Irgendwie bin ich Frauen müde geworden ...
Guten Moregen!
Wo fange ich an. Meinen Freunden mag ich nicht mehr die Ohren voll jammern. Na, da beginne ich im Heute.
Nach langer Pause habe arbeite ich wieder als Köchin, viel mehr als Küchenleiterin. Obwohl ich mich nicht um die Stelle "prügelte". Wie eben die Jungfrau zum Kind kommt. So kam ich auch zu dieser Stelle. Einmal die Küche kommplett umrühren. Das volle Programm. Zur Zeit bin ich mit meinem Beikoch noch allein in der Küche. Arbeite sech Tage, von 15/16 bis 23/24 Uhr. Dienstag bis Sonntag. An Beziehung, Freundschaften oder Sport ist nicht oder kaum noch zu denken.
Da überfällt mich öfter der Singelblues. Komme ich krocky von der Arbeit, ist da niemand der mich erwartet. Mich in die Arme nimmt. Wo ich einfach mich fallen laßen kann. Das leere Bett gähnt gelangweilt wenn es mich empfängt.
Obwohl ich mich nach Nähe, Zweisamkeit sehne, bin ich von den Frauens müde geworden. In der letzten Zeit habe ich zu viele Enttäuschungen erlitten. Entweder lerne ich Frauen kennen die dem Alkohol zu getan sind. Die nächsten sind frisch getrennt. Können oder wollen, verständlicherweise, sich nicht auf was Neues einlaßen. Oder & das ist mein größtes Stigma, das ich ne männliche Vergangenheit habe. Wenn ich je eine gehabt hatte.
Das Dumme ist, das ich eben wie ne "Sport/Schrauber -Lesbe" durch die Welt renne. Im Außen derweil männlich androgyn drein schaue. Das macht der Beruf, das Schrauben, Schwimmen & Motorrad fahren. Das bringt die nächsten Schwierigkeiten. Die eine will von mir 'n Kind, in ihrer enddreisiger "Kriese". Nach dem ich sie aufklärte, das das bei mir schon laaaange nicht mehr ging. Körperlich, wie mental. Ist die Dame auf & davon.
Die nächsten fliegen auf meine männliche Androgynität & erwarten von mir entsprechendes Verhalten. Was ich nun perse nicht bieten kann & will. Bin doch keen Kerl! Zwanzig Jahre mußte ich unfreilig als "Mann" leben. Da Dumme ist nur, ich bin den Mädels in meiner Wesensart zu weiblich. Eine Ex von mir meinte zu mir nach'm ersten gemeinsamen Sex, "Das geht garnicht, du bist mir zu weiblich." Wie denn nun?
Irgendwie bin ich müde geworden. Mit zwanzig hatte ich meine Ich-Bekennung & den Geschlechtswechsel vollzogen. Mit dreißig die OP. Bei der ich beinah krepiert wäre. Emotional, mental, sexuell bin ich seit der OP einer der glücklichsten Menschen auf der Welt. Wenn nicht dieses Stigma mir auf der Stirn stehen wirde. Translesbe, das ist sowas ähnliches wie Mörderin, glaube ich. Auf Lebenszeit.
Mein Leben lebe ich queer bzw. lesbisch. Aus der Transenszene bin ich laaange raus. Was habe ich damit noch zu tun?
Ich gäbe alles auf der Welt, gleich bei der Geburt ne Frau oder 'n Mann gewesen zu sein. Und nicht dieses Mischmasch. Was ja auch reizvoll sein kann. So lange Translesben von Außen betrachtet werden. Ich bleibe für viele ein Paradiesvogel. Obwohl nicht darum gebeten habe, so zu sein. Mein heutiges Leben genieße ich. Bunt & queer. Wer wie ich die Höle hinter sich hat, lebt jetzt. In vollen Zügen. Und da muß ich mir dann anhören. "Du steckst bestimmt voller Probleme. Nimmst sicher Drogen."
Ne, ne, als "Mann" hätte ich alles haben können. Frauen, berfuliche Kariere, eigene Familie. Ich habe alles aufgeben. Um so zu sein wie ich seit zwanzig Jahren lebe. Wem interessiert das schon?
Ich habe mich damit abgefunden, Singel wider Willer zu sein & zu bleiben. Eine Ex von mir lebt seit unserer Trennung vor zehn Jahren auch allein. Das mit Erfolg. Es geht doch ...
Zum Glück habe ich jetzt diese Arbeit, wo ich wieder nur mit Schwulen zusammen arbeite. Wo ich wieder nicht mit Frauen in Kontakt kommen kann. Da Frauen bei uns kaum im Laden arbeiten. Und dann diese Arbeitszeit. Das hilft mir, mich zurück zu ziehen. Mir Motorräder zu kaufen, all die Liebe in meine Maria & Paula zu stecken. Ach was klage ich, das Leben ist auch ohne Frauen schön. Nur nicht so wunder schön ...
Gruß Nadja
Wo fange ich an. Meinen Freunden mag ich nicht mehr die Ohren voll jammern. Na, da beginne ich im Heute.
Nach langer Pause habe arbeite ich wieder als Köchin, viel mehr als Küchenleiterin. Obwohl ich mich nicht um die Stelle "prügelte". Wie eben die Jungfrau zum Kind kommt. So kam ich auch zu dieser Stelle. Einmal die Küche kommplett umrühren. Das volle Programm. Zur Zeit bin ich mit meinem Beikoch noch allein in der Küche. Arbeite sech Tage, von 15/16 bis 23/24 Uhr. Dienstag bis Sonntag. An Beziehung, Freundschaften oder Sport ist nicht oder kaum noch zu denken.
Da überfällt mich öfter der Singelblues. Komme ich krocky von der Arbeit, ist da niemand der mich erwartet. Mich in die Arme nimmt. Wo ich einfach mich fallen laßen kann. Das leere Bett gähnt gelangweilt wenn es mich empfängt.
Obwohl ich mich nach Nähe, Zweisamkeit sehne, bin ich von den Frauens müde geworden. In der letzten Zeit habe ich zu viele Enttäuschungen erlitten. Entweder lerne ich Frauen kennen die dem Alkohol zu getan sind. Die nächsten sind frisch getrennt. Können oder wollen, verständlicherweise, sich nicht auf was Neues einlaßen. Oder & das ist mein größtes Stigma, das ich ne männliche Vergangenheit habe. Wenn ich je eine gehabt hatte.
Das Dumme ist, das ich eben wie ne "Sport/Schrauber -Lesbe" durch die Welt renne. Im Außen derweil männlich androgyn drein schaue. Das macht der Beruf, das Schrauben, Schwimmen & Motorrad fahren. Das bringt die nächsten Schwierigkeiten. Die eine will von mir 'n Kind, in ihrer enddreisiger "Kriese". Nach dem ich sie aufklärte, das das bei mir schon laaaange nicht mehr ging. Körperlich, wie mental. Ist die Dame auf & davon.
Die nächsten fliegen auf meine männliche Androgynität & erwarten von mir entsprechendes Verhalten. Was ich nun perse nicht bieten kann & will. Bin doch keen Kerl! Zwanzig Jahre mußte ich unfreilig als "Mann" leben. Da Dumme ist nur, ich bin den Mädels in meiner Wesensart zu weiblich. Eine Ex von mir meinte zu mir nach'm ersten gemeinsamen Sex, "Das geht garnicht, du bist mir zu weiblich." Wie denn nun?
Irgendwie bin ich müde geworden. Mit zwanzig hatte ich meine Ich-Bekennung & den Geschlechtswechsel vollzogen. Mit dreißig die OP. Bei der ich beinah krepiert wäre. Emotional, mental, sexuell bin ich seit der OP einer der glücklichsten Menschen auf der Welt. Wenn nicht dieses Stigma mir auf der Stirn stehen wirde. Translesbe, das ist sowas ähnliches wie Mörderin, glaube ich. Auf Lebenszeit.
Mein Leben lebe ich queer bzw. lesbisch. Aus der Transenszene bin ich laaange raus. Was habe ich damit noch zu tun?
Ich gäbe alles auf der Welt, gleich bei der Geburt ne Frau oder 'n Mann gewesen zu sein. Und nicht dieses Mischmasch. Was ja auch reizvoll sein kann. So lange Translesben von Außen betrachtet werden. Ich bleibe für viele ein Paradiesvogel. Obwohl nicht darum gebeten habe, so zu sein. Mein heutiges Leben genieße ich. Bunt & queer. Wer wie ich die Höle hinter sich hat, lebt jetzt. In vollen Zügen. Und da muß ich mir dann anhören. "Du steckst bestimmt voller Probleme. Nimmst sicher Drogen."
Ne, ne, als "Mann" hätte ich alles haben können. Frauen, berfuliche Kariere, eigene Familie. Ich habe alles aufgeben. Um so zu sein wie ich seit zwanzig Jahren lebe. Wem interessiert das schon?
Ich habe mich damit abgefunden, Singel wider Willer zu sein & zu bleiben. Eine Ex von mir lebt seit unserer Trennung vor zehn Jahren auch allein. Das mit Erfolg. Es geht doch ...
Zum Glück habe ich jetzt diese Arbeit, wo ich wieder nur mit Schwulen zusammen arbeite. Wo ich wieder nicht mit Frauen in Kontakt kommen kann. Da Frauen bei uns kaum im Laden arbeiten. Und dann diese Arbeitszeit. Das hilft mir, mich zurück zu ziehen. Mir Motorräder zu kaufen, all die Liebe in meine Maria & Paula zu stecken. Ach was klage ich, das Leben ist auch ohne Frauen schön. Nur nicht so wunder schön ...
Gruß Nadja