|
|
Forum » News, Politik & Wissenschaft » Thread"Homo-Ehe"
14.09.2003 17:25
HiddenNickname
0 Seit etwa zwei Jahren gibt es die eingetragene Lebenspartnerschaft oder auch „Homo-Ehe“ . Es sind seitdem auch viele Lesben und Schwule die Lebenspartnerschaft eingegangen. Worauf wir allerdings immer noch warten, ist die Einlösung der Versprechungen, die die Politiker in diesem Zusammenhang gemacht haben. Auf der Homepage der Grünen gibt es Beiträge zu diesem Thema und es wird darin gesagt, wir kämpfen weiter darum... Allerdings sind diese Beiträge Stand Oktober 2002. Das war letztes Jahr! Und wenn man es genau nimmt hat sich seit der Einführung der „Homo-Ehe“ rein gar nichts geändert. Ich persönlich habe das Gefühl, dass dieses Thema zum einen zu Wahlkampfzwecken aufgegriffen wurde und zum anderen, um die Lesben und Schwulen ruhig zu stellen, deren Rufe nach Gleichstellung und Gleichberechtigung in diesem Bereich immer lauter wurden. Es wurde uns ein Brocken vorgeworfen, der groß aufgebauscht wurde, worüber wir uns freuen und dankbar sein sollten, der jedoch, wenn man genauer hinsieht, lediglich mehr Pflichten jedoch nicht wesentlich mehr rechte beinhaltet. Es wurde versprochen, dass dem Lebenspartnerschaftsgesetz ein Lebenspartnerschaftsergänzungs gesetz folgen würde, in dem Erbschaftssteuer, Beamtenbesoldung, BAföG, etc. angeglichen und/oder verändert werden sollten. Auch hierauf warten wir bislang vergebens. Das Thema Homosexualität geistert zwar immer mal wieder durch Politik und Medien, allerdings nur im Zusammenhang mit Affären/Skandalen (siehe Schill). Über die „Homo-Ehe“ an sich verliert nicht ein Politiker, eine Zeitung, eine Politsendung,... mehr ein Wort. Warum ist das so? Weil momentan keine Wahl ansteht? Weil die Schwulen und Lesben sich ruhig verhalten? Weil die Opposition sowieso alles blockiert? Ich persönlich fühle mich nach wie vor diskriminiert. Ich lebe in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, gelte aber nicht als verheiratet. Der Standesbeamte sagte mit einem lächeln „verpartnertR 20;. Ich trage den Namen meiner Frau, ihre Familie nimmt mich als Schwiegertochter an, aber ich gelte weiterhin als ledig. Allerdings müssten wir im Falle einer Trennung genauso den Weg zum Gericht machen wie „richtig“ verheiratete heterosexuelle Paare. Bei Versicherungen sind wir familienversichert. Das selbe wären wir aber auch, wenn wir sagen würden, wir leben in einer Lebensgemeinschaft bzw. in einem eheähnlichem Verhältnis. Die sogenannte „Homo-Ehe“ ist in meinen Augen eine rein emotionale Angelegenheit. Dieses sollte die Ehe an sich auch sein. Ich vertrete die Ansicht, dass man aus Liebe heiraten sollte und nicht wegen Steuervergünstigungen o.ä. Für mich steht allerdings die Frage im Raum: Wenn heterosexuelle Paare nach der Eheschließung mehr Rechte bekommen, warum dann nicht homosexuelle Paare? Mir persönlich gibt es das Gefühl, dass ich minderwertig bin. Aber noch einmal die zentralen Fragen: Warum geht es nicht weiter? Wann geht es weiter? Warum haben wir das Interesse der Politiker verloren? Gruß Welfin
0
![]()
Seite: 1 |
2
|
03.10.2003 17:22
03.10.2003 16:31
03.10.2003 16:17
03.10.2003 13:53
03.10.2003 13:34
25.09.2003 19:42
24.09.2003 10:43
22.09.2003 17:00
20.09.2003 13:25
20.09.2003 13:17
20.09.2003 13:01
19.09.2003 07:57
18.09.2003 21:29
18.09.2003 20:40
18.09.2003 20:34
18.09.2003 17:53
17.09.2003 19:00
17.09.2003 18:15
17.09.2003 17:39
0
![]()
Seite: 1 |
2
|
|
|