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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadMITHILFE
18.01.2006 09:53
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0 Hallo, heute greife ich ein absolut wichtiges Thema auf, das in Deutschland noch immer verschwiegen wird: Die genitale Verstümmelung von Mädchen in EUROPA und AFRIKA ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~~~~ 1996 gründeten Deutsch-Somalische Frauen unseren Verein. Viele von uns sind als Mädchen beschnitten worden und daher selbst betroffen. Wir wissen um die Grausamkeit dieses Rituals. Deshalb kämpfen wir gegen die genitale Verstümmelung von Mädchen in Europa und Afrika. Täglich verbluten Mädchen bei diesem Ritual, weil keine ausreichende Versorgung vorhanden ist. Während unserer Aufklärungskampagne im Frühjahr 2002 in verschiedenen Dörfern und Regionen Ost-Somalias haben wir festgestellt, dass vor allem junge Mütter Angst haben, dass ihre Töchter genital verstümmelt werden. Die Mädchen werden im Alter von 14 oder 15 Jahren zur Heirat gezwungen. Uns ist klar geworden, dass dieses Land mehr braucht als Impfstoffe – nämlich Bildung, Gesundheitsausstattung und Aufklärungskampagnen über dieses grausame Ritual. Wir fliegen jedes Jahr nach Somalia und machen dort eine große Kampagne über genitale Verstümmelung und Familienplanung. In Somalia herrschte 12 Jahre lang Krieg. Man kann keine Apparate, die für die Klinik nötig sind, dort bekommen. Auch andere Dinge wie Computer oder Nähmaschinen sind unerschwinglich teuer bzw. nicht zu bekommen. Für unser wichtigstes Projekt in Somalia, wurde uns Im Frühsommer kostenlos ein Grundstück im Süden der Stadt zur Verfügung gestellt. Dort können wir nun eine neue Klinik aufbauen. Es ist das einzige Mutter-Kind-Krankenhaus im Land. Dort können nun die Frauen und Mädchen angemessen gynäkologisch versorgt werden! Das Geburtsrisiko für Mutter und Kind wird gemindert. Dies ist besonders wichtig, weil es, aufgrund der in Somalia üblichen Beschneidung, bei Geburten häufig zu lebensgefährlichen Komplikationen kommt. Nach der Beschneidung wird die Vagina bis auf eine winzige Öffnung zugenäht. Wenn sie bei der Geburt nicht rechtzeitig geöffnet wird, kann das Kind ersticken. Bei einem zweiten Besuch im Oktober konnten sie sich vom Baufortschritt überzeugen: Die Fundamente sind gegossen und die Wände bereits zur Hälfte gemauert. Unser Ziel ist es, im Frühsommer 2006 das neue General Hospital Maternity in Boosaaso in Betrieb zu nehmen. Dank einer großzügigen Spende, stehen uns nun für das Krankenhaus 125.000 Euro zur Verfügung. Wir benötigen aber noch einmal mindestens die gleiche Summe für die Dachabdeckung, Türen und Fenster, die Innenausstattung und sanitären Einrichtungen, einen Brunnen und die erforderliche Wasseraufbereitung sowie Stromaggregate und Klimatisierung. Helft mit, dieses Projekt zu fördern und zu realisieren - es gibt viele Möglichkeiten der Mithilfe und Unterstützung. Informationen erhaltet ihr über mich! Herzliche Grüsse Anja
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