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Manches ändert sich nie

aggi1960
HiddenNickname
offline
15.08.2011 16:27
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Hymnus auf die Bankiers
Der kann sich freuen, der die nicht kennt!
Ihr fragt noch immer: Wen?
Sie borgen sich Geld für fünf Prozent
und leihen es weiter für zehn.
Sie haben noch nie mit der Wimper gezuckt.
Ihr Herz stand noch niemals still.
Die Differenzen sind ihr Produkt.
(Das kann man verstehn, wie man will).
Ihr Appetit ist bodenlos.
Sie fressen Gott und die Welt.
Sie säen nicht. Sie ernten nur.
Sie schwängern ihr eigenes Geld.
Sie sind Hexer in Person.
Und zaubern aus hohler Hand.
Sie machen Geld am Telefon
Und Petroleum aus Sand.
Das Geld wird flüssig. Das Geld wird knapp.
Sie machen das ganz nach Bedarf.
Und schneiden den anderen die Hälse ab.
Papier ist manchmal scharf.
Sie glauben den Regeln der Regeldetri
Und glauben nicht recht an Gott.
Sie haben nur eine Sympathie.
Sie lieben das Geld. Und das Geld lebt sie.
(Doch einmal macht jeder Bankrott!)
Aus Erich Kästners “Lärm im Spiegel”
erschien zuerst 1929