Kurzgeschichte: Bist du da?
Dieses Gefühl. Es durchfuhr mich wie ein starker Schlag. Da stand sie vor mir, wie schon so oft zuvor. Doch diesmal war es anders. Ich wollte näher treten, ganz nah an sie ran. Aber bevor ich dieses Verlangen realisierte nahm sie mich in den Arm „Also dann bis nächste Woche, mach’s gut Kleine!“ und sie drückte mir noch einen schnellen Kuss auf die Wange. Dort ging sie weg von mir, wie schon so oft zuvor, doch diesmal bereitet es mir ein anderes Gefühl. Es war fast als verlor ich etwas, als ginge dort ein Stück von mir fort.
Gedanken machten sich breit in meinem Kopf. Es schien als liefe ich über mit ihnen. Ein großes Meer und ich mitten drin, kurz vor der Erschöpfung, ein rettendes Ufer aber war nicht in Sicht. So schwamm und schwamm ich dahin. Bis ich mich umdrehte und einschlief.
Sie wolle mich anrufen, sagte sie, so wie sie es schon so oft getan hatte. Ich lag dort, wartete. Ich fühlte, dass ich sie brauchte. Ich brauchte ihre Stimme, ihre Gedanken, ihr Herz. Ich fühlte, je länger ich wartete, dass ich keine Kraft mehr hatte. Ich begann nach Luft zu schnappen. Meine Lungen füllten sich langsam mit Wasser. Ich sank langsam, ja fast so, als ob es keine Zeit gäbe. Nun befand ich mich dort, zwischen Oberfläche und Meeresboden. Das Licht schwand und niemand rettet mich. Niemand war da. Sie war nicht da. Und so sank ich weiter und weiter.
Tage, fast eine Woche. Eine lange Zeit ohne Licht.
Ich traf sanft mit schwerem Herzen auf dem Boden auf. Es fühlte sich jedoch an, als ob ich von einer Klippe gestürzt sei. Das Wasser, welches meine Lungen lähmte, bewahrte mich vor Verletzungen und bettet mich sanft in den Sand. Dort lag ich nun. Stunden, Tage. Der Sand fing an mich zu bedecken. Eine feine Decke aus Gefühlen. Ich liebe dich, ich brauche dich, wo bist du?
Es riss mich wie eine Explosion hoch. Eine Hand die mich nach oben zog „Los steh auf, den Ball holen wir uns wieder!“. Dort stand sie, schaute mir in die Augen mit Begeisterung und Siegeswillen. Sie war glücklich, ich war glücklich…für den Bruchteil einer Sekunde.
Ich verbrachte einen wunderschönen Tag mit ihr. Und auch wenn dieser Tag für mich viel mehr bedeutete als für sie, gab sie mir das Gefühl zu sein…zu leben! Sie gab mir Kraft meine nächste Reise anzutreten.
Der Tag ging zu ende, die Sonne senkte sich und ich begann zu sinken und meine Lungen füllten sich mit Wasser…
Geschrieben von Leni
Diese Geschichte ist Ihr gewidmet. Sie, die mein Herz mit sich nahm, ganz nah ist und doch so fern.
Gedanken machten sich breit in meinem Kopf. Es schien als liefe ich über mit ihnen. Ein großes Meer und ich mitten drin, kurz vor der Erschöpfung, ein rettendes Ufer aber war nicht in Sicht. So schwamm und schwamm ich dahin. Bis ich mich umdrehte und einschlief.
Sie wolle mich anrufen, sagte sie, so wie sie es schon so oft getan hatte. Ich lag dort, wartete. Ich fühlte, dass ich sie brauchte. Ich brauchte ihre Stimme, ihre Gedanken, ihr Herz. Ich fühlte, je länger ich wartete, dass ich keine Kraft mehr hatte. Ich begann nach Luft zu schnappen. Meine Lungen füllten sich langsam mit Wasser. Ich sank langsam, ja fast so, als ob es keine Zeit gäbe. Nun befand ich mich dort, zwischen Oberfläche und Meeresboden. Das Licht schwand und niemand rettet mich. Niemand war da. Sie war nicht da. Und so sank ich weiter und weiter.
Tage, fast eine Woche. Eine lange Zeit ohne Licht.
Ich traf sanft mit schwerem Herzen auf dem Boden auf. Es fühlte sich jedoch an, als ob ich von einer Klippe gestürzt sei. Das Wasser, welches meine Lungen lähmte, bewahrte mich vor Verletzungen und bettet mich sanft in den Sand. Dort lag ich nun. Stunden, Tage. Der Sand fing an mich zu bedecken. Eine feine Decke aus Gefühlen. Ich liebe dich, ich brauche dich, wo bist du?
Es riss mich wie eine Explosion hoch. Eine Hand die mich nach oben zog „Los steh auf, den Ball holen wir uns wieder!“. Dort stand sie, schaute mir in die Augen mit Begeisterung und Siegeswillen. Sie war glücklich, ich war glücklich…für den Bruchteil einer Sekunde.
Ich verbrachte einen wunderschönen Tag mit ihr. Und auch wenn dieser Tag für mich viel mehr bedeutete als für sie, gab sie mir das Gefühl zu sein…zu leben! Sie gab mir Kraft meine nächste Reise anzutreten.
Der Tag ging zu ende, die Sonne senkte sich und ich begann zu sinken und meine Lungen füllten sich mit Wasser…
Geschrieben von Leni
Diese Geschichte ist Ihr gewidmet. Sie, die mein Herz mit sich nahm, ganz nah ist und doch so fern.