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Jamaikanischer Hasssänger kommt nach Köln


13.05.2009 17:37
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Vor kurzem hatten wir ja hier den Thread über
einen Jamaika-Boykott von "Lgm1",
hier:
http://www.lesarion.de/fo [...] ;block=1

Dazu paßts wieder,
und deswegen wirds Zeit, daß dagegen geklagt wird:


Jamaikanischer Hasssänger kommt während CSD nach Köln


Beim Summerjam-Reggaefestival wird Anfang Juli, zeitgleich zum CSD, auch Buju Banton auftreten, der in seinen Liedern zur Ermordung von Schwulen aufruft.

Bereits 2007 traten mit Sizzla und Beenie Man zwei Hassänger beim Open-Air-Event am Fühlinger See auf (queer.de berichtete).

Sie sind unter anderem für Textstellen wie "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben" verantwortlich.

Buju Banton, bürgerlich Mark Myrie, wirbt mit ähnlichen Reimen:

So fordert er seine Zuhörer im Lied "Boom Bye Bye" auf, Schwule durch Kopfschuss, Säure- oder Brandanschläge zu töten.
Dieses und andere homofeindliche Songs hat er wiederholt aufgeführt, insbesondere in seinem Heimatland Jamaika.

Dort fällt das Liedgut auf fruchtbaren Boden:

So hat das Auswärtige Amt in Deutschland Anfang des Jahres eine Reisewarnung für schwule Touristen ausgesprochen,
da in Jamaika immer wieder Homosexuelle von Lynchmobs ermordet werden (queer.de berichtete:
http://www.queer.de/detai [...] id=10002).

Der Lesben- und Schwulenverband will nun gegen den Auftritt des Hasssängers vorgehen:

"Wir haben heute nach Rücksprache mit unseren Freunden von J-Flag in Jamaika den
Kölner Staatsschutz auf den geplanten Auftritt hingewiesen und informiert,
dass der Interpret den Song ‚Boom Bye Bye’ im Repertoire führt",
erklärte LSVD-Geschäftsführer Klaus Jetz.

"Wir meinen, auch der Veranstalter und der Betreiber des Summerjam in Köln machen sich strafbar, wenn solche Inhalte auf die Bühne gelangen."
Die Veranstalter loben Banton auf ihrer Website, weil der Sänger "spirituelle und gesellschaftliche Zustände" thematisiere.

Der LSVD will auch gegen den Auftritt des Reggae-Sängers Mavado am 20. Mai in Wuppertal vorgehen (queer.de berichtete:
http://www.queer.de/detai [...] id=10377).

Dieser ruft unter anderem dazu auf, schwule Männer mit einem Gewehr zu erschießen. "Auch bei diesem Titel scheint uns der Tatbestand der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und der Volksverhetzung gegeben zu sein, sofern der besagte Song zur Aufführung gebracht wird", so Jetz.

Quelle:
http://www.queer.de/detai [...] id=10412


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