Menschenliebe
Man muss die Menschen lieben um in das eigentümliche Wesen eines jeden einzudringen;
es darf einem keiner zu gering, keiner zu hässlich sein,
erst dann kann man sie verstehen.
Das unbedeutendste Gesicht macht einen tieferen Eindruck als die bloße Empfindung des Schönen,
und man kann die Gestalten aus sich heraustreten lassen,
ohne etwas vom Äußeren hineinzukopieren,
wo einem kein Leben, keine Muskeln,
kein Puls entgegenschwillt und pocht.
Georg Büchner
es darf einem keiner zu gering, keiner zu hässlich sein,
erst dann kann man sie verstehen.
Das unbedeutendste Gesicht macht einen tieferen Eindruck als die bloße Empfindung des Schönen,
und man kann die Gestalten aus sich heraustreten lassen,
ohne etwas vom Äußeren hineinzukopieren,
wo einem kein Leben, keine Muskeln,
kein Puls entgegenschwillt und pocht.
Georg Büchner