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Helena oder die unglaubliche Geschichte

cocolores
HiddenNickname
offline
17.09.2005 04:04
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Kürzlich auf einem Planeten in einer nicht allzu fernen Galaxie. Alles schien so wie immer. Oberflächliches Geblubber unter Fun, gescheiterte virtuelle Beziehungen im Kummerkasten, Fragen über Fragen rund um den Lesbensex unter Beziehung, Erotik & Liebe und alles was wir nie lesen wollten unter TV & Musik. Ach ja, nicht zu vergessen, auch der Sommer war da.

Und mitten in dieses Glück platze eine Socke und sorgte für viel Wirbel. Die Zöllner an den Grenzen der Galaxie waren ratlos. Durfte eine Socke einreisen, zwar mit Fuss, aber ansonsten körperlos? Schnell zog die Kunde durch das Land und Angst machte sich breit unter den Bewohnern. Nur eine Socke? Kann man mit der überhaupt kommunizieren? Socken in Schuhen ja, die machten noch Sinn, aber nur eine Socke, wofür konnte die gut sein? Panik brach aus, weil diese Socke sich Raum verschaffte Hektar um Hektar. Also sprach der Herrscher der Galaxie ein Machtwort und trieb die Socke ins Exil. Sie verlor alle erkämpften Privilegien und erst als sie sich allen Hab und Gut entledigt hatte, durfte sie wieder einreisen.

Doch unter den virtuellen Wesen gab es einen kleinen Trupp, der die Ungerechtigkeit dieses Tuns erkannte. Die Gefährtinnen sammelten sich, um gemeinsam beim Herrscher vorzusprechen. Sie wußten zwar, dass seine Wege oft unergründlich und rätselhaft sind, doch auch wenn sie keine Chance hatten, wollten sie sie dennoch ergreifen. Scheinbar verhallten alle Bitten nach Wiederherstellung von Recht und Ordnung ungehört. Plötzlich öffneten sich die Tore seines Schlosses, aus den Toren strömten die Häscher, und schlugen einen in Bande. In schwere Ketten gelegt, wurden die gekreuzten Flügelchen, der erste Verteidiger der Socke, an die Grenzen der Galaxie gezerrt und mit einem Tritt in den Hintern hinaus befördert.

Wie war das möglich, dass der Herrscher diesen Gefährten einfach aus ihrer Mitte riss? Was hatte ihn so erzürnt? Wieder sprachen sie vor, ließen von Boten Nachrichten überbringen, in der Hoffnung, dass er ihnen ein Zeichen gäbe, dieses zu verstehen. Des Nachts machten sie sich auf, hinter die Mauern seines Schlosses zu dringen. An den Toren erwarteten sie dunkle Gestalten, doch sie wollten sich nicht bange machen lassen und begehrten Einlass. Die schöne Helena, eine der Mutigen, trat ein, die Audienz zu erbitten. Die Tore schlossen sich hinter ihr und keine Kunde drang mehr zu den Gefährten. Von den Grenzen der Galaxie wehte ein Wind ins Land und wisperte: "Über die Grenzen, über die Grenzen, auf ewig verbannt."

Die Gefährten traten zusammen, um zu beraten. Was sollten sie jetzt tun? Die Gefahr saß ihnen im Nacken. Jetzt war klar, dass es auch sie treffen konnte, jeden treffen konnte. Sie mussten die Bevölkerung warnen vor den Launen des Herrschers, darum teilten sie sich auf. Die einen eilten durch die Galaxie, um als erstes den Blubberern die Augen zu öffnen, doch die wollten von der drohenden Gefahr nichts wissen, nur weiterblubbern. Andere eilten über die Grenzen, um Verbündete herbei zu holen und sich nach dem Schicksal und Wohlergehen der Exilanten zu erkundigen. Einige wenige verblieben vor den Toren, um weiter Einlass und Audienz zu erbitten. Alle trieb die Hoffnung auf Unterstützung der Bevölkerung.

Ahnungslose Wanderer, die des Weges kamen, fragten die Gefährten nach ihrem Begehr. Doch dann winkten sie ab, zuckten mit den Schultern, da es ihrer Meinung nach auch im Exil sehr schön sein könne oder begannen die Gefährten zu beschimpfen mit rohen Worten. Sie seien Terrorristen, die mit ihrer Aufmüpfigkeit den Frieden in der Galaxie störten. Es sei besser, den Herrscher nicht weiter zu reizen mit lautem Rufen und Begehr und zu blubbern, weil er dieses so gerne hörte.

Mittlerweile war Hilfe aus den Nachbargalaxien unterwegs, die Gefährten in ihrem ungleichen Kampf zu unterstützen. Doch auf denselben Wegen schlichen die Spione des Herrschers durchs Land und lauerten ihnen nur wenige schwarze Löcher nach der Grenze auf, schlugen sie in Ketten und sperrten sie in dunkle Verliese auf Nimmerwiedersehen. Doch einer, mephisto-, hatte es mit einer Botschaft von der schönen Helena bis vor die Tore des Schlosses geschafft. Da er die gesprochenen Urteile stets verneinte und man das Gute seines Tuns nicht erkannte, wurde er vor den galaktischen Richterstuhl gezerrt und des unrechten Verweilens in dieser Galaxie angeklagt. Der Spruch wurde gefällt, doch ihm nie kund getan, da er bereits hingerichtet und von der Bildschirmoberfläche verschwunden war.

Dies ist, was ich euch berichten kann und es ist wahr, so wahr, dass euch nur noch Gott helfen kann, eure Existenzen zu retten, wenn ihr euch nicht von euren Knien erhebt, auf die ihr vor ihm gefallen seid.
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tennessee
HiddenNickname
offline
07.10.2005 17:43
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tennessee
HiddenNickname
offline
07.10.2005 16:38
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