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Hi ihrs,
lange Geschichte, kurze Rede: Habe in den letzten Jahren ( fünf an der Zahl ) ziemlich viel Schicksalsschläge gehabt, die meisten davon gut gemeistert.
Nur es scheint kein Ende zu nehmen...
1. zu meiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr, bis auf meine Großmutter. Nun musste ich auch diesen Kontakt abbrechen
...und fühle mich nun jeglicher Wurzeln beraubt, was ich als sehr belastend empfinde.Letztes Jahr ist mein Opa gestorben und mit ihm der einzige Mensch in dieser Familie, der mich so "gesehen" hat wie ich wirklich bin. Mein Opa hat mich geliebt und ich ihn.
Und jetzt...habe ich keine Familie mehr. Shit happens.
2. Was meine ehemals "beste Freundin" so fühle ich mich menschlich zutiefst ent-täuscht. Sie ist ein Mensch, der absolut "verantwortungslos" mit dem Wort Freundschaft umgeht und auch ebenso handelt.
Geht sie eine partnerschaftliche Beziehung ein, werden "Freunde" Nebensache, wenn sie nicht irgendeine "Funktion" erfüllen.
Menschen "funktionieren" oder nicht, so ihre Devise. Toleranz, Loyalität und Respekt Fremdwörter.
Ständig die Botschaft: Selbst schuld, dass es Dir so ergeht, so wie Du bist...Ich denke sie ist ein Mensch, der in erster Linie jdn. ver-stehen muss um ihn zu akzeptieren, und da wir sehr unterschiedlich sind, konnte das nur so enden.
Ich bin einfach nur noch traurig, aber v.a. wütend auf mich selbst, dass ich mich von ihren Worten habe blenden lassen. Mir geht nämlich Freundschaft über alles und ich war einfach zu naiv um zu merken, dass sie mich letztendlich in für sie schweren Zeiten nur "benutzt" hat, weil sie zu dem Zeitpunkt einfach niemand anderen hatte.
Aber ich will mich nicht weiter in die Opferrolle drängen. Selbst schuld. Habe mich einfach zu sehr von meinem Herzgefühl leiten lassen. Wenn es nur nicht so weh tun würde...
Mit Menschen und Freundschaften hatte ich ohnehin nie sehr viel Glück. Mit meinem sozialen Netz sieht es eher mager aus, auch weil ich die letzten Jahre ständig Existenznöte ausstehen musste und weder Zeit, Kraft und Geld dafür da war.
3. Meine existentielle Lage sieht NACH JAHREN immer noch nicht sehr rosig aus. Irgendwas mache ich falsch, obgleich ich rackere wie blöde. Na ja, bin schließlich noch in der Ausbildung. Schleppend wird es langsam besser. Um einen Ausweg zu finden, arbeite ich immer mehr und erziele auch erste Erfolge. Meine Lebensqualität nimmt dadurch wesentlich ab. Nur möchte ich mit meinen dreißig Jahren endlich auf einen grünen Zweig kommen und "finanziell" nicht sofort "einbrechen", wenn z.B. eine größere Autoreparatur ansteht.
Ich konstatiere: Meine Lebensqualität lässt zu wünschen übrig. Ich fühle mich sooooooo leer, ausgebrannt, kraftlos....
...und ich wollte mir das einfach mal so von der Seele schreiben. Ich erwarte keine Ratschläge oder Verbesserungsvorschläge. Einfach nur Menschen, die zuhören und vielleicht ist ja auch jemand dabei, dem es mal ähnlich ergangen ist und der es "geschafft" hat aus diesem Kreislauf auszubrechen. Ich höre mir gerne seine Geschichte an.
Frage an euch: Ist hier irgendein "Pechvogel", der über einen LÄNGEREN ( > 1 Jahr ) Zeitraum mit mehreren "Baustellen" zu kämpfen hatte und irgendwann den Ausstieg geschafft hat ???
Ist hier irgend jemand, der über einen LÄNGEREN Zeitraum total auf sich alleine gestellt war ?
Wenn ja, wie seid ihr mit eurer Lebenssituation umgegangen ?
LG
P.S.: Jede seriöse Antwort ist willkommen.