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Forum » News, Politik & Wissenschaft » Thread20 Jahre später... Diskriminierung?
07.03.2008 19:18
HiddenNickname
0 da ich heute mal wieder an zwei Stellen damit konfrontiert wurde, dass die schöpne Toleranz, die man sich wünscht, doch nicht allerorts anzutreffen ist, würde mich mal interessieren, was ihr denkt, wie sich die Diskriminierung vs Akzeptanzsache weiterentwickeln wird in den nächsten 20 Jahren. Vorrausgesetzt, es gibt keine größeren Einschläge, wie damals, als Aids das erste mal aufgetreten ist und als Homosexuellenkrankheit abgetan wurde und sich somit auch erheblich auf die Toleranzfrage auswirkte. Grob gesagt scheint es ja so zu sein, korrigiert mich, wenn ich mich täusche, dass je älter die Generation, um so geringer die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensweisen. Ich spreche hier nicht von einzelnen oder kleineren gesellschaftlichen Splittergruppen, ich weiß auch, dass es hier und da supertolerante Omas gibt und die erzkatholische Jugend ehr das Gegenteil denken dürfte, sondern von einer Gesamttendenz der jeweiligen Generation, da zu einer Zeit aufegewachsen, in der Homosexualität entweder Tabu, Sünde oder Krankheit war. Während sich die Zeiten, zumindest in Deutschland, heute wesentlich homofreundlicher gestalten als je zuvor, womit ich natürlich nicht sagen will, dass alle Diskriminierung aus der Welt wäre, aber eine eingetragene Partnerschaft z.B. gibt es ja erst heute nach der Jahrtausendwende. Ich selbst bin mit meinen knapp 22 Lenzen sicherlich noch keine alte Schachtel, stelle aber irgendwie doch schon langsam einen Unterschied fest zwischen mir und denjenigen, die heute zwischen 12 und 17 Jahre alt, also 5 - 10 Jahre jünger sind als ich. Sie wachsen bereits hinein in ein Deutschland, wo Homosexualität noch weniger ein Tabu und seltsam ist, wie als ich 12 war, sprich vor 10 Jahren. ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass viele es wesentlich früher merken, dass die Gleichaltrigen weniger Probleme damit haben und dass die zwischentöne zwischen homo-hetero-bi immer weiter sichtbar werden, weil es weniger problematisch wird, (mal) aufs eigene Geschlecht zu stehen. Ich frage mich, wie das ganze wohl aussehen wird, wenn wir 20 Jahre weiter denken und die jetzige Generation, der sagen wir mal heutigen 10-30 Jährigen für die Homosexualität zwar noch keine Selbstverständlichkeit ist, aber durchaus etwas existentes und greifbares ist, die heutige 30 - 50 jährigen Generation abgelöst hat und eine neue Generation bereits nachwächst, für die es evtl. noch weniger problematisch ist, lesbisch oder schwul oder bi oder whatever zu sein. Wie wird es wohl sein? wird sich das Klima gegenüber Homosexualität noch weiter bessern? Was meint ihr?
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07.03.2008 21:23
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07.03.2008 20:41
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