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Ich erwachte und es war dunkel...

SolitaireBln
HiddenNickname
offline
18.08.2007 00:48
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Ich erwachte und es war dunkel, die Nacht hatte sich schon Stunden über die neue Stadt gelegt.

Im Bad hang der große Spiegel und ich sah eine Frau, die mich stark an die ersten kindlichen Erinnerungen an meine Mutter erinnerte. Ich war jetzt etwa so alt wie sie damals und ich schaute genauer hin.

Da waren diese, Ihre, meine Augen, in denen immer noch das Feuer der frühen Jahre flackerte, in denen ich erwachte und das Leben für mich gewinnen wollte.
Dieses Feuer brannte viele Jahre sehr hell, doch wie man sagt, sei auch viel Schatten wo viel Licht sei und das die Zeit alle Wunden heile, doch manche Wunden heilen nie.

Da waren die kleinen Fältchen, die langsam tiefer wurden und mich daran erinnerten, dass alles auf dieser Welt vergänglich ist.

Da waren die Lippen, um die das Leben einige harte Züge gelegt hatte, doch die sich noch immer sehnten, so wie das Sehnen im Herzen wohl niemals enden wird.

Ich schaute auf meine Hände, in denen ich einst neues Leben hielt, meine Arme, in denen ich
altes Leben mit Schmerzen gehen sah.

Mein Herz begann schneller zu schlagen und ich sagte leise, danke, dass Du mich geboren hast...es hätte schlimmer kommen können.