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Forum » Sport, Wellness und Erholung » ThreadHalsschmerzmittel fallen im Test durch
30.10.2007 22:37
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0 Vielleicht nicht uninteressant zu wissen, in der Erkältungszeit. Insgesamt fallen 34 Halsschmerzmittel im Test durch. Kratzen im Hals, Schmerzen beim Schlucken - eine Erkältung ist im Anmarsch. Um die Beschwerden zu lindern, sind Medikamente in Form von Sprays, Lutschtabletten, Pastillen oder Lösungen zum Gurgeln beliebte Gesundheitshelfer. Über 200 Millionen Euro gaben Patienten im vergangenen Jahr für Halsschmerzmittel aus. Doch helfen die freiverkäuflichen Mittelchen wirklich? Nein, wie die Laborergebnisse von "Öko-Test" zeigen. 34 Arzneimittel haben die Tester für die November-Ausgabe der Zeitschrift unter die Lupe genommen: Alle fielen am Ende mit "mangelhaft" oder gar "ungenügend" durch. Sie wirken nur oberflächlich und Studien, die ihre Wirksamkeit belegen, gibt es bislang nicht. Wir sagen Ihnen, welche bekannten Mittel wie abgeschnitten haben. Betäuben statt richtig zu wirken Sämtliche Mittel bekämpfen nicht die Ursache der Halsschmerzen. Halsentzündungen wüten in tieferen Schichten der Schleimhaut. Bis dahin reicht die Wirkung der getesteten Produkte jedoch nicht. Sie lindern bestenfalls die Schmerzen oder betäuben örtlich, beispielsweise durch die Stoffe Benzocain und Lidocain. Beide können jedoch Allergien auslösen. Gefahr einer Madelentzündung Durch die betäubende Wirkung einiger Medikamente kann der Patient im schlimmsten Fall eine bakterielle Mandelentzündung nicht rechtzeitig erkennen, so die Tester. Laut den Laborergebnissen enthalten folgende Präparate Benzocain oder Lidocain: "Anaesthesin Pastillen, ohne Zucker", "Dolo-Dobendan Lutschpastillen", "Dorithricin Halstabletten, zuckerfrei", "Benzocain-Menthol-Dragee s zum Lutschen", "Hexoraletten N zum Lutschen, zuckerfrei", "Laringo Halstabletten ohne Zucker", "Lemocin zuckerfrei, Lutschtabletten", "Trachisan Halsschmerztabletten" und "Wick Sulagil Halsspray". Unnötige Nebenwirkungen Wer die freiverkäuflichen Pastillen oder Dragees lutscht oder sich für Rachensprays entscheidet, rechnet selten mit Nebenwirkungen. Ein Trugschluss, wie das Testergebnis beweist. Besonders Präparate, die desinfizierend wirken, enthalten oftmals Antiseptika wie Cetylpyridinium-, Dequalinium- und Benzalkoniumchlorid. "Die Kombination zweier Antiseptika, wie in den Präparaten 'Dequonal Gurgellösung', 'Neo-angin Halstabletten' und 'Wick Sulagil Halsspray', macht die Mittel nicht wirksamer, sondern verstärkt unnötig ihre Nebenwirkungen", schreiben die Tester. Besonders Benzalkoniumchlorid könne die Haut reizen und Allergien hervorrufen. Die Tester empfehlen zur Betäubung des Schmerzes, einfach Eis zu lutschen. Auch lässt es die Schleimhäute abschwellen und mindert so Schluckbeschwerden. Hühnereiweiß - Gefahr für Allergiker Weiterer Kritikpunkt: Für das aus Hühnereiweiß gewonnene Enzym Lysozym, das in "Frubienzym zuckerfrei, Halsschmerztabletten" steckt, ist die therapeutische Wirkung nicht ausreichend nachgewiesen. Für Hühnereiweißallergiker kann die Einnahme sogar gefährlich werden. Auch alle anderen Patienten, die eine ernsthafte Erkrankung nicht verschleppen wollen, sollten genau den Beipackzettel studieren. Das Problem: "Bei etlichen Produkten fehlt eine solche Angabe jedoch", schreibt "Öko-Test". Viele Hersteller verzichten damit auf den wichtigen Hinweis, dass das Präparat nur über einen begrenzten Zeitraum angewendet werden darf und bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden sollte. Wer demnächst von Halsschmerzen geplagt wird, sollte sich vor dem Konsum der meist wenig wirkungsvollen Mittel bewusst machen: Über 90 Prozent aller Halsentzündung werden durch Viren ausgelöst, gegen die eben kein Kraut gewachsen ist. Beugen Sie besser vor: Mehr Infos auch unter http://onleben.t-online.d [...] 094.html
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