"Maligner Narzissmus"
"Maligner Narzissmus"
Damit aus Amokphantasien, von denen viele Zeitgenossen gelegentlich heimgesucht werden, tödliche Realität wird, muss aber noch etwas anderes hinzutreten.
Bis dato bliebe immer noch der Ausweg des "einfachen Suizids".
Wir müssen annehmen, dass das am Boden liegende, gekränkte Selbstwertgefühl durch den wuchernden Hass kontaminiert wird. Das, was Kernberg den "malignen Narzissmus" nennt, ist dadurch charakterisiert, dass archaische Größen- und Allmachtsphantasien, die keine angemessene Korrektur und Relativierung erfahren haben, sich mit Zerstörungswut und Sadismus anreichern. Die Vorstellung, andere Menschen zerstören und in Furcht und Schrecken versetzen zu können, wird zu einer Quelle von Macht- und Überlegenheitsgefühlen.
Um der eigenen narzisstischen Katastrophe zu entgehen und unerträgliche Gefühle von Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit abzuwehren, wird das eigene Innere nach außen gestülpt und mörderisch-selbst- mörderisch in Szene gesetzt. Der Erhalt des Selbstwerts und der Integrität der Persönlichkeit kann ein Motiv menschlichen Handelns sein, das höher wiegt als die Sicherung des eigenen reduzierten Überlebens. Bevor innere Spannungen das Selbst sprengen, sprengt der Täter in einer Art von Vorwartsverteidigung Teile der Außenwelt in die Luft. Er habe sich von der Gesellschaft ausgeschlossen gefühlt und "existieren" wollen, "dafür musste ich jemanden töten", sagte der Amokläufer von Nanterre nach seiner Festnahme.
Die Zerstörungswut des Kleinkindes, das sich verlassen, missachtet und verzweifelt fühlt und deshalb am liebsten alles in Stücke schlagen möchte, ist durch seine mangelnde Körperkraft begrenzt; jetzt steckt dieselbe raptusartige Wut im Körper eines Erwachsenen. der sich Zugang zu Waffen, Autos oder gar Flugzeugen verschaffen kann.
Damit aus Amokphantasien, von denen viele Zeitgenossen gelegentlich heimgesucht werden, tödliche Realität wird, muss aber noch etwas anderes hinzutreten.
Bis dato bliebe immer noch der Ausweg des "einfachen Suizids".
Wir müssen annehmen, dass das am Boden liegende, gekränkte Selbstwertgefühl durch den wuchernden Hass kontaminiert wird. Das, was Kernberg den "malignen Narzissmus" nennt, ist dadurch charakterisiert, dass archaische Größen- und Allmachtsphantasien, die keine angemessene Korrektur und Relativierung erfahren haben, sich mit Zerstörungswut und Sadismus anreichern. Die Vorstellung, andere Menschen zerstören und in Furcht und Schrecken versetzen zu können, wird zu einer Quelle von Macht- und Überlegenheitsgefühlen.
Um der eigenen narzisstischen Katastrophe zu entgehen und unerträgliche Gefühle von Angst, Ohnmacht und Hilflosigkeit abzuwehren, wird das eigene Innere nach außen gestülpt und mörderisch-selbst- mörderisch in Szene gesetzt. Der Erhalt des Selbstwerts und der Integrität der Persönlichkeit kann ein Motiv menschlichen Handelns sein, das höher wiegt als die Sicherung des eigenen reduzierten Überlebens. Bevor innere Spannungen das Selbst sprengen, sprengt der Täter in einer Art von Vorwartsverteidigung Teile der Außenwelt in die Luft. Er habe sich von der Gesellschaft ausgeschlossen gefühlt und "existieren" wollen, "dafür musste ich jemanden töten", sagte der Amokläufer von Nanterre nach seiner Festnahme.
Die Zerstörungswut des Kleinkindes, das sich verlassen, missachtet und verzweifelt fühlt und deshalb am liebsten alles in Stücke schlagen möchte, ist durch seine mangelnde Körperkraft begrenzt; jetzt steckt dieselbe raptusartige Wut im Körper eines Erwachsenen. der sich Zugang zu Waffen, Autos oder gar Flugzeugen verschaffen kann.