4.12.10: Lesung Karen-Susan Fessel "Leise Tö
Sa, 04.12.10: Lesung Karen-Susan Fessel "Leise Töne" ab 20h
www.achtbar-tuebingen.
Weberstraße 8
Tübingen
Karen-Susan Fessel liest aus ihrem Roman über Einsam- und
Gemeinsamkeit, über Töne im Kopf und das Leben auf Inseln
In Kooperation mit dem Frauenbuchladen "Thalestris"
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Wenn du mich sehen könntest.
Wenn du mich jetzt sehen könntest, wie ich hier liege, die Decke bis zu den
Ohren hochgezogen, und versuche, die Geräusche auszublenden, die von der
Straße hereindringen. Und die Geräusche ganz in meiner Nähe.
Wenn du mich jetzt sehen könntest. Ich glaube, du würdest lächeln. Du würdest
lächeln, auf deine dir eigene, unnachahmliche Art, und den Kopf schütteln, ganz
leicht nur, eher amüsiert denn tadelnd. Du würdest die Lippen verziehen, und
ohne dass du es beeinflussen könntest, würde deine Nase sich kräuseln, und
dann würdest du nach der Decke greifen und ganz leicht an ihr ziehen. Ohne
etwas zu sagen.
Manchmal, wenn ich so wie jetzt im Bett liege, morgens, noch nicht angekommen
im Tag und auch nicht mehr heimisch im Schlaf, oder wenn ich barfuß die alte
Straße am Zaun entlanggehe, das Sonnenlicht von weit oben durch die Baum-
kronen fällt und glitzernde Punkte auf den rissigen Asphalt zaubert, dann frage
ich mich, wie du all das hier fändest. Mein Leben. Das Leben, das ich jetzt lebe.
Wahrscheinlich würdest du den Kopf schütteln und lächeln.
Aber würdest du mich immer noch lieben?
In guten Stunden denke ich: auf jeden Fall. In schlechten Stunden denke ich
darüber nicht nach. Aber ich vermisse dich. Immerzu. Und nichts und niemand
kann daran etwas ändern.
Aber vielleicht kann ich lernen, damit zu leben.
Bestimmt, würdest du sagen.
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Flyer "Leise Töne"
www.karen-susan-fessel.de
Eintritt: 7,00 € / Mitfrauen 6,00 €
www.achtbar-tuebingen.
Weberstraße 8
Tübingen
Karen-Susan Fessel liest aus ihrem Roman über Einsam- und
Gemeinsamkeit, über Töne im Kopf und das Leben auf Inseln
In Kooperation mit dem Frauenbuchladen "Thalestris"
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Wenn du mich sehen könntest.
Wenn du mich jetzt sehen könntest, wie ich hier liege, die Decke bis zu den
Ohren hochgezogen, und versuche, die Geräusche auszublenden, die von der
Straße hereindringen. Und die Geräusche ganz in meiner Nähe.
Wenn du mich jetzt sehen könntest. Ich glaube, du würdest lächeln. Du würdest
lächeln, auf deine dir eigene, unnachahmliche Art, und den Kopf schütteln, ganz
leicht nur, eher amüsiert denn tadelnd. Du würdest die Lippen verziehen, und
ohne dass du es beeinflussen könntest, würde deine Nase sich kräuseln, und
dann würdest du nach der Decke greifen und ganz leicht an ihr ziehen. Ohne
etwas zu sagen.
Manchmal, wenn ich so wie jetzt im Bett liege, morgens, noch nicht angekommen
im Tag und auch nicht mehr heimisch im Schlaf, oder wenn ich barfuß die alte
Straße am Zaun entlanggehe, das Sonnenlicht von weit oben durch die Baum-
kronen fällt und glitzernde Punkte auf den rissigen Asphalt zaubert, dann frage
ich mich, wie du all das hier fändest. Mein Leben. Das Leben, das ich jetzt lebe.
Wahrscheinlich würdest du den Kopf schütteln und lächeln.
Aber würdest du mich immer noch lieben?
In guten Stunden denke ich: auf jeden Fall. In schlechten Stunden denke ich
darüber nicht nach. Aber ich vermisse dich. Immerzu. Und nichts und niemand
kann daran etwas ändern.
Aber vielleicht kann ich lernen, damit zu leben.
Bestimmt, würdest du sagen.
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Flyer "Leise Töne"
www.karen-susan-fessel.de
Eintritt: 7,00 € / Mitfrauen 6,00 €