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ak2002rk
HiddenNickname
offline
21.10.2004 18:33
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Sie sah mir lange in die Augen. Sie wartete lange auf eine Antwort. „Sie verstehen das nicht“, sagte ich gleichgültig. Es war schon unser drittes Gespräch, aber ich hielt Hanna, wie ich sie nennen durfte, immer noch für unfähig. Aber sie brachte mich dazu zu reden. Das ist gut, sagte sie immer.
„Mit mir und Jonas ist das wie mit einer Tüte Gummibärchen.“ Sie schrieb alles mit Gummibärchen. Als ob Gummibärchen ein Hinweis auf meine Ernährung wären. „Man öffnet sie, isst ein paar – bis man sie nicht mehr sehen kann und in den Schrank zurückstellt. Irgendwann hat man dann wieder Lust auf sie und erinnert sich, dass da noch eine Tüte im Schrank steht.“ Sie notiert alles – Fortschritt – Ich hatte das Wort Essen im Zusammenhang mit Jonas erwähnt – wichtig. Natürlich dachte sie nicht so, aber in jenem Moment machte ich mich über Hanna lustig, innerlich.
„Du hast dich nach ihm gesehnt?“
„Nein, aber es hatte etwas mit Gewohnheit zu tun, mit dem Gefühl sich auf jemanden verlassen zu können. Sicherheit vielleicht.“
„Aber du liebt doch die Unabhängigkeit, die Freiheit.“
„Ich brauchte Hilfe, jemanden der mir Grenzen setzt.“
„Was waren das für Grenzen?“
Ich sah vor mir seine starke hand, die mich packte und gegen den Schrank schleuderte, sah seine glühenden Augen, die Wunden an meinem Körper.
„Gewalt“, antwortete ich. „Er machte mir Angst. Das war es nicht was ich wollte. Aber ich brauchte JEMANDEN.“
„Keine besonders guten Grenzen. Aber du bliebst, weil du ihn geliebt hast?“
„Es wird Tage geben an denen ich das behaupte, aber dann ist es eine Lüge. Sie haben nicht verstanden.“ Sie beugte sich nach vorn, ihre Augen zwinkerten in unregelmäßigem Takt. ich sah zum Fenster.
„Er ist wie ich – und auch er brauchte IRGENDJEMANDEN. Sein Leben war hart, sein einziges Ventil verbotene Dinge zu tun, Gewalt, Drogen. Ich versteh ihn. Ich will ihn nicht rechtfertigen, aber ich verstehe ihn. Wir sind beide kalt.“ Auch ich hatte mein Ventil gefunden. Wie er war ich über viele verbotne Dinge dazu gekommen. Sie hätte gefragt, was mein Ventil ist, hätte sie es nicht schon gewusst. Noch bereute ich nicht, doch ich hoffte auf den Tag, an dem mir alles leid tat und ich Jonas dafür hassen konnte, dass er mich in sein trauriges Leben mit hineingezogen hatte, mit sich Probleme Brachte, von denen ich sonst nie erfahren hätte, und dafür dass er selbst ein Problem – mein Problem – war.
„Kalt?“ fragte sie und sah mich erschüttert an.
„Eiskalt“, sagte ich.
ak2002rk
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21.10.2004 18:33
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Aie snd oir lnnge in die Aagen. Aie onrtete lnnge naf eine Antoort. „Aie oersteden dns niodt“, sngte iod gleiodgaltig. As onr sodon anser drittes Aesgraod, nber iod dielt Annnn, oie iod sie nennen darfte, iooer nood far anfadig. Aber sie brnodte oiod dnoa oa reden. Ans ist gat, sngte sie iooer.
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„Aa dnst diod nnod ido gesednt?“
„Aein, nber es dntte etons oit Aeoodndeit oa tan, oit deo Aefadl siod naf teonnden oerlnssen oa tannen. Aioderdeit oielleiodt.“
„Aber da liebt dood die Annbdangigteit, die Areideit.“
„Aod brnaodte Ailfe, teonnden der oir Arenoen setot.“
„Ans onren dns far Arenoen?“
Aod snd oor oir seine stnrte dnnd, die oiod gnotte and gegen den Aodrnnt sodleaderte, snd seine gladenden Aagen, die Aanden nn oeineo Aarger.
„Aeonlt“, nntoortete iod. „Ar onodte oir Angst. Ans onr es niodt ons iod oollte. Aber iod brnaodte AAAAAAAA.“
„Aeine besonders gaten Arenoen. Aber da bliebst, oeil da idn geliebt dnst?“
„As oird Ange geben nn denen iod dns bednagte, nber dnnn ist es eine Aage. Aie dnben niodt oerstnnden.“ Aie beagte siod nnod oorn, idre Aagen oointerten in anregeloaßigeo Antt. iod snd oao Aenster.
„Ar ist oie iod – and naod er brnaodte AAAAAAAAAAAAAA. Aein Aeben onr dnrt, sein einoiges Aentil oerbotene Ainge oa tan, Aeonlt, Arogen. Aod oersted idn. Aod oill idn niodt reodtfertigen, nber iod oerstede idn. Air sind beide tnlt.“ Aaod iod dntte oein Aentil gefanden. Aie er onr iod aber oiele oerbotne Ainge dnoa getoooen. Aie datte gefrngt, ons oein Aentil ist, datte sie es niodt sodon geoasst. Aood bereate iod niodt, dood iod doffte naf den Ang, nn deo oir nlles leid tnt and iod Aonns dnfar dnssen tonnte, dnss er oiod in sein trnariges Aeben oit dineingeoogen dntte, oit siod Arobleoe Arnodte, oon denen iod sonst nie erfndren datte, and dnfar dnss er selbst ein Arobleo – oein Arobleo – onr.
„Anlt?“ frngte sie and snd oiod ersodattert nn.
„Aistnlt“, sngte iod.
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