Lassen wir IHN ein?
Kauft bloß keine Hohlkörper, sagte mein Vater der Verwandtschaft immer vor Weihnachten. Die liegen bei uns nur rum. Ich konnte die Abneigung meines Vaters gegen Schokoladenweihnachtsmänner nicht verstehen. Mit gefielen sie gut. Doch jedes Mal, wenn ich sie ausgepackt hatte und in den Kopf biss, machte ich dieselbe Erfahrung. Sie waren einfach braun, innen hohl und die Schokolade schmeckte auch nicht besonders. Letzten Endes landeten sie in irgendeiner Ecke. Mit dem Abwickeln des Silberpapiers war ihr Glanz vorbei.
Heute gibt es Hohlkörper von Milka und Lindt, da ist die Schokoladenqualität besser. Trotzdem machen Eltern auch heute noch die Erfahrung: Hohlkörper bleiben oft angebissen liegen. Wenn das bunte Silberpapier weg ist, bleibt nur ein brauner, schmuckloser Körper übrig.
Weihnachten ein Hohlkörper? Vier Wochen lang bereiten wir uns auf dieses Fest aller Feste vor. Die Wohnung wird geschmückt und geputzt. Geschenke werden gekauft, die Gans schmort in der Röhre. Gespannt warten alle auf den 24.12., den Höhepunkt. Nicht nur Kinder sind aufgeregt.
Was, wenn sich trotz allem die Festtagsstimmung nicht einstellt? Wir sind erwachsen geworden, die Kindheitsträume sind verloren. Wir haben längst erkannt, auch im Kerzenschein bleiben die Probleme bestehen. Arbeitslosigkeit, Krankheit und Streit steigen nicht einfach mit den Nabeln des Räuchermanns nach oben und verschwinden.
Sie bleiben da. Ist Weihnachten also auch ein Hohlkörper? Großartige Verpackung und nicht viel dahinter? Vielleicht merken wir das am ehesten, wenn Kinder in die Pubertät kommen. Wenn sie anfangen, unsere Weihnachtsidylle zu hinterfragen, wenn sie nicht mehr mit leuchtenden Augen auf den Weihnachtsmann warten.
Zur allerersten Weihnacht fehlte jegliche Verpackung. Da war eine junge Frau unehelich schwanger. Ein todeswürdiges Vergehen damals. Doch sie hatte Glück, ihr Verlobter hielt zu ihr. Die Politik zwang den beiden eine lange Wanderung auf, von Nazareth nach Bethlehem, 170 km Fußmarsch. Maria war im neunten Monat schwanger. In Bethlehem angekommen, war alles überfüllt. Kein Platz für den Sohn Gottes außer dem Stall. Dieser war nicht etwa wie bei uns ein festes Gebäude, sondern eher eine Höhle im Fels. In solcher Armseligkeit betritt der Sohn Gottes diese Welt. Kein roter Teppich ist zum Empfang ausgerollt, nur eine stinkige Höhle, um den Herrn der Welt zu begrüßen. Nein, niemand Großes begrüßte den Sohn Gottes. Einfache Hirten knieten vor der Krippe nieder. „Kein Stand in der Welt ist so verachtet wie der Stand der Hirten.“ lautet ein rabbinischer Ausspruch.
Schmucklos, eher abstoßend wirkt der Bericht des Lukas über die Geburt Jesu. Hier passt unser in Silberpapier verpackter Weihnachtsmann überhaupt nicht dazu. Zu brutal ist die Realität damals in Bethlehem. Nein, da ist der Schokoladenweihnachtsmann völlig fehl am Platz.
Aber ein anderer Gegenstand bringt mich auf die Spur der ersten Weihnacht. Es ist die Kokosnuss. Sie ist von außen hart und unansehnlich. Das Wunder von Bethlehem ist für mich wie die Nuss. Ihre Schale ist hart, hart wie die politischen Bedingungen damals in Bethlehem. Hart wie das Elend an so vielen Orten dieser Welt. Es macht Mühe, die Nuss zu öffnen. Sie lässt sich nicht so bequem abziehen wie das Silberpapier vom Schokoladenweihnachtsmann. Doch wer sich die Mühe macht, wird belohnt. Er bekommt den weißen weichen Kern. Von außen sieht man der Kokosnuss ihren Inhalt nicht an. So wie die erste Weihnacht damals in Bethlehem. Verborgen in Armut und Niedrigkeit kommt Gott auf diese Erde. Zerbrechlich und wehrlos streckt er uns die Hand entgegen. In der schmucklosen Krippe in der kalten Felshöhle liegt der, der die Welt verändert.
Er kommt in das Dunkel dieser Welt, um es heller zu machen. Für alle die, die es wagen, sich ihm zu öffnen. Gott will nicht in unsere schön geschmückten Wohnzimmer. Er will uns dort begegnen, wo es in uns stinkt. Ihm, dem, der sich für den Stall nicht zu schade war, der wird auch mit den Wunden unseres Lebens fertig. Wir müssen es nur wagen, ihn dort ranzulassen. Uns ihm zu öffnen, wie wir sind. Ich möchte uns Mut machen, unser Leben dem Kind von Bethlehem ganz zu überlassen. Dort beginnt Weihnachten. Das Kind von Bethlehem muss in unserem Herzen geboren werden. Dort will es hin. Jesus möchte den ersten Platz in unserem Leben haben. Lassen wir ihn ein?
Eine gesegnete Weihnacht!
Mandy
Heute gibt es Hohlkörper von Milka und Lindt, da ist die Schokoladenqualität besser. Trotzdem machen Eltern auch heute noch die Erfahrung: Hohlkörper bleiben oft angebissen liegen. Wenn das bunte Silberpapier weg ist, bleibt nur ein brauner, schmuckloser Körper übrig.
Weihnachten ein Hohlkörper? Vier Wochen lang bereiten wir uns auf dieses Fest aller Feste vor. Die Wohnung wird geschmückt und geputzt. Geschenke werden gekauft, die Gans schmort in der Röhre. Gespannt warten alle auf den 24.12., den Höhepunkt. Nicht nur Kinder sind aufgeregt.
Was, wenn sich trotz allem die Festtagsstimmung nicht einstellt? Wir sind erwachsen geworden, die Kindheitsträume sind verloren. Wir haben längst erkannt, auch im Kerzenschein bleiben die Probleme bestehen. Arbeitslosigkeit, Krankheit und Streit steigen nicht einfach mit den Nabeln des Räuchermanns nach oben und verschwinden.
Sie bleiben da. Ist Weihnachten also auch ein Hohlkörper? Großartige Verpackung und nicht viel dahinter? Vielleicht merken wir das am ehesten, wenn Kinder in die Pubertät kommen. Wenn sie anfangen, unsere Weihnachtsidylle zu hinterfragen, wenn sie nicht mehr mit leuchtenden Augen auf den Weihnachtsmann warten.
Zur allerersten Weihnacht fehlte jegliche Verpackung. Da war eine junge Frau unehelich schwanger. Ein todeswürdiges Vergehen damals. Doch sie hatte Glück, ihr Verlobter hielt zu ihr. Die Politik zwang den beiden eine lange Wanderung auf, von Nazareth nach Bethlehem, 170 km Fußmarsch. Maria war im neunten Monat schwanger. In Bethlehem angekommen, war alles überfüllt. Kein Platz für den Sohn Gottes außer dem Stall. Dieser war nicht etwa wie bei uns ein festes Gebäude, sondern eher eine Höhle im Fels. In solcher Armseligkeit betritt der Sohn Gottes diese Welt. Kein roter Teppich ist zum Empfang ausgerollt, nur eine stinkige Höhle, um den Herrn der Welt zu begrüßen. Nein, niemand Großes begrüßte den Sohn Gottes. Einfache Hirten knieten vor der Krippe nieder. „Kein Stand in der Welt ist so verachtet wie der Stand der Hirten.“ lautet ein rabbinischer Ausspruch.
Schmucklos, eher abstoßend wirkt der Bericht des Lukas über die Geburt Jesu. Hier passt unser in Silberpapier verpackter Weihnachtsmann überhaupt nicht dazu. Zu brutal ist die Realität damals in Bethlehem. Nein, da ist der Schokoladenweihnachtsmann völlig fehl am Platz.
Aber ein anderer Gegenstand bringt mich auf die Spur der ersten Weihnacht. Es ist die Kokosnuss. Sie ist von außen hart und unansehnlich. Das Wunder von Bethlehem ist für mich wie die Nuss. Ihre Schale ist hart, hart wie die politischen Bedingungen damals in Bethlehem. Hart wie das Elend an so vielen Orten dieser Welt. Es macht Mühe, die Nuss zu öffnen. Sie lässt sich nicht so bequem abziehen wie das Silberpapier vom Schokoladenweihnachtsmann. Doch wer sich die Mühe macht, wird belohnt. Er bekommt den weißen weichen Kern. Von außen sieht man der Kokosnuss ihren Inhalt nicht an. So wie die erste Weihnacht damals in Bethlehem. Verborgen in Armut und Niedrigkeit kommt Gott auf diese Erde. Zerbrechlich und wehrlos streckt er uns die Hand entgegen. In der schmucklosen Krippe in der kalten Felshöhle liegt der, der die Welt verändert.
Er kommt in das Dunkel dieser Welt, um es heller zu machen. Für alle die, die es wagen, sich ihm zu öffnen. Gott will nicht in unsere schön geschmückten Wohnzimmer. Er will uns dort begegnen, wo es in uns stinkt. Ihm, dem, der sich für den Stall nicht zu schade war, der wird auch mit den Wunden unseres Lebens fertig. Wir müssen es nur wagen, ihn dort ranzulassen. Uns ihm zu öffnen, wie wir sind. Ich möchte uns Mut machen, unser Leben dem Kind von Bethlehem ganz zu überlassen. Dort beginnt Weihnachten. Das Kind von Bethlehem muss in unserem Herzen geboren werden. Dort will es hin. Jesus möchte den ersten Platz in unserem Leben haben. Lassen wir ihn ein?
Eine gesegnete Weihnacht!
Mandy