Herz oder Verstand?
Bräuchte mal bitte euren Rat bzw. einfach ein wenig Austausch darüber, was ihr machen / wie ihr reagieren würdet...
Es geht -man mag es kaum glauben
- um 2 Frauen, die eine Beziehung führen…
Die Ältere nennen wie mal A., die Jüngere J. Dies nur der Einfachheit halber, damit man beim Lesen nicht durcheinander kommt (es geht hier aber NICHT um das Thema "Altersunterschied" ).
Zum Hintergrund der beiden:
A. hat nen festen Job, ne eigene Wohnung und damit ne bestimmte Unabhängigkeit, langjährige, gefestigte Freundschaften, bei denen sie geoutet ist.
J. befindet sich in einer Ausbildung, wohnt noch bei den Eltern, ist z.T. gerade dabei, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen und in ihrem kompletten Umfeld völlig ungeoutet, woran sich erstmal auch nichts ändern wird.
Die beiden verlieben sich, sind glücklich - trotz verschiedener Umstände, die aus o.g. Fakten die Beziehung etwas schwierig gestalten und trotz der Tatsache, dass sie sich meist nur an den Wochenenden sehen können, da sie ca. 100 km voneinander trennen, was vor allem bei J. kein häufigeres Sehen zulässt.
Die ersten Monate verlaufen -wie vermutlich bei vielen Paaren- so, dass beide jede kleinste Möglichkeit nutzen, sich zu sehen und erstmal in einer Art „eigener Welt“ leben, in der man durchaus Dinge um sich herum vernachlässigt. Bei A. führt dies nicht zwingend zu "Problemen", da sowohl das Umfeld Verständnis hat, als auch nichts wirklich vernachlässigt werden muss. Bei J. dagegen zeigt sich nach einer gewissen Zeit, dass es so auf Dauer nicht weiter gehen kann. Am liebsten würde sie weiter jede freie Minute mit A. verbringen...vernachlässigt dabei aber ihre Ausbildung, was früher oder später nach hinten losgeht; die Eltern, die gewisse Forderungen etc. stellen und nicht wissen, was überhaupt los ist, fühlen sich allmählich vor den Kopf gestossen; geschweige denn die gerade neu entstehenden Freundschaften, denen J. immer wieder abgesagt hatte und die irgendwann keine Lust mehr haben, ständig zu fragen, ob man etwas unternimmt, wenn doch nichts bei raus kommt.
Die Situation spitzt sich so weit zu, dass die Sache zwischen A. und J. eines Tages eskaliert und in einem heftigen Streit endet. Dabei wird J. bewusst, dass sie die letzten Monate dabei war, sich so sehr auf A. zu fixieren und alles andere im Leben so zu vernachlässigen, dass es mehr oder weniger den Bach runter gehen würde, würde sie so weitermachen.
Klare Schlussfolgerung: geht so nicht weiter, ein paar Dinge müssen sich ändern, was A. durchaus auch versteht und nie wollte, dass J. ihr restliches Leben komplett sausen lässt.
Also muss J. sich nun vermehrt um Lernen, Eltern, neue Freundschaften kümmern, weshalb die Zeit, die sie mit A. verbringen kann, wesentlich weniger wird. Da in J.s Umfeld niemand von deren Beziehung mit einer Frau weiß, was J. auch vorerst nicht ändern möchte, kann A. an diesem Leben praktisch nicht teilnehmen, da sie in diesem Leben sozusagen "nicht existiert". Sie versteht die ganzen Umstände bis zu einem gewissen Grad und möchte J. nicht im Weg stehen oder sie unter Druck setzen, was all das angeht. Beide sind sich trotz allem sicher, dass sie einander nicht aufgeben möchten. Aber A. leidet im Prinzip unter der Situation, da sie sich aus dem Leben heraus, das sie führt, eine Beziehung anders wünschen würde…mit mehr Zeit, die man miteinander verbringen kann und mit der Möglichkeit, am Leben der Partnerin gewissermassen mit teilhaben zu können. Nun lassen die Umstände aber nichts anderes zu, als dass sie sich etwa 1x die Woche -heimlich in A.s Welt, selbstverständlich- sehen.
Aus J.s Sicht ist das leider alles, was im Moment machbar ist (auch wenn´s ihr schwerfällt) und sie stellt auch klar, dass neben der Ausbildung, die zwangsläufig noch eine weile dauern wird, sich auch vorerst nichts dran ändern wird, dass weder die Eltern noch die Freunde etwas von der Beziehung wissen.
A. versucht damit zu leben, da sie immerhin die paar Stunden oder Tage hat, in denen beide glücklich sind und irgendwo im Hinterkopf die vage Hoffnung darauf, dass die Umstände sich irgendwann mal ändern werden (wofür es selbstverständlich weder eine Garantie, geschweige denn irgend einen vorhersehbaren Zeitpunkt gibt). Es ist aber auch immer wieder quälend, weil so vieles davon nicht das ist, was sie sich in einer Beziehung wünschen würde.
Nun steht sie vor der Frage: Bleibt sie mit J. zusammen, die ihr sehr viel bedeutet; mit der sie glücklich ist in den Stunden oder auch mal Tagen, die sie gemeinsam verbringen; schraubt einige ihrer Vorstellungen und gelegentlich aufkommende Phasen von Traurigkeit und Frust zurück mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass irgendwann die Umstände sich ändern werden (und selbst wenn nicht, sind da nun mal diese tiefen Gefühle, die sich nicht einfach so ändern werden)?
Oder sie verfährt nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" und beendet diese Beziehung, in der sich beide zwar sehr viel bedeuten, die aber z.T. einfach nicht A.s Vorstellungen entspricht (wobei klar ist, dass es ihr wahnsinnig schwer fallen würde, J. zu verlieren)?
Was würdet ihr machen...auf eure Gefühle hören, die diese Frau nicht loslassen wollen, das ganze irgendwie durchstehen und hoffen, dass die Dinge irgendwann anders stehen?
Oder euch trennen, auch wenn es euch erstmal komplett den Boden unter den Füßen wegreissen würde?
Es geht -man mag es kaum glauben
- um 2 Frauen, die eine Beziehung führen…Die Ältere nennen wie mal A., die Jüngere J. Dies nur der Einfachheit halber, damit man beim Lesen nicht durcheinander kommt (es geht hier aber NICHT um das Thema "Altersunterschied" ).
Zum Hintergrund der beiden:
A. hat nen festen Job, ne eigene Wohnung und damit ne bestimmte Unabhängigkeit, langjährige, gefestigte Freundschaften, bei denen sie geoutet ist.
J. befindet sich in einer Ausbildung, wohnt noch bei den Eltern, ist z.T. gerade dabei, sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen und in ihrem kompletten Umfeld völlig ungeoutet, woran sich erstmal auch nichts ändern wird.
Die beiden verlieben sich, sind glücklich - trotz verschiedener Umstände, die aus o.g. Fakten die Beziehung etwas schwierig gestalten und trotz der Tatsache, dass sie sich meist nur an den Wochenenden sehen können, da sie ca. 100 km voneinander trennen, was vor allem bei J. kein häufigeres Sehen zulässt.
Die ersten Monate verlaufen -wie vermutlich bei vielen Paaren- so, dass beide jede kleinste Möglichkeit nutzen, sich zu sehen und erstmal in einer Art „eigener Welt“ leben, in der man durchaus Dinge um sich herum vernachlässigt. Bei A. führt dies nicht zwingend zu "Problemen", da sowohl das Umfeld Verständnis hat, als auch nichts wirklich vernachlässigt werden muss. Bei J. dagegen zeigt sich nach einer gewissen Zeit, dass es so auf Dauer nicht weiter gehen kann. Am liebsten würde sie weiter jede freie Minute mit A. verbringen...vernachlässigt dabei aber ihre Ausbildung, was früher oder später nach hinten losgeht; die Eltern, die gewisse Forderungen etc. stellen und nicht wissen, was überhaupt los ist, fühlen sich allmählich vor den Kopf gestossen; geschweige denn die gerade neu entstehenden Freundschaften, denen J. immer wieder abgesagt hatte und die irgendwann keine Lust mehr haben, ständig zu fragen, ob man etwas unternimmt, wenn doch nichts bei raus kommt.
Die Situation spitzt sich so weit zu, dass die Sache zwischen A. und J. eines Tages eskaliert und in einem heftigen Streit endet. Dabei wird J. bewusst, dass sie die letzten Monate dabei war, sich so sehr auf A. zu fixieren und alles andere im Leben so zu vernachlässigen, dass es mehr oder weniger den Bach runter gehen würde, würde sie so weitermachen.
Klare Schlussfolgerung: geht so nicht weiter, ein paar Dinge müssen sich ändern, was A. durchaus auch versteht und nie wollte, dass J. ihr restliches Leben komplett sausen lässt.
Also muss J. sich nun vermehrt um Lernen, Eltern, neue Freundschaften kümmern, weshalb die Zeit, die sie mit A. verbringen kann, wesentlich weniger wird. Da in J.s Umfeld niemand von deren Beziehung mit einer Frau weiß, was J. auch vorerst nicht ändern möchte, kann A. an diesem Leben praktisch nicht teilnehmen, da sie in diesem Leben sozusagen "nicht existiert". Sie versteht die ganzen Umstände bis zu einem gewissen Grad und möchte J. nicht im Weg stehen oder sie unter Druck setzen, was all das angeht. Beide sind sich trotz allem sicher, dass sie einander nicht aufgeben möchten. Aber A. leidet im Prinzip unter der Situation, da sie sich aus dem Leben heraus, das sie führt, eine Beziehung anders wünschen würde…mit mehr Zeit, die man miteinander verbringen kann und mit der Möglichkeit, am Leben der Partnerin gewissermassen mit teilhaben zu können. Nun lassen die Umstände aber nichts anderes zu, als dass sie sich etwa 1x die Woche -heimlich in A.s Welt, selbstverständlich- sehen.
Aus J.s Sicht ist das leider alles, was im Moment machbar ist (auch wenn´s ihr schwerfällt) und sie stellt auch klar, dass neben der Ausbildung, die zwangsläufig noch eine weile dauern wird, sich auch vorerst nichts dran ändern wird, dass weder die Eltern noch die Freunde etwas von der Beziehung wissen.
A. versucht damit zu leben, da sie immerhin die paar Stunden oder Tage hat, in denen beide glücklich sind und irgendwo im Hinterkopf die vage Hoffnung darauf, dass die Umstände sich irgendwann mal ändern werden (wofür es selbstverständlich weder eine Garantie, geschweige denn irgend einen vorhersehbaren Zeitpunkt gibt). Es ist aber auch immer wieder quälend, weil so vieles davon nicht das ist, was sie sich in einer Beziehung wünschen würde.
Nun steht sie vor der Frage: Bleibt sie mit J. zusammen, die ihr sehr viel bedeutet; mit der sie glücklich ist in den Stunden oder auch mal Tagen, die sie gemeinsam verbringen; schraubt einige ihrer Vorstellungen und gelegentlich aufkommende Phasen von Traurigkeit und Frust zurück mit der Hoffnung im Hinterkopf, dass irgendwann die Umstände sich ändern werden (und selbst wenn nicht, sind da nun mal diese tiefen Gefühle, die sich nicht einfach so ändern werden)?
Oder sie verfährt nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" und beendet diese Beziehung, in der sich beide zwar sehr viel bedeuten, die aber z.T. einfach nicht A.s Vorstellungen entspricht (wobei klar ist, dass es ihr wahnsinnig schwer fallen würde, J. zu verlieren)?
Was würdet ihr machen...auf eure Gefühle hören, die diese Frau nicht loslassen wollen, das ganze irgendwie durchstehen und hoffen, dass die Dinge irgendwann anders stehen?
Oder euch trennen, auch wenn es euch erstmal komplett den Boden unter den Füßen wegreissen würde?