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Meiner Angebetenen

Lalena
HiddenNickname
offline
25.01.2004 01:50
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Wenn ich an deinem Haus vorbeikomme, verlangsamen sich meine Schritte und hungrig blicke ich zu deinen beiden Dachfenstern hoch.
Seit wann wohnst du hier?
Als ich das letzte mal diesen Weg ging warst du gerade dabei das eine Zimmer einzurichten.
Viel konnte ich eigentlich nicht erkennen, denn das Fenster ist hoch und klein und du standst irgendwo mitten im Raum.
Doch ich konnte meinen Blick nicht von dir wenden.
Seitdem hoffe ich auf ein Lebenszeichen von dir.
Da, das graue Tuch vom linken Fenster hat sich bewegt.
Ob sich hinter dem Lufthauch deine Bewegungen verbergen?
Im anderen Fenster hängt jetzt ein schwarzrotes Tuch.
Du scheinst nicht viel von Gardinen zu halten und das passt zu dir.
In dem einen Dachzimmer hängt ein Bild an der gelben Wand.
Ich kann das Motiv nur erahnen aus dieser Entfernung.
Es ist traurig, so wie ich und schön, so schön wie du.
Wie schön muss du erst im Schein deiner grauen Kerzen wirken, die auf der Fensterbank ruhen?
Sehnsüchtig beobachte ich die Klinke deiner Haustür.
Sie rührt sich nicht.
Bitte, lass mich ein. Komm herunter und rette mich hinein in deine Arme.
Ich möchte dein langes Haar riechen und dir in die Seele schauen.
Wo ist dein Badezimmer?
Wie selig muss es sein dort dir zu begegnen.
Doch mir bleiben nur die Fenster, die hämisch auf mich hinabblicken.
Ein Lichtschein in dem einen Zimmer verrät mir, dass du Zuhause bist.
Los, blick auf die Straße, lass mich in deine Wohnung kommen.
Ich möchte deine Küsse schmecken, die dem lodernden Feuer in mir neue Nahrung sind.
Du schaust hinunter und lächelst mich an und mein Herz droht mir zu zerspringen...
... nur ein schöner Traum.
Wie wohl muss es mir in deinen Armen gehen.
Und wer ist es, der stattdessen in ihnen liegen darf?
Lass mich nicht mehr länger im Regen stehen!

Langsam entfernen sich meine Schritte und ich blicke deinem Haus noch lange hinterher.
Je weiter ich von ihm getrennt bin, desto schwerer fällt mir mein Weg.
Doch irgendwann stehe ich schließlich vor meinem Haus.
Keiner macht mir die Tür auf.
Ich hole den Schlüssel aus der Tasche.
Wieder allein. Fern von dir, du Unbekannte.
Morgen werde ich dich wieder besuchen.
Lichtzauber
HiddenNickname
offline
13.03.2004 04:28
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