Schumpeters zheorie von der selbstzerstörung des kapitalismus :
Zitat Schumpeter würdigt geradezu enthusiastisch die historischen Erfolge des Kapitalismus. Dennoch werde der Kapitalismus eines Tages zu Grunde gehen, und zwar nicht auf Grund wirtschaftlicher Fehlschläge und auch nicht infolge einer gewaltsamen Revolution, wie Karl Marx es angenommen hat, sondern paradoxerweise auf Grund seiner Erfolge, die Bedingungen schaffen, unter denen das System nicht überleben kann und die zwangsläufig einen Übergang zum Sozialismus zur Folge haben werden.
Zitat Im modernen Großunternehmen ist der technische Fortschritt aber zunehmend keine Angelegenheit eines genialen Führers mehr, sondern wird mehr und mehr zu einer Sache geschulter Spezialistengruppen. An die Stelle des Eigentümers (= Unternehmers) mit seinem spezifischen Eigentumsinteresse sind bezahlte Manager getreten, deren Interesse vorrangig in der Maximierung ihres eigenen Nutzens besteht und nicht zwangsläufig des Nutzens des Betriebes, der sie gerade beschäftigt. Durch die personelle Trennung der Führung des Unternehmens vom Eigentum am Unternehmen verschwindet die moralische Treuepflicht, die den früheren Unternehmer ausmachte und der sich mit „seinem Unternehmen“ vollständig identifizierte, während Aktionäre jederzeit ihre Aktien verkaufen und angestellte Manager jederzeit ihren Arbeitgeber wechseln können.
Zitat Eine weitere Ursache für den prognostizierten Niedergang des Kapitalismus sieht Schumpeter im Aufkommen der Klasse der „Intellektuellen“. Als Intellektuelle werden Menschen höherer Bildung bezeichnet, welche sich schriftlich oder mündlich zu gesellschaftlichen Angelegenheiten zu äußern pflegen, für die sie nicht direkt verantwortlich sind; sie setzen sich für die Interessen gesellschaftlicher Klassen ein, denen sie nicht angehören. Es gehört zu den großen Errungenschaften des Kapitalismus, immer mehr Menschen eine höhere Bildung ermöglicht zu haben, während zu vorkapitalistischen Zeiten (im Zeitalter des Feudalismus) das Gut „höhere Bildung“ nur einigen wenigen Menschen vorbehalten war. Da die Zahl der Arbeitsplätze für Führungskräfte aber nicht automatisch dadurch wächst, dass mehr Menschen eine höhere Bildung genießen, werden viele Gebildete unbefriedigend beschäftigt oder bleiben arbeitslos – die Zahl der Intellektuellen steigt an. Ihre Unzufriedenheit versuchen die Intellektuellen auf ihre Mitmenschen zu übertragen, sie organisieren Protest gegen die bestehenden Zustände, sie fassen sozialkritisches Denken in Worte und liefern der Arbeiterbewegung Theorien und Schlagworte (wie das vom Klassenkampf).
http://de.wikipedia.org/w [...] mokratie
apitalismus, Sozialismus und Demokratie. Übersetzt von Susanne Preiswerk. Einleitung von Edgar Salin. Francke, Bern 1946; 2. erweiterte Auflage ebd. 1950; 3. Aufl. 1972, ISBN 3-7720-0917-4
* Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. Einführung von Eberhard K. Seifert. 7. erweiterte Auflage. UTB, Stuttgart 1993, ISBN 3-8252-0172-4
Zitat Lob der Konzerne
Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie
http://www.zeit.de/1999/4 [...] ter_.xml
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