Letzte Worte...
Stichwort "nicht abgeschickte Briefe an die Ex":
"Liebe XXX,
Ich danke Dir, dass Du zu Weihnachten an mich gedacht hast; diese Karte nehme ich nun zum Anlass, nun noch einmal Kontakt zu Dir aufzunehmen. Es ist das erste Mal, dass ich Deine Handschrift gesehen habe, seitdem ich den Rest Deiner Korrespondenz mit mir in die obligatorische Beziehungsschachtel umgelagert habe, und ich wünschte, ich könnte sagen, dass mir das Erkennen nicht wehgetan hat. Auch hätte ich mir eine persönlichere Ansprache gewünscht, irgendein Zeichen, dass uns einmal etwas verbunden hat, dass die Situation zwischen uns eine unendlich traurige ist.
Ich kann nicht in Dein Herz und Deine Gedanken hineinsehen. Aber ich möchte gerne ein letztes Mal versuchen, Dir mein Herz und meine Gedanken näher zu bringen: Ich denke sehr oft an Dich. Obwohl alles wieder zur Normalität zurückgekehrt ist und sich vieles zum Positiven gewendet hat, bin ich noch immer überrascht, wenn Du Dich einmal über längere Zeit nicht in meine Gedanken gestohlen hast. Manchmal vermisse ich Dich wie in den ersten Tagen unserer Trennung. Ich denke daran, wie wir im letzten Winter hier am See über das Eis gelaufen sind. Wie wir Weihnachten, Neujahr gefeiert haben. An anderen Tagen bin ich voller Zorn und Verletzung. Ich stelle mir vor, wie ich Dich anschreie. Dich frage, wie Du mir das antun konntest. Wie Du mir den einen Kuss, den ich gebraucht hätte, um die letzten zwei Wochen in XXX völlig arglos bei Gesundheit und klarem Verstand hinter mich zu bringen, verweigern konntest. Wie Du mich zurückschicken konntest. Allein. An einen Ort, an dem ich mit niemandem würde reden können, an dem mich niemand umarmen würde. Wie Du es zulassen konntest, dass ich diesen Schmerz mitnehmen musste an einen Ort, der mir die Welt bedeutet. Weißt Du, wie es bei meiner Rückkehr war, in XXX zu landen – und Du warst nicht da?
Habe ich Dir in unserer gemeinsamen Zeit so wehgetan?
Meistens, wenn ich an Dich denke, vermisse und hasse ich Dich zugleich. Weniger als die Tatsache, dass wir auseinander gegangen sind, tut es mir nunmehr leid, wie wir auseinander gegangen sind. Ich wünschte, Du hättest einen anderen Weg gefunden. Ich wünschte, ich könnte einige der Dinge, die ich in meiner Verletzung gesagt habe, zurücknehmen. Ich wollte, ich könnte mich über alles, was zwischen uns steht, erheben und die Geliebte, die Partnerin von einst zu einer Freundin machen. Aber ich kann nur eines tun. Ich nehme meinen Schmerz, meinen Zorn, meine Enttäuschung, meine Verwirrung, die Reste meiner Zuneigung und lege sie vor Dir nieder. Ich bitte Dich um Entschuldigung, für alles, was ich Dir angetan haben muss. Für Deine und für meine Seele. Ich wünsche Dir das Leben, das Du Dir erträumst, die Liebe, die Du suchst.
Es tut mir leid, dass ich nicht dazu in der Lage bin, die Trümmer zwischen uns in eine Freundschaft umzugestalten. Unser letztes Telefonat hat deutlich gezeigt, dass ich nicht bereit bin, über das, was gewesen ist, hinwegzugehen, und Du nicht bereit bist, Dich meinen Verletzungen zu stellen. Inzwischen ist so viel Zeit vergangen, dass ich von uns beiden mehr als sicher bin, dass wir auch mit dieser Lücke glücklich sein können.
Es war schön, an Deiner Seite zu sein. Bis zur letzten Stunde warst Du aufmerksam, unterstützend und liebevoll. Aber nun ist es vorbei. Ich sehe Deine Weihnachtskarte – ohne Anrede –, ich lese Deine Worte „Mach’s gut“ ... und alles, was ich sehe, ist die Unwiederbringlichkeit dessen, was gewesen ist. Bitte, schreibe mir so nicht mehr. Wenn Du mir nur so schreiben kannst, dann, bitte, schreibe mir nicht mehr.
So, wie es ist, kann ich nur meine letzten Worte wiederholen, so weh es mir tut:
Leb wohl."
...
oder ich schicke es doch...
"Liebe XXX,
Ich danke Dir, dass Du zu Weihnachten an mich gedacht hast; diese Karte nehme ich nun zum Anlass, nun noch einmal Kontakt zu Dir aufzunehmen. Es ist das erste Mal, dass ich Deine Handschrift gesehen habe, seitdem ich den Rest Deiner Korrespondenz mit mir in die obligatorische Beziehungsschachtel umgelagert habe, und ich wünschte, ich könnte sagen, dass mir das Erkennen nicht wehgetan hat. Auch hätte ich mir eine persönlichere Ansprache gewünscht, irgendein Zeichen, dass uns einmal etwas verbunden hat, dass die Situation zwischen uns eine unendlich traurige ist.
Ich kann nicht in Dein Herz und Deine Gedanken hineinsehen. Aber ich möchte gerne ein letztes Mal versuchen, Dir mein Herz und meine Gedanken näher zu bringen: Ich denke sehr oft an Dich. Obwohl alles wieder zur Normalität zurückgekehrt ist und sich vieles zum Positiven gewendet hat, bin ich noch immer überrascht, wenn Du Dich einmal über längere Zeit nicht in meine Gedanken gestohlen hast. Manchmal vermisse ich Dich wie in den ersten Tagen unserer Trennung. Ich denke daran, wie wir im letzten Winter hier am See über das Eis gelaufen sind. Wie wir Weihnachten, Neujahr gefeiert haben. An anderen Tagen bin ich voller Zorn und Verletzung. Ich stelle mir vor, wie ich Dich anschreie. Dich frage, wie Du mir das antun konntest. Wie Du mir den einen Kuss, den ich gebraucht hätte, um die letzten zwei Wochen in XXX völlig arglos bei Gesundheit und klarem Verstand hinter mich zu bringen, verweigern konntest. Wie Du mich zurückschicken konntest. Allein. An einen Ort, an dem ich mit niemandem würde reden können, an dem mich niemand umarmen würde. Wie Du es zulassen konntest, dass ich diesen Schmerz mitnehmen musste an einen Ort, der mir die Welt bedeutet. Weißt Du, wie es bei meiner Rückkehr war, in XXX zu landen – und Du warst nicht da?
Habe ich Dir in unserer gemeinsamen Zeit so wehgetan?
Meistens, wenn ich an Dich denke, vermisse und hasse ich Dich zugleich. Weniger als die Tatsache, dass wir auseinander gegangen sind, tut es mir nunmehr leid, wie wir auseinander gegangen sind. Ich wünschte, Du hättest einen anderen Weg gefunden. Ich wünschte, ich könnte einige der Dinge, die ich in meiner Verletzung gesagt habe, zurücknehmen. Ich wollte, ich könnte mich über alles, was zwischen uns steht, erheben und die Geliebte, die Partnerin von einst zu einer Freundin machen. Aber ich kann nur eines tun. Ich nehme meinen Schmerz, meinen Zorn, meine Enttäuschung, meine Verwirrung, die Reste meiner Zuneigung und lege sie vor Dir nieder. Ich bitte Dich um Entschuldigung, für alles, was ich Dir angetan haben muss. Für Deine und für meine Seele. Ich wünsche Dir das Leben, das Du Dir erträumst, die Liebe, die Du suchst.
Es tut mir leid, dass ich nicht dazu in der Lage bin, die Trümmer zwischen uns in eine Freundschaft umzugestalten. Unser letztes Telefonat hat deutlich gezeigt, dass ich nicht bereit bin, über das, was gewesen ist, hinwegzugehen, und Du nicht bereit bist, Dich meinen Verletzungen zu stellen. Inzwischen ist so viel Zeit vergangen, dass ich von uns beiden mehr als sicher bin, dass wir auch mit dieser Lücke glücklich sein können.
Es war schön, an Deiner Seite zu sein. Bis zur letzten Stunde warst Du aufmerksam, unterstützend und liebevoll. Aber nun ist es vorbei. Ich sehe Deine Weihnachtskarte – ohne Anrede –, ich lese Deine Worte „Mach’s gut“ ... und alles, was ich sehe, ist die Unwiederbringlichkeit dessen, was gewesen ist. Bitte, schreibe mir so nicht mehr. Wenn Du mir nur so schreiben kannst, dann, bitte, schreibe mir nicht mehr.
So, wie es ist, kann ich nur meine letzten Worte wiederholen, so weh es mir tut:
Leb wohl."
...
oder ich schicke es doch...