Anzahl der verfügbaren Boosts: 0
Booste jetzt diesen Beitrag für eine Stunde.
Den nächsten Boost erhältst du in 24 Stunden.
Jetzt boosten?
Jetzt Premium buchen und upgraden: Premiumaccount
Du hast leider keine Boosts mehr zur Verfügung. Jetzt Premium buchen und upgraden: Premiumaccount
24.08.2005 20:51
HiddenNickname
Zitat Coming-out heißt auch, die Rollen neu zu denken statt sich mit ihnen abzufinden und zu den Konsequenzen der eigenen Lust zu stehen, wobei die Angst vor möglichen Folgen zu konfrontieren ist. Probleme für lösbar zu halten, denn erst das macht es möglich, sie auch anzugehen. Wer das zur Grundlage seines Handelns macht, dem fällt es leichter, im Zweifelsfall die nötigen Konsequenzen zu ziehen statt nur von ihnen zu träumen.
Einen interessanten Beleg für diese These fand der amerikanische Forscher John Gottman von der Washington Universität. In einem Beitrag mit der Überschrift: "Turns out the happy couple is ...gay!" veröffentlichte er in der >>Los Angeles Time<< im Februar dieses Jahres die ersten Ergebnisse einer langjährigen Vergleichsstudie zwischen heterosexuellen und schwulen bzw. lesbischen Paaren, die er in Zusammenarbeit mit der UC Berkeley in Kalifornien durchführte. Zu seinen Beobachtungsmethoden gehörten Videoaufnahmen, Fragebögen sowie das Messen von Puls und Herzfrequenzen. Gottman selbst ist im Übrigen verheiratet und leitet mit seiner Frau Julie Schwartz-Gottman ein Institut in Seattle, das verheirateten Paaren Beratung anbietet; er steht also nicht wirklich im Verdacht, in eigener Sache >>parteipolitische<&l t; Arbeit zu verrichten. Seine Ergebnisse sind überraschend, widersprechen sie doch zutiefst den Klischees von heterosexueller Monogamie und homosexueller Bindungsnot.
Nach zwölf Jahren hatten sich 20% der homosexuellen Paare getrennt, aber 38% der heterosexuellen. Wenn einige der Hetero-Paare nicht Kinder gehabt hätten, so schätzt Gottmann, läge der Trennungsquotient sogar noch höher.
Mehr noch: Schwule und lesbische Paare sind in persönlichen Auseinandersetzungen fairer und weniger beleidigend. Gleichgeschlechtliche Paare versuchen weniger Kontrolle aufeinander auszuüben. Schwule und Lesben nehmen Streitereien weniger persönlich. Nur wenn ein Streit außer Kontrolle gerät, haben Heteros und Lesben es leichter als schwule Männer, von allein mit De-Eskalations-Strategien zu beginnen, da schneidet der verletzte Schwule etwas schlechter ab.
Was dem verblüfften Gottman besonders auffiel, war das Ausmaß an Ehrlichkeit, mit dem Schwule und Lesben über ihre Sexualität diskutierten. Dazu erzählte er der >>L. A. Times<< das Beispiel eines schwulen Paares, das er beim Frühstücksgespräch filmte. Schwule Partner können sich beim Brötchen und Kaffee in aller Ruhe darüber unterhalten, dass die sexuelle Spannung nachgelassen hat, oder wie scharf einer der Partner auf den Wohnungsnachbarn ist.
Gottman sagt: "Wenn ein Ehemann seiner Frau so etwas sagen würde, das wäre eine Bombe! Wenn wir dagegen HeteroPaare bei ihren Gesprächen über Sex filmten, mussten wir meistens raten, worüber sie eigentlich reden."
quelle: weiss ich nicht mehr!