Lesbisch sein - eine Lebenseinstellung?
Hallo,
nachdem ich gestern - aus beruflichen Gründen - einem Gesprächsthema lauschen durfte, über das ich schon öfter gestolpert bin, gebe ich das jetzt mal an Euch weiter.
Jedenfalls erklärte dort eine lesbische Frau, dass ihr "Lesbisch sein" nicht einfach eine sexuelle Orientierung sei, sondern eine Lebenseinstellung.
Das ist ein Eindruck, der mir hier in Bremen von der "Szene" irgendwie auch oft vermittelt wird. "Lesbisch sein" scheint oft ein politisches Statement zu sein. Ich kann noch nachvollziehen, dass die etwas älteren unter uns im Laufe ihres Lebens aufgrund ihrer sexuellen Orientierung einige unangenehme Erfahrungen machen mussten und vielleicht auch deswegen in eine Art Abwehrhaltung verfallen, wann immer es um ihr "Lesbisch sein" geht.
Nun passiert es mir aber immer mal wieder, dass ich mich mit Frauen treffe, die ich hier kennengelernt habe, die ihr "Lesbisch sein" zu einem richtigen Thema machen. Und damit meine ich, dass man "lesbische Bücher" liest, "lesbische Freizeitangebote" wahrnimmt u.s.w.. Das kann ich noch ein klein bisschen nachvollziehen, weil man sich natürlich in solchen Settings leichter kennenlernt, man findet also dort sicher einfacher eine Partnerin als woanders. Und dennoch: Schon da schwindet mein Interesse, weil ich mein "Lesbisch sein" nicht viel bedeutender finde, als die Tatsache, dass ich brünett bin. Oder Linkshänderin.
Richtig krass finde ich aber: "Lesbische WG´s". Wozu denn? Völlig aus dem Häuschen war ich, als ich neulich von einer (etwa) Gleichaltrigen folgenden Satz hörte: "Ich kann Männer einfach nicht in meiner Nähe ertragen". (Für mich deutet ein solcher Satz, um ehrlich zu sein, nicht auf "Lesbisch sein" hin, sondern auf eine ernsthafte psychische Störung hin. Ich meine das nicht böse, aber wer die Hälfte der Bevölkerung nicht in seiner Nähe erträgt, sollte daran arbeiten. Finde ich.)
Ich habe auch ein bisschen den Verdacht, dass man sich damit selbst ein bisschen abschottet, statt sich einfach zu den anderen zu gesellen und ein klein bisschen anders zu sein.
Ich selber bin 29 und bin immer recht offen damit umgegangen und nur ein einziges Mal hat jemand mit Ablehnung auf mein Outing reagiert. Ich mache da auch nicht viel Theater drum. Ich renne nicht rum und erzähle jedem, dass ich auf Frauen stehe. Aber ich lüge nicht. Nie. Wenn das Gespräch in Richtung Beziehung geht, sage ich einfach kurz, dass ich Frauen ein bisschen lieber mag als Männer. Nicht mehr und nicht weniger. Ich finde Männer super. Ich verliebe mich nur nicht in sie. Das ist auch schon alles.
So, ich hoffe es ist mir gelungen niemandem auf den Schlips zu treten. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass natürlich Jede/r das gute Recht hat, sein Leben so zu gestalten, wie er oder sie es für richtig hält. Nur weil ich das nicht verstehe (oder gleich eine psychische Störung unterstelle), hat natürlich trotzdem ein/e Jede/r das Recht alles zu machen, was ihm oder ihr beliebt.
Aber vielleicht habt ihr ja trotzdem Lust mich aufzuklären?
Wie seht Ihr das? Lebenseinstellung? Und wenn ja: Warum?
nachdem ich gestern - aus beruflichen Gründen - einem Gesprächsthema lauschen durfte, über das ich schon öfter gestolpert bin, gebe ich das jetzt mal an Euch weiter.
Jedenfalls erklärte dort eine lesbische Frau, dass ihr "Lesbisch sein" nicht einfach eine sexuelle Orientierung sei, sondern eine Lebenseinstellung.
Das ist ein Eindruck, der mir hier in Bremen von der "Szene" irgendwie auch oft vermittelt wird. "Lesbisch sein" scheint oft ein politisches Statement zu sein. Ich kann noch nachvollziehen, dass die etwas älteren unter uns im Laufe ihres Lebens aufgrund ihrer sexuellen Orientierung einige unangenehme Erfahrungen machen mussten und vielleicht auch deswegen in eine Art Abwehrhaltung verfallen, wann immer es um ihr "Lesbisch sein" geht.
Nun passiert es mir aber immer mal wieder, dass ich mich mit Frauen treffe, die ich hier kennengelernt habe, die ihr "Lesbisch sein" zu einem richtigen Thema machen. Und damit meine ich, dass man "lesbische Bücher" liest, "lesbische Freizeitangebote" wahrnimmt u.s.w.. Das kann ich noch ein klein bisschen nachvollziehen, weil man sich natürlich in solchen Settings leichter kennenlernt, man findet also dort sicher einfacher eine Partnerin als woanders. Und dennoch: Schon da schwindet mein Interesse, weil ich mein "Lesbisch sein" nicht viel bedeutender finde, als die Tatsache, dass ich brünett bin. Oder Linkshänderin.
Richtig krass finde ich aber: "Lesbische WG´s". Wozu denn? Völlig aus dem Häuschen war ich, als ich neulich von einer (etwa) Gleichaltrigen folgenden Satz hörte: "Ich kann Männer einfach nicht in meiner Nähe ertragen". (Für mich deutet ein solcher Satz, um ehrlich zu sein, nicht auf "Lesbisch sein" hin, sondern auf eine ernsthafte psychische Störung hin. Ich meine das nicht böse, aber wer die Hälfte der Bevölkerung nicht in seiner Nähe erträgt, sollte daran arbeiten. Finde ich.)
Ich habe auch ein bisschen den Verdacht, dass man sich damit selbst ein bisschen abschottet, statt sich einfach zu den anderen zu gesellen und ein klein bisschen anders zu sein.
Ich selber bin 29 und bin immer recht offen damit umgegangen und nur ein einziges Mal hat jemand mit Ablehnung auf mein Outing reagiert. Ich mache da auch nicht viel Theater drum. Ich renne nicht rum und erzähle jedem, dass ich auf Frauen stehe. Aber ich lüge nicht. Nie. Wenn das Gespräch in Richtung Beziehung geht, sage ich einfach kurz, dass ich Frauen ein bisschen lieber mag als Männer. Nicht mehr und nicht weniger. Ich finde Männer super. Ich verliebe mich nur nicht in sie. Das ist auch schon alles.
So, ich hoffe es ist mir gelungen niemandem auf den Schlips zu treten. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass natürlich Jede/r das gute Recht hat, sein Leben so zu gestalten, wie er oder sie es für richtig hält. Nur weil ich das nicht verstehe (oder gleich eine psychische Störung unterstelle), hat natürlich trotzdem ein/e Jede/r das Recht alles zu machen, was ihm oder ihr beliebt.
Aber vielleicht habt ihr ja trotzdem Lust mich aufzuklären?
Wie seht Ihr das? Lebenseinstellung? Und wenn ja: Warum?
As ist nber Antt, dnss naod Aesben and Aodoale eine oerinnerliodte Aooogdobie oit siod deraosodleggen tannen, die dnoa fadrt, dnss sie Aoooseoanlitat bei siod oie bei nnderen niodt oertsodatoen tannen
ao es oit nood einfnoderen oorten oa sngen:
doooseoanlitat sodatot oor dooogdobie niodt.
tlingt tooisod, ist nber so.
An gebe iod Aaod Aeodt. Aod oeiße nar naf Aatoe oie: &gaot;Aer dnt die Aete dier rein gelnssen&gaot; din. Ader: &gaot;Ans saodt ein Arnnsonnn dier?&gaot;
As ist nber Antt, dnss naod Aesben and Aodoale eine oerinnerliodte Aooogdobie oit siod deraosodleggen tannen, die dnoa fadrt, dnss sie Aoooseoanlitat bei siod oie bei nnderen niodt oertsodatoen tannen
ao es oit nood einfnoderen oorten oa sngen:
doooseoanlitat sodatot oor dooogdobie niodt.
tlingt tooisod, ist nber so.