grundstück besitzen, ein Haus oder eine Mietwohnung bewohnen, können zum Beispiel folgenden Text an Google schicken. - Ich widerspreche der Speicherung und Veröffentlichung von Bildern der eigenen Person, des eigenen Kraftfahrzeugs, des von mir bewohnten Grundstücks oder Gebäudes oder der Wohnung mit Nennung der entsprechenden Adresse und wenn möglich der Liegenschaftsnummer. - Ich bitte um Eingangsbestätigung und widerspreche einer Verwertung dieser Daten zu anderen Zwecken als dem Widerspruch. - Da die Identifizierung vor allem von Gebäuden ziemlich schwer ist, und Google keine automatische Hausnummernerkennung hat, sollte man das Gebäude zusätzlich mölglichst gut beschreiben, zum Beispiel mit der Farbe, der Anzahl der Balkons, besonders markanten Gebäuden in der Umgebung oder anderen Auffälligkeiten. Wer das nicht selbst formulieren möchte, kann auch ein Formular auf der Homepage des Verbraucherschutzministeriums herunterladen. Das Ganze geht dann entweder per Mail an streetview-deutschland@google. com oder per Post an Google Germany GmbH betr. Street View ABC-Straße 19 20354 Hamburg. Wer elektronisch vorgeht, ist etwas im Vorteil, weil er eine sofortige automatisierte Antwort erhält. Die besagt zwar noch nicht, dass die Daten schon gelöscht sind, enthält aber eine Versicherung, dass Google vor der Veröffentlichung der Daten nochmals auf einen zukommt, damit man das entsprechende Objekt eindeutig identifiziert. Dahinter steckt das Problem, dass Google noch keine Methode entwickelt hat, die Objekte zweifelsfrei zu identifizieren. Man muss also nochmal tätig werden, hat aber den Vorteil, dass Google vor der Veröffentlichung von sich aus auf einen zukommen muss. Aber müssen jetzt alle 82 Millionen BewohnerInnen Deutschlands einzeln klagen? Nein. Denn im Gegensatz zu den anderen 19 Ländern, in denen es Google Street View schon gibt, sind in Deutschland auch Sammelwidersprüche möglich. Laut Google kann eine Gemeinde zwar nur dann für ihre Bürger Widerspruch einlegen, wenn sie "konkret von allen Bürgern beauftragt" wurde. Nach Ansicht des Verbraucherschutzministeriums reiche dazu aber eine Unterschriftenliste mit Namen, Adressen und - ebenfalls - der Beschreibung der Gebäude. Und die verantwortungsvolle Gemeinde oder der einzelne Bürger sind nicht allein. Aus Kreisen des Verbraucherschutzministeriums heißt es, es gebe bereits eine fünfstellige Zahl von Widersprüchen. Ministerin Ilse Aigner ruft bereits explizit die BürgerInnen zum Widerspruch auf und stellt die genannten Musterbriefe zur Verfügung. Und die Kanzlerin videoblogt sogar darüber. "Wenn Sie's wollen, nutzen Sie dieses Angebot der Bundesregierung." http://www.taz.de/1/netz/ [...] richtig/
editiert am 13.05.2010 11:16
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