Heute, 26.12.08 8:45 SWR-Fernsehen:
"Mami, Mama, drei Kinder"
von Antonella Berta
Sendung am Freitag, 26.12.2008, 08.45 bis 9.15 Uhr
"Alle Welt wusste, dass wir lesbisch sind und schon lange als Paar zusammen leben. Als wir uns dann ein Kind wünschten, war die Lieblingsfrage von anderen: Haben Sie sich überlegt, was Sie dem Kind antun?' Wir dachten: O je, wir haben uns jahrelang Gedanken gemacht und andere gerade mal fünf Sekunden - und sie stellen uns diese Frage?" So ging es Moni und Lisa vor 13 Jahren, als sie sich auf die Suche nach einer Samenbank machten, um sich ihren gemeinsamen Kinderwunsch zu erfüllen. Es war damals eine Sensation, und sie wurden konfrontiert mit langen Reden von Ärzten, die zwar künstliche Befruchtungen vornahmen, aber betonten, dass ein Kind doch einen Vater brauche. Als Moni ihr erstes Kind per Kaiserschnitt zur Welt brachte, musste Lebenspartnerin Lisa vor dem Kreissaal warten und zuschauen, wie männliche Lebensgefährten anderer Frauen selbstverständlich bei der Geburt dabei sein konnten. Auch heute müssen sie sich immer noch gegen Benachteiligungen wehren: im Finanzamt, bei der Einschulung der Kinder oder in der Kirche beim Versuch, die Kleinen katholisch taufen zu lassen. Und sie müssen auch damit umgehen können, wenn eins der Kinder fragt: "Wer ist mein Vater?"
Der Film "Mami, Mama, drei Kinder" ist eine liebevolle Begegnung mit der Familie Herrmann-Green aus Konstanz; ein temporeicher Film über lesbische Liebe, über die Kunst der Erziehung mehrerer Kinder und über den Stolz, das zu sein, was man ist.
von Antonella Berta
Sendung am Freitag, 26.12.2008, 08.45 bis 9.15 Uhr
"Alle Welt wusste, dass wir lesbisch sind und schon lange als Paar zusammen leben. Als wir uns dann ein Kind wünschten, war die Lieblingsfrage von anderen: Haben Sie sich überlegt, was Sie dem Kind antun?' Wir dachten: O je, wir haben uns jahrelang Gedanken gemacht und andere gerade mal fünf Sekunden - und sie stellen uns diese Frage?" So ging es Moni und Lisa vor 13 Jahren, als sie sich auf die Suche nach einer Samenbank machten, um sich ihren gemeinsamen Kinderwunsch zu erfüllen. Es war damals eine Sensation, und sie wurden konfrontiert mit langen Reden von Ärzten, die zwar künstliche Befruchtungen vornahmen, aber betonten, dass ein Kind doch einen Vater brauche. Als Moni ihr erstes Kind per Kaiserschnitt zur Welt brachte, musste Lebenspartnerin Lisa vor dem Kreissaal warten und zuschauen, wie männliche Lebensgefährten anderer Frauen selbstverständlich bei der Geburt dabei sein konnten. Auch heute müssen sie sich immer noch gegen Benachteiligungen wehren: im Finanzamt, bei der Einschulung der Kinder oder in der Kirche beim Versuch, die Kleinen katholisch taufen zu lassen. Und sie müssen auch damit umgehen können, wenn eins der Kinder fragt: "Wer ist mein Vater?"
Der Film "Mami, Mama, drei Kinder" ist eine liebevolle Begegnung mit der Familie Herrmann-Green aus Konstanz; ein temporeicher Film über lesbische Liebe, über die Kunst der Erziehung mehrerer Kinder und über den Stolz, das zu sein, was man ist.