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Hilfe für Sabrina


12.04.2010 22:47
HiddenNickname
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http://www.hilfe-fuer-sabrina.de/

http://moltaweto.wordpres [...] pdate-6/

http://levanai.files.word [...] iste.pdf

Auszug Link Justizskandal:

Man kann den Fall weder menschlich (emotional) noch faktisch (rational und formaljuristisch) korrekt diskutieren, weil die Medien – türkische und deutsche in perfekter Eintracht – von vornherein ein Schuldszenario aufgebaut hatten, ohne dass ihnen dafür die entsprechenden Fakten vorgelegen haben können (nach unseren letzten Informationen sind die Ermittlungen im Gesamtfall selbst heute noch nicht abgeschlossen!).
Auf diese Schuldzuweisungen und das Totschlagargument „wer mit Drogen handelt – die hierzulande auch an unschuldige Schulkinder verkauft werden! (geschickte, mittlerweile aber aus diversen Bereichen bekannte und deshalb durchschaubare, generell zur Meinungsmanipulation eingesetzte „psychologische Indoktrinierung“) – muss wissen, worauf er sich einlässt … und eine Unschuldsvermutung kann es bei solchen Individuen ja gar nicht geben!“ beziehen sich all jene Kommentare, die Sabrinas Unschuldsbeteuerungen ebenso ignorieren wie die von uns nachhaltig recherchierten (lange Zeit auch mit Hilfe des Chefredakteurs der Allgemeinen Türkei Rundschau), objektiv zusammengestellten und veröffentlichten Fakten, die sogar sehr eindeutig auf ein eklatantes und insgesamt auf höchst fragwürdige Weise zustande gekommenes Urteil schließen lassen.

Worauf wir – auch wegen des angeführten Beispiels einer gut gemeinten, aber letztlich unweigerlich ins Gegenteil umschlagenden Diskussionsplattform – aber unbedingt noch einmal eingehen und dies auch an alle kritischen Menschen richten wollen, die sich neben einem eigenständigen Denken (und Fühlen!) auch noch ihren gesunden Menschenverstand und ein eben solches Rechtsempfinden bewahrt haben, ist die Tatsache, dass Sabrinas Fall trotz der behaupteten, aber nie zweifelsfrei bewiesenen „wissentlichen Verwicklung in ein Drogenvergehen in Tateinheit mit Bandenkriminalität“ sich gar nicht so sehr von all den anderen Fällen unterscheidet, in denen sowohl hierzulande als auch in Europa insgesamt von mangelnder Rechtsstaatlichkeit bei der Umsetzung und Handhabung von Gesetzen gesprochen werden muss. Das bedeutet: so lange man Sabrina keine schwere Schuld (sprich: die wissentliche Einwilligung in den Drogenschmuggel!) nachweisen kann, ist sie genauso wenig schuldig und somit genauso zu Unrecht angeklagt / verurteilt / inhaftiert, wie jeder andere Mensch, der aufgrund dieses Mankos in Sachen Gesetzgebung und Rechtsprechung unberechtigter Weise als Täter (gleich welchen Verbrechens angeklagt) behandelt wird!
Und damit kommen wir dann auch zu der aus sukzessivem Sammeln von Erfahrungen hervorgegangenen Erkenntnis, die es – nicht nur in diesem Zusammenhang – zu verurteilen und ins Bewusstsein unserer Mitmenschen zu transportieren gilt. Sie setzt sich aus folgenden zwei Punkten zusammen:

1.)    So lange jede/r Betroffene immer nur „seinen/ihren Fall“ und das dabei tatsachlich oder vermutlich begangene Unrecht sieht und öffentlich anprangert, wird man am systematisch geschaffenen Grundübel einer dem wahren Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und aller damit verbundenen „hochtrabenden Rechtsprinzipien“, die nur für jene Menschen gelten, die sich einen wirklich guten Anwalt leisten können (der auch die unabsichtlich oder ganz gezielt eingearbeiteten Schlupflöcher der Gesetze kennt und für seine Klienten auszunutzen versteht!), nichts ändern lassen. – Das gleichermaßen Tragische wie typisch menschliche daran ist, dass man diese Tatsache auf alle Belange und Bereiche anwenden kann und muss, wo Einzelinteressen und deren eigenwillige Gewichtung das Zustandekommen solidarischer Strukturen behindern, mit denen sich nicht nur die Symptome, sondern auch die zentralen Ursachen dieses politisch legitimierten Unrechts in all seinen Erscheinungsformen bekämpfen und abstellen lassen könnten!
2.)    Dasselbe gilt auch für die öffentliche Manifestierung von Solidarität … sie wird auch durch individuelle Interessengewichtung, bei der bspw. ein „öffentlich bereits komplett abgeurteilter“ Fall wie jener von Sabrina A. natürlich durch das grobmaschige Netz der jeweils eigenen Wahrnehmung und Interessenlage fällt. Hinzu kommt aber auch eine stark verbreitete Neigung zur ignoranten Oberflächlichkeit, die so manches als unwichtig oder „überflüssig“ einstuft, weil es eben weder der eigenen „Betroffenheit“ noch den bevorzugten Botschaften entspricht, die man aus dem einen oder anderen Grund unters Volk streuen zu müssen glaubt. – Die Querverbindungen, die bei einer etwas aufmerksameren und den berüchtigten „eigenen Tellerrand“ nicht als unüberwindbare Grenze ansehenden Betrachtung sehr vieler „Individualschicksale“ auftauchen müssen, werden geflissentlich übersehen. Ob das nun der „Wahrung der über alles gestellten eigenen Seriosität“, dem Bemühen um Abstand zu banalen und/oder als zweifelhaft definierten Dingen, oder schlussendlich vielleicht doch schierem Desinteresse geschuldet ist, spielt wirklich keine Rolle … nur das, was bei diesem Verhalten unterm Strich herauskommt – nämlich eine willentlich oder fahrlässig herbeigeführte, zusätzliche Entsolidarisierung der Gesellschaft – zählt und muss als ein ganz wesentlicher Faktor beim Scheitern jeder Art von ernsthaft und mehr oder weniger sogar mit Herzblut betriebenem Engagement führen.


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