It' okay to be gay
Im WDR wird der Film der Mechernicher Schüler am kommenden Montag, 26. Januar, zwischen 7.20 Uhr und 8.20 Uhr ausgestrahlt.
Der 16-jährige John ist neu an der Realschule Mechernich. Doch Anschluss findet John keinen. Seine Mitschüler grenzen ihn aus. Der Grund: Die Klassenkameraden schließen aus seinem...
MECHERNICH. Der 16-jährige John ist neu an der Realschule Mechernich. Doch Anschluss findet John keinen. Seine Mitschüler grenzen ihn aus. Der Grund: Die Klassenkameraden schließen aus seinem Auftreten und Benehmen, dass John homosexuell ist. Keiner will mit dem „Neuen“ etwas zu tun haben. Bis auf Mike - der gut aussehende Mädchenschwarm der Realschule. Mike hatte bislang noch keine Freundin. Er behauptet immer, dass er auf die Richtige warte. Doch plötzlich kommen unterdrückte Gefühle zutage. Schnell wird deutlich, dass sich Mike in den Außenseiter John verliebt hat. Wie soll er das seiner Clique beibringen, die John bislang meidet?
Gegen 100 Konkurrenten
Diese Liebesgeschichte, in der es um Vorurteile und Ausgrenzungen im Umgang mit Homosexuellen geht, haben sich die Schüler der Klasse 10 d im katholischen Religionsunterricht ausgedacht. Allein dreieinhalb Wochen arbeiteten die Schüler am Drehbuch. Die Arbeit hat sich gelohnt: Ihr Film „It's okay to be gay“ (Es ist in Ordnung, schwul zu sein) ist einer der Siegerfilme des WDR-Wettbewerbs „Sexplain Love“. Fünf Schulklassen aus NRW hatten sich mit ihren Filmideen zum Thema „Liebe und Sexualität“ gegen rund 100 Konkurrenten durchgesetzt - darunter die Mechernicher.
Sie haben viel Zeit in ihren Film gesteckt und selbst nach dem Unterricht und am Wochenende daran gearbeitet.
Die Idee, sich am Wettbewerb zu beteiligen, hatte Referendarin Susanne Berlingen. Sofort waren ihre Schüler von dieser Art der Unterrichts-Gestaltung begeistert. „Wir haben uns verschiedene Geschichten überlegt“, erzählt Maren Bömer. „Es war schwierig, sich zu einigen“, sagte Elena Schmitz.
Letztendlich sei entschieden worden, eine „Schwulengeschichte“ zu drehen. „Die beiden Jungs sagten aus Spaß: Das machen wir. Und dann mussten sie es auch machen“, sagte Julia Caster lachend. Nachdem die Hauptdarsteller feststanden, diskutierten die Schüler über das Ende. Schnell seien sich alle einig gewesen, dass es ein klassisches Happy End geben sollte. „John öffnet Mike die Augen, der bisher nicht wahr haben wollte, dass er schwul ist“, so Schmitz. Am Ende des Films werden beide als homosexuelles Paar von der Clique akzeptiert.
Doch wie sieht es in der Realität aus, werden homosexuelle Schüler immer noch ausgegrenzt? „Bei uns gibt es so was nicht“, so Elena Schmitz. Mit dem Film, fügte Michaela Blum hinzu, habe die Klasse darstellen wollen, dass Homosexualität nicht nur in Köln als „normal“ angesehen wird. „Wir wollten zeigen, dass das okay ist.“ Auch wenn sich die Schüler inhaltlich mit einem ernsten Thema auseinander setzten, hatten sie während der Dreharbeiten viel Spaß.
Besonders gut gefallen hat John, alias Matthias Mielich, die Schlüsselszene auf dem Schulflur. Hier stoßen die Hauptdarsteller zufällig gegeneinander, weil Mikes Mäppchen auf den Boden gefallen ist. „Diese Szene mussten wir 44 Mal drehen, weil wir immer so viel lachen mussten“, erzählt Mielich, der sich schon als Kind wünschte, einmal im Fernsehen aufzutreten.
Film am Montag im Fernsehen
Auch Mike (Michael Monter) hatte in dieser Sequenz mit dem Lachen zu kämpfen. Alle Hände voll zu tun hatte Regisseurin Michaela Blum, die für jede Szene mit einer Klappe den Startschuss gab. Die Kameraführung übernahm Andrea Reitz, die Hilfe von einem Profi-Filmteam erhielt. Die Clique wurde von Janina Klöcker, Marc Bleier, Corinna und Caroline Conrads sowie Oliver Schäfer gespielt. Während sich Maren Bömer um den Ton kümmerte, sorgten Clarissa Rugener und Julia Caster für das gute Aussehen der Darsteller.
Quelle: http://www.rundschau-onli [...] 81.shtml
Der 16-jährige John ist neu an der Realschule Mechernich. Doch Anschluss findet John keinen. Seine Mitschüler grenzen ihn aus. Der Grund: Die Klassenkameraden schließen aus seinem...
MECHERNICH. Der 16-jährige John ist neu an der Realschule Mechernich. Doch Anschluss findet John keinen. Seine Mitschüler grenzen ihn aus. Der Grund: Die Klassenkameraden schließen aus seinem Auftreten und Benehmen, dass John homosexuell ist. Keiner will mit dem „Neuen“ etwas zu tun haben. Bis auf Mike - der gut aussehende Mädchenschwarm der Realschule. Mike hatte bislang noch keine Freundin. Er behauptet immer, dass er auf die Richtige warte. Doch plötzlich kommen unterdrückte Gefühle zutage. Schnell wird deutlich, dass sich Mike in den Außenseiter John verliebt hat. Wie soll er das seiner Clique beibringen, die John bislang meidet?
Gegen 100 Konkurrenten
Diese Liebesgeschichte, in der es um Vorurteile und Ausgrenzungen im Umgang mit Homosexuellen geht, haben sich die Schüler der Klasse 10 d im katholischen Religionsunterricht ausgedacht. Allein dreieinhalb Wochen arbeiteten die Schüler am Drehbuch. Die Arbeit hat sich gelohnt: Ihr Film „It's okay to be gay“ (Es ist in Ordnung, schwul zu sein) ist einer der Siegerfilme des WDR-Wettbewerbs „Sexplain Love“. Fünf Schulklassen aus NRW hatten sich mit ihren Filmideen zum Thema „Liebe und Sexualität“ gegen rund 100 Konkurrenten durchgesetzt - darunter die Mechernicher.
Sie haben viel Zeit in ihren Film gesteckt und selbst nach dem Unterricht und am Wochenende daran gearbeitet.
Die Idee, sich am Wettbewerb zu beteiligen, hatte Referendarin Susanne Berlingen. Sofort waren ihre Schüler von dieser Art der Unterrichts-Gestaltung begeistert. „Wir haben uns verschiedene Geschichten überlegt“, erzählt Maren Bömer. „Es war schwierig, sich zu einigen“, sagte Elena Schmitz.
Letztendlich sei entschieden worden, eine „Schwulengeschichte“ zu drehen. „Die beiden Jungs sagten aus Spaß: Das machen wir. Und dann mussten sie es auch machen“, sagte Julia Caster lachend. Nachdem die Hauptdarsteller feststanden, diskutierten die Schüler über das Ende. Schnell seien sich alle einig gewesen, dass es ein klassisches Happy End geben sollte. „John öffnet Mike die Augen, der bisher nicht wahr haben wollte, dass er schwul ist“, so Schmitz. Am Ende des Films werden beide als homosexuelles Paar von der Clique akzeptiert.
Doch wie sieht es in der Realität aus, werden homosexuelle Schüler immer noch ausgegrenzt? „Bei uns gibt es so was nicht“, so Elena Schmitz. Mit dem Film, fügte Michaela Blum hinzu, habe die Klasse darstellen wollen, dass Homosexualität nicht nur in Köln als „normal“ angesehen wird. „Wir wollten zeigen, dass das okay ist.“ Auch wenn sich die Schüler inhaltlich mit einem ernsten Thema auseinander setzten, hatten sie während der Dreharbeiten viel Spaß.
Besonders gut gefallen hat John, alias Matthias Mielich, die Schlüsselszene auf dem Schulflur. Hier stoßen die Hauptdarsteller zufällig gegeneinander, weil Mikes Mäppchen auf den Boden gefallen ist. „Diese Szene mussten wir 44 Mal drehen, weil wir immer so viel lachen mussten“, erzählt Mielich, der sich schon als Kind wünschte, einmal im Fernsehen aufzutreten.
Film am Montag im Fernsehen
Auch Mike (Michael Monter) hatte in dieser Sequenz mit dem Lachen zu kämpfen. Alle Hände voll zu tun hatte Regisseurin Michaela Blum, die für jede Szene mit einer Klappe den Startschuss gab. Die Kameraführung übernahm Andrea Reitz, die Hilfe von einem Profi-Filmteam erhielt. Die Clique wurde von Janina Klöcker, Marc Bleier, Corinna und Caroline Conrads sowie Oliver Schäfer gespielt. Während sich Maren Bömer um den Ton kümmerte, sorgten Clarissa Rugener und Julia Caster für das gute Aussehen der Darsteller.
Quelle: http://www.rundschau-onli [...] 81.shtml