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Jetzt Alles ist Erpel - Sie und Sie

06.03.2011 18:33
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jetzt auf SWR2

http://www.swr.de/swr2/-/ [...] dex.html

Hörspiel mit eine Spätem Gleichgeschechtlichen Lebensbeziehung

Kann ich sehr empfehlen:

"sie stirbt "frisch verheiratet" und ist glücklich darüber. Anna Piontek, 81 Jahre alt, erzählt, wie es dazu kam. Angefangen hat alles, als sie vor lauter Einsamkeit Stimmen hört: die ihres verstorbenen Kindes, die von Ehemann Otto, dem "ollen Geizhals", der schon lange tot ist. Ein Makler will ihr das kleine Siedlungshaus abjagen und eine Mädchenstimme spricht mit sehnsuchtsvollen Versen zu ihr. Sie bekommt Angst "manoli" zu werden und lässt ihr Hörgerät überprüfen. Aber das ist in Ordnung und die Stimmen bleiben. Doch dann trifft sie Asja, die "Balkanperle", die ihr gerade verstorbener Nachbar Kremer als Putze angeheuert hatte und deren Stimme sie an ihre Jugendfreundin Lilli erinnert, die so viel frecher und freier war als sie selbst. Lädt sie deshalb Asja, die ohne Geld und Bleibe ist, zu sich ein? Und welche Motive hat die junge Frau, das Angebot anzunehmen? - Wie auch immer, es kommt zu einer höchst erstaunlichen Beziehung zwischen den beiden Frauen, der alten Urberlinerin und der jungen Ausländerin, voll hochkomischer Geschehnisse und sehr berührender Momente.
Expertenkommentar: Hörspiel des Monats Februar 2010, Begründung der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste:

"Holger Siemann hat ein Schelmenstück geschrieben. Eine alte, deutsche Frau trifft auf eine junge, kroatische Frau, sie freunden sich an, schon bald zieht die Kroatin bei der Deutschen ein. Beide sind liebenswert in ihrer Gaunerhaftigkeit: Einerseits tun sie sich aus Einsamkeit zusammen, andererseits versuchen sie sich – die eine ist sich dessen weniger, die andere stärker bewusst – gegenseitig über den Tisch zu ziehen. Die in ihrem Timing überzeugende Inszenierung von Gabriele Bigott behält durchweg ihre Leichtigkeit, obgleich es um Liebe und Tod, Betrug und die Freundschaft zwischen zwei Frauen geht, um ein biographisches Lebensganzes, das sie sich gegenseitig erzählen. Ein moralischer Kern ist dabei erkennbar, es geht um die Mühen der Selbstbehauptung. Zuvorderst ist die Produktion jedoch ein sympathisch trashiges Stück. Der skurrile Tonfall wird stringent durchgehalten, auch von den Sprechern – in den Haupt" (Quelle hördat http://www.hoerdat.in-berlin.de/heute.php)



editiert am 06.03.2011 18:38 melden

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06.03.2011 18:39
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