Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Messages werden geladen
Postfach öffnen

Kleinigkeit

butterflykiss..
HiddenNickname
offline
09.01.2004 18:21
0
Die Tür fällt knallend ins Schloß.
Ich hasse es, wenn sie die Tür zuschlägt. Wieder haben wir uns gestritten. Ich hasse es, wenn wir uns streiten.

Alles nur wegen einer Kleinigkeit.
Keiner will nachgeben, wie immer.

Trotzdem überlege ich schon, wie wir uns wieder vertragen könnten, aber diesmal ist sie dran. Ich sitze hier still und einsam, aber die Tür öffnet sich nicht. Zwei Minuten warte ich noch, vielleicht kommt sie ja wieder rein, mit einer Entschuldigung.

Die Tür öffnet sich nicht,
bin ich doch zuweit gegangen?

Langsam gehe ich zur Tür und ins Wohnzimmer, dort sitzt sie, scheinbar gelassen. Das macht einen Anfang noch schwieriger. Warum sagt sie nichts, immerhin bin ich ihr schon entgegen gekommen. Ich setze mich ihr gegenüber und warte. Langsam hebt sie den Kopf und ihr eiskalter Blick trifft mich tief. Jetzt weiß ich, dass ich zuweit gegangen bin. Aber warum soll ich immer Rücksicht nehmen? Meine Gedanken rasen und suchen nach einem Ausweg. Besser ich setze mich erstmal zu ihr und nehme sie in den Arm. Langsam lege ich meinen Arm um sie, den sie aber mit Bestimmtheit von sich weißt. Nun ist guter Rat teuer. "Willst du auch einen Tee?", frage ich, in der Hoffnung, endlich ein Wort von ihr zu hören. Keine Antwort. Ich gehe in die Küche und mache mir einen Tee. Dabei fällt mir auch nichts rettendes ein.
Als ich wieder ins Wohnzimmer gehe, sehe ich sie weinen. Auch ich bin den Tränen nahe, aber das zeige ich ihr nicht.
Warum muß man sich auch streiten.

Zum zweiten Mal versuche ich meinen Arm um sie zu legen, diesmal gelingt es, aber die Tränen laufen weiter.

"Ich liebe Dich und es tut mir leid",
hauche ich ihr ins Ohr und fange auch an zu weinen. Nun nimmt sie mich in den Arm und wir weinen gemeinsam.
Jetzt ist alles wieder gut, das weiß ich. Sie geht in die Küche, um sich jetzt doch einen Tee zu machen.

Ich bleibe sitzen und überlege mir, warum ich wieder nachgegeben habe,
aber das ist jetz auch nicht mehr wichtig.
Hauptsache wir haben uns.